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Kommentare

Kommentare

Andreas Lange (SCK) am :

Die Partie der Meisterklasse aus der 8. Runde, Moeller-Piz, ist ein echter Kracher vom Co-Sieger. Schade, dass es keine Schönheitspreise gibt.
In der 9. Runde haben die Schwarzsiege die Tabelle noch mal ordentlich geschüttelt.

René Schildt am :

Herzlichen Glückwunsch an die drei Gewinner! Die M-Klasse bot dieses Jahr viel Spannung und auch im Qualli-Turnier wurde super gekämpft. :-)

Harald Huesch am :

Die Entscheidung, Platz 1 und den Titel beiden Spielern zukommen zu lassen, ist schwer verständlich (um nicht zu sagen: offenkundig falsch), da die Ausschreibung als 4. und letztes Wertungskriterium das Los bestimmt hat.

Max Mund am :

Ich finde die Entscheidung ist völlig verständlich.
Beide haben gleich gut gespielt. Warum soll man um etwas losen,
was man auch sehr gut teilen kann? (Das Preisgeld wäre sowieso geteilt worden.)

Thomas Binder am :

Ein Losentscheid ist immer die schlechteste Lösung und sollte nur angewandt werden, wenn unbedingt eine Entscheidung für einen(!) Sieger gefällt werden muss und keine andere Lösung (bis hin zum Blitz-Stichkampf) in Frage kommt. Interessant am vorliegenden Fall wäre allenfalls, ob der Landesspielleiter die Meinung der beiden Spieler eingeholt hat.

Robert Draheim am :

"Ein Losentscheid ist immer die schlechteste Lösung und sollte nur angewandt werden, wenn" ... es in der Ausschreibung steht!

Olaf Kreuchauf am :

Man sollte erst mal in Erfahrung bringen, ob beide zur DEM fahren dürfen. Wenn ja, braucht man keinen Stichkampf oder kein Los.

Christoph Barsch am :

Alternativ schlage ich als Losverfahren Schnick-Schnack-Schnuck,
Reise nach Jerusalem oder Sackhüpfen vor. Mal im Ernst - Das Los hat im Schach nichts zu suchen und wenn es in der Ausschreibung stand, sollte es entfernt werden. Die schlechteste schachliche Lösung ist immer besser als das Glück zu bemühren.
Wieso nicht die Schwarzsiege bemühen oder einen Stichkampf ?
Komplment - den Siegern ! Besonders unserem Hendrik Möller
der selbst für seinem hohen Maßstab außergewöhnliches geleistet hat !

Andreas Rehfeldt am :

Jede weitere Wertung wird nie eine 100ige Gerechtigkeit herbeiführen, deswegen habe ich auch die alte Drittwertung BuSu oder SoBerg in der Meisterklasse gestrichen, was auch dazu führte, dass wir in den letzten Jahren jeweils 2 Viertplatzierte hatten und da das Preisgeld geteilt wurde. Das Los steht immer drin als letzte Wertung, um abgesichert zu sein. Kurioserweise fand ich auf dem Weg zu beiden Spielern sogar eine 1-Cent-Münze auf dem Boden und warf sie spassigerweise mal ... Auf der heutigen Präsidiumssitzung waren sich alle einig, dass wir versuchen werden beide Spieler zur DEM 2016 zu bringen, wenn sich an den Mehrkosten beide Vereine beteiligen. Das kann doch nur im Sinne der Spieler sein. Natürlich wäre eine Tie-Break-Partie auch ein Highlight gewesen, aber im Gespräch mit beiden Spielern wurde schnell klar, wie sehr sich beide über den Titel freuen und das Lachen auf dem Siegerfoto zeigt dies auch eindeutig. Übrigens haben wir auch 2015 zwei Berliner Teilnehmer an der Deutschen Einzelmeisterschaft mit GM René Stern als Berliner Meister 2014 und FM Dirk Paulsen als Deutschen Pokalsieger 2014.

Frank Hoppe am :

Abgesichert? Für welchen Fall denn? Für den Fall der Nichtanwendung?
Fakt ist: Wenn das Los sowieso nicht zur Anwendung kommt, gehört es erst gar nicht in das Regelwerk resp. Ausschreibung. Stattdessen wäre ein Satz besser "Besteht dann noch Wertungsgleichheit, erhalten die Betroffenen dieselbe Plazierung" oder so ähnlich.

Wieder einmal ein Fall, wo die Veranstalter ihre eigenen Regeln verletzen und während des Turniers oder vor der Siegerehrung neue Regeln erfinden. Prominentestes Beispiel in Deutschland war da das Frauen-GM-Turnier in Erfurt, wo sich der Veranstalter bei der Plazierung auch nicht mehr an die Ausschreibung hielt.

Max Mund am :

Wo ist denn das Problem? Wenn alle beteiligten gegen die Anwendung des losens waren ist das doch völlig legitim!
Falls nicht beide zur Deutschen fahren können kann man ja immernoch um den Startplatz (nicht den Meistertitel) losen.

Herbert Mayer am :

Ausschreibung ist Ausschreibung - da denke ich wie Frank. Sonst sind Willkürlichkeiten Tür und Tor geöffnet. Die Konsequenzen der Ausschreibung sollte man daher vorher bedenken und nicht wenn der Fall der Fälle eingetreten ist. Hält man das dadurch entstande Ergebnis nicht für gut, so kann die nächste Ausschreibung anders gestaltet werden.
Ungeachtet dessen, wie dieses "Glücks"-Spiel hier ausgeht, den beiden Punktersten gilt mein Glückwunsch und beiden ist natürlich eine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaft zu gönnen.

Felix Engers am :

Und selbst wenn durch so ein Vorgehen einer gewissen (!) Willkürlichkeit Tür und Tor geöffnet werden ist das nicht verwerflich. Vorliegend wurde durch dieses Vorgehen niemandem geschadet. Beide Berliner Meister scheinen mit der Lösung einverstanden und eine Ausschreibung ist schlicht nicht rechtlich bindend, wenn sich alle Beteiligten auf ein anders Vorgehen einigen.

Paul Meyer-Dunker am :

Wenn einer der beiden Spieler darauf bestanden hätte, das Los entscheiden zu lassen, würde ich zustimmen dass es wichtig gewesen wäre sich an die vor dem Turnier veröffentlichten Regularien zu halten und das Los entscheiden zu lassen. Wenn sich aber Veranstalter und Betroffene gemeinsam auf eine andere Verfahrensweise einigen konnten, sehe ich darin kein Problem. Warum ein Verfahren durchführen dass niemand will? Letztlich gilt es auch immer zu berücksichtigen was die beste Entscheidung im Sinne des Sports ist. Und da ist ein Losentscheid, erstrecht wenn ihn niemand will, sicherlich die schlechteste Lösung.

Herbert Mayer am :

- "Warum ein Verfahren durchführen dass niemand will?" Wenn es in die Ausschreibung geschrieben wurde, wollte es doch jemand (BSV).
- "Ausschreibung ist schlicht nicht rechtlich bindend, wenn sich alle Beteiligten auf ein anders Vorgehen einigen." Darüber (nicht rechtlich bindend) können sicher Juristen streiten. Nur: Wenn sich alle einigen?! Das führt letztlich alles ad absurdum. Denn: Man kann folglich in allen Ausschreibungen irgendwie irgendetwas ändern (von BZ bis Preisgelder), man braucht nur jemanden, der andere von seiner Meinung überzeugt oder ihnen diese aufzwingt.

Thomas Neuer am :

Ich finde diese Entscheidung wirklich ungeheuerlich!!
Vorab: Ich gönne beiden den Titel; das ist keine Frage. Ich kritisiere nur die Entscheidung.
Und selbstverständlich bin ich nicht dafür, dass die Fehlentscheidung zurückgenommen wird, um doch Los oder Stichkampf entscheiden zu lassen; dafür ist es zu spät.

Wenn ich mal kurz die Argument der Befürworter dieser Entscheidung zusammenfassen darf:
1. Beide Spieler waren damit einverstanden. (Andreas Rehfeldt)
2. Ein Los wäre nicht "gerecht" gewesen. (Andreas Rehfeldt)
3. Es wurde niemanden geschadet. (Felix Engers)
4. Eine Entscheidung war nicht notwendig. (Thomas Binder)
(5. Beide haben gleich gut gespielt. (Max Mund) - Das ist ja nun nicht wirklich ein Argument ...)

Zu 1.: Dass beide Spieler einverstanden sind, ist natürlich ein notwendiges (das sieht jeder ein), jedoch kein hinreichendes Kriterium für eine solche Entscheidung. Angenommen ein Stichkampf stünde als "Absicherung" in der Ausschreibung; wenn sich nun beide Spieler gegen einen Stichkampf aussprechen, kann offenbar die Turnierleitung zwei Meister verkünden. Die ganze Sache mit der Einigkeit kann man noch viel weiter spinnen, so dass es zu ganz abstrusen Entscheidungen kommen könnte. Daher ist dieses Argument meines Erachtens nach nicht haltbar.

Zu 2.: Natürlich hat bei einem Losentscheid einer das Nachsehen. Und schön ist das nicht, insbesondere weil es nichts mit der schachlichen Leistung zu tun hat. Aber warum steht es dann in der Ausschreibung??
Und: Wäre es nicht auch gerecht, wenn der Spieler Berliner Meister wird, der die beste Performance bietet? (Man kann sicherlich so argumentieren, aber es steht nicht in der Ausschreibung!)
Darf man in Zukunft bei einem Losentscheid beanstanden, dass dieser ja nicht gültig, da ungerecht, sei? Wohl kaum.

Zu 3.: Auf den ersten Blick mag das so aussehen, aber es ist schlicht falsch. Es trifft sicherlich auf die beiden Spieler zu, eben weil sie ja auch einverstanden waren. Sich über die Ausschreibung hinwegzusetzen, schadet aber dem Schach. Das sieht man hier schon in den Kommentaren.
Wem würde es eigentlich schaden, wenn jeder, der über 66% hat, zum Berliner Meister wird? Das ist doch einfach kein Kriterium.
Zudem könnte man argumentieren, dass allen anderen geschadet wird bzgl der Rangliste, in der es um die Anzahl der (Berliner-Meister-)Titel geht. Die Benachteiligung der einzelnen Schachfreunde ist sicher gering, aber der Faktor "alle anderen" ist hoch. Und es muss nur einer sagen, dass er sich benachteiligt fühlt, und das 3. Argument ist hinfällig.

Zu 4.: Vielleicht noch das stärkste Argument. Aber wer entscheidet über eine Notwendigkeit? Unter welchen Kriterien? Dennoch gilt auch hier: Laut Ausschreibung ist das einfach keine Frage, die sich stellt.

Ich kann nicht verstehen, wie ein so erfahrener Turnierleiter und Schiedsrichter wie Andreas Rehfeldt eine so krasse Fehlentscheidung treffen kann. Die Ausschreibung war/ist eindeutig. Wir reden hier nicht von einem Sonderfall, der durch die Ausschreibung nicht abgedeckt war oder ähnliches.
Un-fass-bar!!

Zum Schluss noch ein Ereignis, das etwas kurioser als ein Münzfund ist:
FM Robert Glantz ist neun Mal erfolgreich allen Nicht-Titelträgern (13 von 23 möglichen Gegnern) ausgewichen. Dabei 6/9 zu holen, muss doch schon fast für eine Norm reichen, oder?

Olaf Ritz am :

Ein wie schon so oft großes und großartiges BSV-Turnier (inkl. QT) ging über Ostern 2015 wieder einmal in Lichtenrade reibungslos über die Bühne. Danke an alle Funktionären, Organisatoren und ehrenamtlichen Helfer, die hierzu ihren Beitrag geleistet haben.

Detailverliebte Kritiker der hier diskutierten Einzelfall-Entscheidung sollten sich einmal überlegen, wo unser Hobby in Berlin stehen würde, wenn es solche ehrenamtlich engagierten Funktionäre wie z.B. den BSV-Spielleiter Andreas Rehfeldt nicht gäbe? Wir brauchen Funktionäre, die im Rahmen ihrer Funktion in der Sache auch einmal vernünftige Einzelfall-Entscheidungen treffen.

Die Berliner Meisterklasse 2015 hatte 24 Teilnehmer. Diese Aktiven (und sonst niemand!) wären berechtigte Kritiker oder ggf. Antragsteller gegen eine scheinbare Willkür oder das grobe Missachten der TO und/oder der Ausschreibung. Keiner dieser Aktiven hat sich bisher an dieser Stelle geäußert. Warum wohl?

Statt dessen ergab meine schnelle Spielersuche auf www.schachbund.de, dass Herr Thomas Neuer im SK Münster Schach spielt. Auch hat er keines seiner 98 DWZ-ausgewerteten jemals in Berlin gespielt. Sei es wie es sei, seinen Namen findet man im Unterschied zu einigen anderen die sich hier negativ über die Entscheidung unseres BSV-Spielleiters äußerten immerhin in der DWZ-Liste des DSB!

Max Mund am :

@Olaf: Es gibt auch Leute die sich positiv äußern und nicht in einem Schachverein gemeldet sind ;-).

Nochmal ein großes Lob an Andreas Rehfeldt für die menschliche Entscheidung!

Olaf Ritz am :

Zum Kommentar von "O. P. A.":

Es gibt einen Grund in der Geschichte dieser Homepage warum es hier heißt:

"Kommentare ohne Vor- und Zunamen werden gelöscht!"

Antwort von Frank Hoppe

Der Kommentar auf den sich Olaf bezieht, wurde deaktiviert.

Herbert Mayer am :

Die Diskussion droht nun ins Persönliche abzugleiten, vielleicht wäre es gut, sie zu beenden. Die Argumente des Für und Wider sind ausgetauscht. Sichtbar wurde klar, dass die Änderung der Ausschreibung sowohl auf Widerspruch stieß als auch Zustimmung fand (Das wäre vielleicht auch im umgekehrten Fall gewesen, wenn entsprechend der Ausschriebung agiert worden wäre, nach dem Motto "wie kann man das Los entscheiden lassen". Allen kann man es nie recht machen.) Ich denke, Andreas wird wohl in keiner Ausschreibung mehr das Losglück einarbeiten. Und es sei hier hervorgehoben: Eine Unzufriedenheit an einer einzelnen Entscheidung von ihm ist nicht gleichbedeutet mit einer Kritik an seiner Person, sein und aller Schachfunktionäre - ehrenamtliches - Engagement für unser Hobby verdient hohe Würdigung.

Frank Hoppe am :

@Olaf Ritz: Der Berliner Schachverband ist ein Sportverband, der seinen Sport wettkampfmäßig betreibt. Das ist auch mit ein Grund, weshalb der Schachsport Mitglied im DOSB sein darf und Fördergelder bekommt.
Und wie in jedem Sportwettkampf werden Regeln aufgestellt, deren Einhaltung die Voraussetzung dafür ist, daß so ein Wettkampf nicht in den Hobbybereich abgleitet. Womit wieder die Förderungswürdigkeit als Sportverband infrage gestellt wäre.

Zum gelöschten Kommentar: Der Autor warf Mariendorf eine unvollständige Klassenturnier-Ausschreibung vor. Die wäre dann bei meinem Verein Berolina noch unvollständiger. Das liegt daran, daß der SpA die Regelmacht durch mangelhafte Turnierordnungen (aus der Ära Möller) an die Vereine weiterdelegiert. Von daher ergibt sich ein Wildwuchs aus unterschiedlichen Klassenturnier-Gruppen, die eines Sportverbandes nicht mehr würdig ist.

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