Resümee 1. Berlin Mitte Neujahrs - Schachfestival

"Das fängt ja gut an!"
mit diesen Worten wurde, das 1. Berlin- Mitte Schachfestival im Casino des Poststadions eröffnet.
Und das war ehrlich gemeint, denn die Berliner Schachvereine SSV Rotation Berlin e.V., SV Turbine Berlin e.V. und der Kultur- und Sportverein Berlin e. V. hatten sich zusammen getan, und vom 2. bis 5. Januar eine Veranstaltung organisiert, die in vielerlei Hinsicht bemerkenswert war.

Freundliche Worte zum Gelingen fand der Bezirksbürgermeister von Berlin – Mitte, Herr Stephan von Dassel in seiner Grußbotschaft.
Insgesamt trugen sich 106 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Startlisten des Open-, Rapid- und Blitzwettbewerbes ein.
Schachfreunde aus Japan, Brasilien, Luxemburg, Italien, sowie aus Oldenburg, Hamburg, Bremen, Essen, Halle, Erfurt, Aue und den Berliner Vereinen fanden den Weg in das Casino des Poststadions.
Beim Open traten 34 Teilnehmer an, davon 2 IM und 2 FM.
Insgesamt ergab sich eine Durchschnitts TWZ über 1910.

1. bis 3.Sieger wurden die IM Tobias Jugelt (ELO 2405, SK Bremen- Nord), der Berliner Meister FM Johannes Florstedt (ELO 2364, SF 1903 Berlin) sowie IM Steve Berger (ELO 2410, SW Lichtenrade), die alle 4 Punkte erspielten, wie die auf dem geteilten vierten Platz einlaufenden Gedeon Hartge (ELO 2239, USV Halle) und FM Christian Syre (ELO 2182, SV Turbine Berlin).

Beim Rapidturnier wurde ein TWZ Durchschnittswert von 1950 erreicht, der Blitzwettbewerb kam mit 34 Teilnehmern gar auf einen Durchschnittswert über 2000! Diese beiden stark besetzten Turniere konnte IM Steve Berger für sich entscheiden.

Alle Turniere wurden DWZ/ELO ausgewertet.

Von der ersten bis (fast) zu letzten Minute wurde ein abwechslungsreiches Büfett angeboten.

Der Präsident des Bezirkssportbundes Berlin – Mitte, RA Thomas Meyer, fand zum Abschluss bewegende Worte und dankte nicht nur den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Kommen, sondern auch den fleißigen Helfern, Schiedsrichtern und Organisatoren, ohne die diese gut organisierte Veranstaltung nicht möglich war.
Hervorzuheben ist der Preisfonds von 4.215 €, zu dem die Kanzlei Grawert und Thomas Meyer nicht unerheblich beitrugen, sowie die zahlreichen Sachpreise.

Die Veranstalter werden im kommenden Jahr zum 2. Berlin-Mitte Schachfestival einladen und freuen sich auf eine noch größere Teilnehmerzahl.

Frank Vogt



Für alle interessierten Schachfreunde der Link: uni-schach-berlin.de/berlin-mitte-open

Bearbeiter: | | Archiv: Verein SSV Rotation | ID: 6114

Kategorie: Turniere

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Kommentare

Kommentare

Jan-Daniel Wierzbicki am :

Es ist immer sehr gut, wenn in Berlin neue Turniere ins Leben gerufen werden, dies tut unserer Schachszene gut!

Einziger Kritikpunkt: Die Ergebnisse, Tabellen usw. sind extrem unübersichtlich gestaltet. Im 21. Jahrhundert sollte dies doch eigentlich ohne Probleme auf einem Niveau von "Chessresults" oder ähnlichem möglich sein . . .

Heinz Uhl am :

Ich schließe mich meinem Vorredner vollumfänglich an:

Bis auf den genannten einzigen Kritikpunkt eine rundum gelungene Veranstaltung. Vielen Dank dafür an alle, die das ermöglicht haben!

Christian Syré am :

Vielen Dank an die Ausrichter und Sponsoren!
Für ein neues Turnier war es sehr, sehr gut.
Soviel Herzblut der Organisatoren und Sponsoren – beispielhaft.
Drei Turniere (Klassisch, Rapid, Blitz) liefen reibungslos, Top-Preisfond, Räumlichkeit prima, Versorgung zum Selbstkostenpreis ist nicht zu toppen.

Die Rundenergebnisse und Tabellen sind m.E. im Laptop von Hauptschiedsrichter Martin Sebastian, warum nicht auf der Homepage?
Ich hoffe, das passiert noch?!

Beispielhaft für mich ist die Homepage vom Lichtenberger Sommer. Dort sogar mit Partien aller (!) Teilnehmer.
Im nächsten Jahr soll das Neujahrsturnier noch größer werden. Ich wünsche den Organisatoren viel Erfolg!

Werner Berger am :

Eine Bedenkzeitregelung "90 min + 30 Sekunden pro Zug" würde ich nicht als "klassisch" bezeichnen.

Christian Syré am :

@Werner Berger
Glücklich mit der Bedenkzeitregelung bin ich auch nicht. Hat man keine Zeit aufsparen können, geht es nach der Zeitkontrolle quasi im Rapid-Modus weiter, also 30 Sekunden pro Zug.

Für eine ELO-Auswertung sind "mindestens 2 Stunden Bedenkzeit pro Spieler insgesamt für eine Partie" erforderlich.
"Wenn ein Bonus pro Zug gutschrieben wird, wird bei der Berechnung der Bedenkzeit für die gesamte Partie davon ausgegangen, dass die Partie 60 Züge dauert."
https://www.schachbund.de/turnierhinweise.html

Bei o.g. Bedenkzeit kommt man nach 60 Zügen auf
90 min. + 60*0,5 min. = 120 min., erfüllt also genau die Mindestvoraussetzung der FIDE für eine ELO-Auswertung.
.
Angeblich sollen weltweit 80% aller Turniere diese Bedenkzeit haben für klassische Partien.
Und das 1. Berlin Open vom 1.-4.8.2019 hatte es schon praktiziert.

Hannes Langrock am :

Insgesamt ein schönes Turnier, vielen Dank an alle Organisatoren. Wir werden aus Aue (bzw. Leipzig) sicherlich wiederkommen.

Ein Verbesserungsvorschlag: Schnellschach und Blitz könnte man direkt hintereinander auf Samstag und Sonntag legen (statt Freitag und Sonntag). Dann könnten auswärtige Spieler, die nur die schnellen Disziplinen spielen möchten, von Samstag auf Sonntag in Berlin übernachten. Und generell findet ein Schnellturnier am Samstag wahrscheinlich mehr Zuspruch als am Freitag.

 

Markus Wörz am :

Ein sehr schönes Turnier und eine Bereicherung für die Berliner Schachszene. Herzlichen Dank an die Organisatoren.

Thomas Meyer am :

Wo fängt man an, wo hört man auf? Ich erlaube mir einen (sehr) persönlichen Bericht.

Es gibt drei kleinere Vereine und die haben eine Idee, die Wirklichkeit werden sollte. Rotation Berlin, Turbine Berlin und Kultur- und Sportverein Berlin entschließen sich ein Neujahrsturnier zu veranstalten. Die Protagonisten sind Stefan Weigel, Frank Vogt und Martin Sebastian. Der Termin gewagt, zeitgleich gibt es die Deutsche Amateurmeisterschaft in Potsdam. Und dort soll ein Teilnehmerrekord gebrochen werden. Und dennoch startet ein Turnier, das zum Berliner Schachleben gehören wird. ( An dieser Stelle darf ich gestehen, dass ich ein wenig ins Schwitzen kam, da die Protagonisten drei Turniere aus der Taufe hoben und die Preisgelder ambitioniert waren )😳

Gemacht, getan. Die Anmeldungen liefen schwerlich an, es war ein Bangen und Hoffen, wobei unser erstes Aushängeschild Steve Berger treu zur Seite stand. Ich erlaube mir zu berichten, dass jede(r) Teilnehmer(in), der/die sich anmeldete mit Wonne aufgenommen worden ist. Es ist ja sehr mutig sich aus Italien, Brasilien , Japan, Luxemburg und aus der Republik anzumelden, dem Turnier gewogen zu bleiben, wenn die Teilnehmerzahl anfangs sehr gering ist. Die eine oder andere Schweißperle hat es gegeben. Eine Absage kam allerdings nie in Frage.

Das Turnier startet und es ist ein kleines, aber feines Teilnehmerfeld. Neben Steve Berger kommen zu den unterschiedlichen Turnieren die IM Tobias Jugelt aus Bremen, Hannes Langrock und Gunter Spieß, die FM Johannes Florstedt, Ulrich Schwekendiek, Martina Skogvall, Dirk Paulsen und Christian Syre ( lieber Christian, zwei Remis gegen die IM Berger und Jugelt im Open ✌️).

Dieses Turnier macht aber nicht nur die Titelträger aus, sondern alle Mitspielenden. Wenn ich Ralf Schnabel, Günter Idaczek, Paul Oliver Kranz, Sana Fock und Gedeon Hartge wie Jonas Eilenberg namentlich erwähne, so mögen es mir Horie Takahiro, Arevalo Ricardo, Nico Daubenfeld und alle anderen Schachspielende verzeihen. Die Danksagungen folgen gleich 😉

Thomas Meyer am :

Die Danksagungen (wieder sehr persönlich, die Reihenfolge hat keine Bedeutung):

1. Stefan, Martin und Frank für Euren Mut, Beharrlichkeit und Optimismus.

2. Yves, als Schiri neben Martin und Stefan. Unauffällig, gut.

3. Christiana und Ute für vier Tage in der dunklen Küche, Christiana musste länger aushalten.

4. Volkmar Schlender, der sich für jedes Turnier bereit hielt ( bei jeder ungeraden Zahl von Teilnehmern machte er uns (sich) „gerade“.

5. Dem Bezirksamt Mitte für die tollen Räumlichkeiten.

6. Steve Berger für seine Wahrhaftig- und Lockerheit

7. Heinz Uhl für einen unübertrefflichen Geburtstagskuchen und gute Gespräche, Du Blitzer

8. Martina Skogvall für den charmantesten Torre Angriff

9. Paul Meyer Dunker für seine gute Art, die uns so viel Energie gegeben hat.

10. Ralf Schnabel, Dirk Paulen und Günter Idazcek stellvertretend für den Sportgeist aller Teilnehmenden.

11. Unseren Freunden von Zugzwang, auf die Verlass ist, die Material zur Verfügung stellen und so solidarisch sind, wie es nicht nur im Schachsport sein sollte.

12. Meinen Präsidiumsmitgliedern des Bezirkssportbundes Mitte, die das Turnier mit unterstützt haben.

14. Meinen Partnerinnen und Partnern der Kanzlei Grawert, die das noble Preisgeld mit finanziert haben, allen voran Frank Boermann, der wie ich, bei dem tollen Verein Rotation Berlin spielen darf.

Auf ein Neues

Thomas Meyer am :

Die Danksagungen (wieder sehr persönlich, die Reihenfolge hat keine Bedeutung):

1. Stefan, Martin und Frank für Euren Mut, Beharrlichkeit und Optimismus.

2. Yves, als Schiri neben Martin und Stefan. Unauffällig, gut.

3. Christiana und Ute für vier Tage in der dunklen Küche, Christiana musste länger aushalten.

4. Volkmar Schlender, der sich für jedes Turnier bereit hielt ( bei jeder ungeraden Zahl von Teilnehmern machte er uns (sich) „gerade“.

5. Dem Bezirksamt Mitte für die tollen Räumlichkeiten.

6. Steve Berger für seine Wahrhaftig- und Lockerheit

7. Heinz Uhl für einen unübertrefflichen Geburtstagskuchen und gute Gespräche, Du Blitzer

8. Martina Skogvall für den charmantesten Torre Angriff

9. Paul Meyer Dunker für seine gute Art, die uns so viel Energie gegeben hat.

10. Ralf Schnabel, Dirk Paulen und Günter Idazcek stellvertretend für den Sportgeist aller Teilnehmenden.

11. Unseren Freunden von Zugzwang, auf die Verlass ist, die Material zur Verfügung stellen und so solidarisch sind, wie es nicht nur im Schachsport sein sollte.

12. Meinen Präsidiumsmitgliedern des Bezirkssportbundes Mitte, die das Turnier mit unterstützt haben.

14. Meinen Partnerinnen und Partnern der Kanzlei Grawert, die das noble Preisgeld mit finanziert haben, allen voran Frank Boermann, der wie ich, bei dem tollen Verein Rotation Berlin spielen darf.

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