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Kommentare

Kommentare

robert.rabiega am :

Für mich persönlich war Werner die Berliner Schachlegende schlechthin.Von ihm konnte auch ich sehr viel lernen.Ich hoffe er kann im Schachhimmel weiterhin seine Studien zelebrieren.Werner ich denke an dich mit viel Freude und Respekt!
Dein großer Bewunderer Robert

Wolfgang Thormann am :

Sein Enthusiasmus für unser Schachspiel war unübertroffen.
Unzählige Erlebnisse verbinden mich mit Werner.

Danke, Werner für viele schöne Stunden am und außerhalb
des Schachbrettes.

Wolfgang Thormann

Frank Zunder am :

Zweifellos ein Original, das in der Berliner Schachszene fehlen wird!
1981 gewann er übrigens die Deutsche Pokalmeisterschaft. Sicherlich überregional sein größter Erfolg.

Martina Skogvall am :

Ich lernte "Herrn Reichenbach" - wir blieben immer beim Sie - erst nach der Wende kennen. Ich durfte viel von ihm lernen, auch weil er bei aller Höflichkeit mit Wahrheiten nicht sparte. Ein ganz besonderer Mensch aus der Berliner Schachszene ist nicht mehr da. Ich bin traurig.

Helmut Flöel am :

Der SK Zehlendorf trauert mit. "Die" Berliner Schachlegende schlechthin wird uns fehlen. Deutscher Pokalsieger, mehrmaliger Berliner Meister, x-facher Berliner Pokalsieger und keine Frage, auch im Blitz- und Schnellschach war Werner gefürchtet.

Ich denke an ihn, wie er jetzt im Himmel mit den Engeln seiner Liebslingsbeschäftigung nachgeht. So manchen wird er Schach Matt setzen.

Werner, wir werden dich vermissen!

Unvergessen sind auch seine Geburtstage, wo er jedes Jahr seine Berliner Schachfreunde am 24. April in ein Restaurant eingeladen hat.

Robert Glantz am :

Ich hatte einige Male die Möglichkeit mich mit Werner zu unterhalten. Er war ein interessanter Mensch, stets gut gelaunt und mir sehr sympathisch. Lieber Werner, ich wünsche dir alles Gute im Schachhimmel! Robert

Maximilian Tyrtania am :

Schwer zu fassen, er wirkte bei unserer letzten Partie vor ein paar Monaten noch so vital. Scharfe Variante im Caro-Kann, natürlich kannte er sich viel besser aus. Stand schon verdächtig als er mir plötzlich remis anbot....Ich habe gegen keinen anderen Berliner so viele Partien gespielt wie gegen Werner (vielleicht mit Ausnahme von Peter Stippekohl), mindestens 8 oder 9, mehr als 4 oder 5 Remisen werd ich wohl nicht bekommen haben, und die auch nur weil er mit den Jahren friedfertiger wurde und beim geringsten Anzeichen von Gegenspiel Remis anbot. Er war positionell wahnsinnig gut. Irgendwie erinnerte er mich immer an Kortschnoi, ein Leben für das Schach. Er wird mir sehr fehlen...

Andreas Rehfeldt am :

Lieber Werner, mach et jut. Du bleibst unvergessen. Jetzt kannste mit Götz George und Bud Spencer ein paar schöne Skat-Runden kloppen.

René Schildt am :

Berlin hat einen seiner gößten und leidenschaftlichsten Verfechter des königlichen Spiels verloren. Werner Reichenbach, stets akkurat gekleidet, charmant zu den Frauen und manchmal ruppig zu seinesgleichen, aber immer mit Esprit. Eckig und mit Kanten und doch liebenswert. Ich habe Werner sehr gemocht und habe so einiges von ihm gelernt. Er war ein Unikat, eine Persönlichkeit, ein wahrer Schachkünstler. Ich werde ihn sehr vermissen und sein Andenken in Ehren halten. Ruhe in Frieden Werner!

Drazen Muse am :

Eine Schachlegende ist gegangen, aber er wird immer in Erinnerung bleiben als großartiger Schachspieler...

Olaf Ritz am :

Werner Reichenbach war eine ganz große Berliner Schach-Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, aber vor allem ein großer Könner am Brett. Den Vergleich, den Maximilian zu Kortschnoi gezogen hat, finde ich sehr gelungen. Er war der quasi der Berlin-Brandenburger Kortschnoi. Ruhe in Frieden!

Craig Pritchett am :

Auch fuer diesen alten schottischen gelegentlich mit Werner bei SK Zehlendorf Mannschaftskamerad eine traurige Nachricht. Er hat das Schachspiel einfach geliebt, spielte sehr stark, ich kann leider nicht mehr mit ihm ab und zu blitzen.

Christian Maier am :

Das erfüllt mich mit grosser Traurigkeit, Werner hat mir vom Tag unseres Kennenlernens in Lugano 1982 (Maier - Reichenbach 0-1) bis zu unserem letzten Zusammentreffen beim Schnellschach vor einigen Jahren in Berlin immer noch schachlich was beibringen können. Ein feiner Mensch und vor allem ein Original, wie sie immer seltener werden. Mach's gut, Werner !

Arno Nickel am :

1969, bei der Vorrunde zur Deutschen Mannschaftsjugendmeisterschaft, tauchte mittags im "Max & Moritz", Oranienburger Straße, unten an der Theke ein schneidiger Herr im grünen Samtjackett auf, der sofort das ganze Lokal mit seinem Auftreten in den Bann zog und den jeder zu kennen schien. Die neuesten Schachnachrichten, der neueste Tratsch wechselte genauso schnell zwischen den Zusammenstehenden wie die Gläser mit Molle und Korn. Das also ist Berlin... schwante mir, der ich aus der nördlichsten deutschen Provinz kam.
Ich ahnte nicht, dass mich später noch viele gemeinsame Erlebnisse, vor allem aber Gespräche und Stellungsanalysen - zumeist in eben solchen Lokalitäten, auf Reisen, bei Mannschaftskämpfen und wo auch immer mit dem "großen Reichenbach", wie er sich selbst gern scherzhaft titulierte, verbinden sollten.
Die letzten Jahre wurden leider zunehmend bitterer nach dem Tod seiner Christiane (Thal), die ihm im Alltag viel Halt zu geben wusste. Noch bitterer wurde es durch seinen furchtbaren Sturz vor einem halben Jahr, von dem er sich - trotz allen Hoffens seiner Schachfreunde - nicht mehr wirklich erholen konnte.
Mit Werner ist ein reiches Kapitel Berliner Schachgeschichte zu Ende gegangen. Nichts kann mehr davon zeugen als die vielen liebenswerten Erinnerungen hier, mit denen man wohl, wenn wirklich alle schrieben, die ihn kannten, ein ganzes Buch füllen könnte. - Werner, wir werden Dich nie vergessen!

Arno Nickel am :

Kleine Korrektur:
Es war natürlich die Oranienstraße in Kreuzberg und nicht jene ähnlich klingende in Berlin-Mitte....

Kai-Uwe Melchert am :

...mir fehlen die Worte und Traurigkeit hat mich erfasst!
Ein-, zweimal im Jahr war er bei uns zu Gast. Gern gesehen, immer freundlich und charmant, nicht selten auch wenig wuselig, gab er Anekdoten und sein Schachwissen preis.

Mario Ahlberg am :

Im Namen meines Vaters Günter Ahlberg:
Mein alter Freund Werner war für mich eine der größten Schachbegabungen im Nachkriegs-Deutschland - vergleichbar mit Unzicker und Uhlmann. Was wäre wohl aus ihm geworden, wenn er einen guten Trainer und Berater gehabt hätte?

Ergänzung von mir: Mein Vater hat oft an den größten Erfolg der SG Weißensee erinnert: Der Sieg in den Aufstiegskämpfen gegen Dresden (4,5:3,5 und 4:4) und damit der Aufstieg in die höchsten DDR-Spielklasse. Dabei gewann die entscheidende Partie am ersten Brett gegen Wolfgang Uhlmann unser Werner Reichenbach.

Brigitte Große-Honebrink am :

Ein Original, wie es nur ganz wenige gibt, lebt nicht mehr. Mich macht das sehr traurig.
Mir ging es auch wie Arno - Werner war einer der ersten Schachspieler, auf die ich in Berlin traf, als ich anfing Schach zu spielen. Mich faszinierten sein Auftreten und seine flotten Sprüche. Ich dachte: So sind also Schachspieler! Was sich zwar als Irrtum erwies, aber mein Interesse für Schach hatte er auf jeden Fall mit geweckt.
Eine Legende war Werner auch deswegen, weil er inzwischen wohl fast der einzige war, der das Berliner Schach in den 50er-Jahren erlebt hatte. So traf er regelmäßig Kurt Richter im täglich geöffneten Café Wöller (Yorckstr./Mehringdamm, 1. Etage), das einige Zeit als Vereinslokal des SC Kreuzberg diente. Dort erledigte Richter seine Korrekturen für die Deutschen Schachblätter. In den Pausen spielte er häufig Blitzpartien mit Werner Reichenbach. In unserem Verein spielte Werner in den 60er-Jahren zusammen mit Rudolf Elstner - in den Akten habe ich den Begriff "Sektion Ost" gelesen.
Näher kennen gelernt habe ich Werner aber erst vor mehreren Jahren. Und obwohl seine Lebensfreude durch den Tod seiner Lebensgefährtin getrübt war, hatte er sich immer noch seine freundliche, wache Art und Jugendlichkeit bewahrt. Ich werde ihn in guter Erinnerung behalten.

Ferdinand Schulte-Bockholt am :

Ich bin nur ein mal in den Genuss gekommen das Herr Reichenbach eine Partie mit mir analysierte. Es fielen Tiernamen von "Käfer" bis "Bulle". Unvergesslich! Ein echter Charakter!

Fabian Jahnz am :

Ich bin sehr traurig, dass diese Legende von uns gegangen ist! Er hat in meinen Augen jedes Schachturnier durch seine besondere Art und sein wirklich beeindruckendes Schachwissen bereichert und wird sehr fehlen. Es war mir eine Ehre, Sie kennengelernt zu haben, lieber Herr Reichenbach!

Jan-Daniel Wierzbicki am :

Ein echter Meister der alten Schule und Ikone des Berliner Schachlebens ist gegangen. Ein langes und sehr erfolgreiches Leben geprägt von bedingungsloser Liebe zum Schachspiel; wahrlich unser "Berliner Kortschnoi", unnachahmlich und unvergesslich. Ich bin stolz und froh ihn gekannt und noch gegen ihn gespielt haben zu dürfen; ebenso mein Sohn Jirawat.

Ohne jeden Zweifel: Ein ganz GROSSER ist nicht mehr !!!

Günter Zimnol am :

Name: Werner Reichenbach
Synonym für „Gutes Schach“
Alter: Jahrgang „Neunzehnhundertsechsunddreißig“
Synonym für „fleißig“

Beruf: Schriftsetzergeselle
Synonym für „helle“
Einer aus der Zunft vom ollen Gutenberg,
Der Poet (ich), nur „Schachzwerg“

Mit 19 Jahren zum Gesellen „gegautscht,
Der Kopf wurde in kaltes Wasser gestaucht,
Ein alter Zunft-Brauch für „Fehler-Reinwaschung,
Eine Reifeprüfung fürs Leben und diverse Überraschung

Werner war ein fröhlicher Geselle
Und für seine Freunde war er stets zur Stelle
Beruf und Schach wurden sein Lebenselixier
Sein Motto“: Lebenslauf ick erwarte dir!“

Stets liebte er das freie Wort
Als freier Mensch, am freien Ort,
Die Obrigkeit in der sogenannten DDDR
Sperrte ihn 1966 ein, denn denen missfiel dieses sehr

Aber Werner konnte man nicht umbiegen
Letztlich tat er dann doch obsiegen
1969 durfte er rüber nach West-Berlin
Jedoch auch hier wurde es nicht leicht für ihn.

Die „verlorenen Jahre“ in der DDDR
Die prägten sein Wesen und Leben doch sehr.
Zwar gab es im Schach viele Erfolge, Titel und Ehr,
aber der Geldbeutel blieb trotzdem meist leer

Viele Jahre lehrte er in der Bienenstation „Schach“
der große Meister Reichenbach!
Es wünschten sich seine Schüler:
„Ach, wären wir doch auch solch ein Spieler!“

Jetzt kreuzt im Jenseits er die Klingen,
und seine Gegner können meist das Loblied nur singen:
„Ja, ja der große Reichenbach,
der spielt das allerbeste Schach!“

gérard montavon am :

Nach Monaten erfahre ich jetzt erst von dem Ableben unseres lieben Werner. Hab gehofft, daß ich ihn bei meinem nächsten Berliner Besuch wieder mal sehe, denn er gehörte immer zu diesem Kreis von Bekannten, die ich besuchte bei meinen Berliner Aufenthalten.

Werner war in meinen Augen der begabteste Schachspieler Berlins. Ich bin überzeugtm daß er es viel weiter noch hätte bringen können als sein schon ohnehin beachtliches Niveau, wenn das Schicksal noch mehr von der Partie gewesen wäre. Es gibt nicht viele wie ihn, die Schach wirklich liebten und für Schach gelebt haben.
Mit ihm, wie mit Tschawdar Kostow – unser lieber Tschawdar möge auch in Ruh weilen - konnte man Schachpartien, egal, ob die gewonnen oder verloren waren, bis „zum Tode“, im wahrsten Sinne des Wortes, analysieren, um des Schachs willen halt, und das zeichete in meinen Augen immer wieder die WAHREN Schachspieler aus.
Ich bereue es heute immer noch sehr, daß ich nicht genügend Zeit und Muße hatte, mit ihm noch mehr um die Häuser zu ziehen. Werner erinnert mich immer an ein Stück Geschichte Berlins und Deutschlands, das ihn gemacht hat.
Seine z. Teil spektakulären Auftritte habe ich nie als Posen empfunden, wie es bei manchem Schacher der Fall ist, sondern als eine leidenschaftliche Premiere vor dem großen Auftritt, nach all den Wiedeholungen/Vorbereitungen.
Lieber Werner, das Leben fängt es jetzt an da oben. Möge dir der liebe Gott genehm sein.
Leb wohl, Werner!

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