Schiedsrichterwesen

Schiedsrichterlizenzen

Der Berliner Schachverband ist für die Aus- und Fortbildung von Verbandsschiedsrichtern und Regionalen Schiedsrichtern zuständig. Für weiterführende Lehrgänge ist die DSB-Schiedsrichterkommission zuständig.

Der Einstieg: Verbandsschiedsrichter (VSR)

Der Lehrgang für Verbandsschiedsrichter (VSR) richtet sich an alle regelinteressierten Schachfreunde. Die Turnierordnung des Berliner Schachverbandes verlangt, dass jeder Mannschaftskampf von einem lizensierten Schiedsrichter geleitet wird, dies betrifft insbesondere die BMM. Der VSR-Lehrgang bildet für diesen Einsatz aus. Im Fokus stehen die FIDE-Regeln und die Turnierordnung des Berliner Schachverbandes. Darüber hinaus werden auch Grundlagen in der Turnierdurchführung gelehrt. Damit kann ein VSR auch vereinsinterne Turniere durchführen. Die Lizenz zum Verbandsschiedsrichter kann frühestens mit Vollendung des 14. Lebensjahres erworben werden.

Die VSR-Lizenz bleibt fünf Jahre gültig. Eine Verlängerung ist nicht vorgesehen. Nach fünf Jahren muss der Kurs mit Prüfung wiederholt werden. Wir empfehlen stattdessen die Teilnahme an einer RSR-Ausbildung.

Für Fortgeschrittene: Regionaler Schiedsrichter (RSR)

Der RSR ist die unterste Stufe der vom Deutschen Schachbund vergebenen Schiedsrichtertitel. Die Lizenz zum Regionalen Schiedsrichter kann frühestens mit Vollendung des 16. Lebensjahres erworben werden. Der Berliner Schachverband lässt für seine Lehrgänge nur Personen zu, die eine gültige Lizenz als VSR des BSV oder eine entsprechende gleichwertige Ausbildung eines anderen Landesverbandes besitzen und mindestens zwei Einsätze als Schiedsrichter nach Erwerb der VSR-Lizenz nachweisen. Ein Regionaler Schiedsrichter, der nach bestandener Prüfung auch die Lizenz der FIDE gekauft hat, darf Turniere leiten, die ELO-gewertet werden. Im Mannschaftsbereich betrifft dies die Oberliga. Aber auch Einsätze bei Schnell- oder Blitzturnieren mit ELO-Auswertung sind möglich.

Neuer Stoff ist hier die Turnierordnung der Norddeutschen Schachverbände und des Deutschen Schachbundes, dazu Meldeverfahren für ELO und DWZ.

Der RSR-Lehrgang ist für die Neuausbildung konzipiert. Er kann aber auch für Schiedsrichter, die bereits die Lizenz des RSR haben, zur Weiterbildung mit oder ohne Prüfung, gemäß den „Rahmenrichtlinien für die Schiedsrichterausbildung im Deutschen Schachbund e. V.“, genutzt werden. Wer nach fünf Jahren freiwillig an der Prüfung teilnimmt, tut dies ohne Risiko.

Überblick

Im Berliner Schachverband sind derzeit 259 Schiedsrichter*innen mit aktiver Lizenz organisiert (Stand: 03.11.2020).

Davon haben 45 Personen eine Lizenz der FIDE, können also bei Elo-gewerteten Turnieren eingesetzt werden.

Alle Lizenzen, die zum 31.12.2020 ausgelaufen wären sind bedingt durch Corona automatisch um ein Jahr verlängert worden (DSB + BSV).

Der nächste Auslauftermin am 31.12.2021 betrifft demnach 59 Personen, die im DSB oder BSV ihre Lizenzen verlängern müssten.

Im Jahr 2021 sind mehrere Schiedsrichterlehrgänge des BSV geplant, für VSR und RSR. Diese werden tendenziell im Sommer/Frühherbst stattfinden.

Rahmenrichtlinien

Für das Schiedsrichterwesen im Berliner Schachverband gelten die „Rahmenrichtlinien für das Schiedsrichterwesen des BSV e.V.“ in der aktuell gültigen Fassung vom 2.4.2021.

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