Thomas Kasper (1983-2023)

Thomas Kasper

Mit Bestürzung habe ich im Mai dieses Jahres erfahren müssen, dass ein ehemaliger Schüler von mir, Thomas Kasper, viel zu früh, noch vor seinem 40. Geburtstag von uns gegangen ist.

Thomas war in der Schach AG an der Grundschule Am Tegelschen Ort, die ich damals neben meinem Studium betreute. Er war, ebenso wie auch sein Bruder Andreas, mit unheimlich viel Interesse und Engagement dabei. Es war mir schon früh bewusst, dass es ihn zum Schachverein ziehen wird. Er ging zum Schachklub König Tegel, wo er erst über die Gruppe Manfred Rausch in die Trainingsgruppe von Frank Jähnisch kam. Hier wurde ein Team gebildet, dass über Jahre auf norddeutscher und deutscher Ebene Maßstäbe setzen sollte: Fabian Grätz, Maxim Schargorodskij, Matthias Thiele und eben Thomas Kasper. Das Team wurde mehrfach Norddeutscher Meister und erreichte regelmäßig vordere Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften. Auch in der Jugendbundesliga gehörte Thomas über viele Jahre zum Stamm der erfolgreichen Tegeler Mannschaft. Thomas war auch dabei, als König Tegel das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung erhalten hat. Gerne erinnere ich mich an sehr lebhafte Trainingsabende mit Thomas und Andreas bei Familie Kasper in Tegelort.

Auch wenn es natürlich nach der Jugend durch Studium und Beruf etwas ruhiger um ihn wurde, war Thomas immer als motivierter Spieler in verschiedenen Tegeler Mannschaften in der BMM im Einsatz. Er wusste seine zuvor in den Jahren gesammelte Erfahrung zu konservieren und konnte oft den BMM-Sonntag mit einem Erfolg abschließen. Und er gab auch einiges dem Schach zurück: als Jugendwart kümmerte er sich um die Jugend, den Nachwuchs, der neu in den Verein kam. Er übernahm neben seinem Studium ebenfalls die Schach AG an seiner ehemaligen Grundschule. Schon das zeigt, dass er dem Schach durch sein Engagement seinen Dank erwies und dass er zum Schach ein besonderes Verhältnis hatte. Hierfür müssen wir, nicht nur sein Verein, dankbar sein. Diesen Schritt vom Jugendspieler zum Vereinsspieler, der sich auch ehrenamtlich für Schach engagiert, bewundere ich und schätze ihn sehr hoch ein.

Mein aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie, seinen Eltern (sein Vater Axel kam durch seine Söhne zum Schach und spielt weiterhin engagiert bei König Tegel) und seinem Verein.

Ruhe in Frieden, lieber Thomas.

Carsten Schmidt

Bearbeiter: Carsten Schmidt | | Archiv: Verein SK König Tegel | ID: 22482

Kategorie: Personalien

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