Bernd Daverkausen fünfter Neujahrs-Sieger in Mariendorf

Sascha Sarre
Turniersieger Bernd Daverkausen

Erstmals teilgenommen und gleich das Turnier gewonnen. Zum Mariendorfer Neujahrsturnier und zu Beginn des von der FIDE ausgerufenen Lasker-Jahres gewann ein Spieler von Lasker. Allerdings von Lasker Köln! Bereits zum fünften Mal traf man sich und beging das Neue Jahr in der netten und geselligen Atmosphäre des Tempelhofer SV Mariendorf. Und zum fünften Mal gewann ein Neuling das Turnier: in diesem Jahr Bernd Daverkausen, ehemaliger Spieler der ersten Mannschaft von Berolina Mitte und vom SC Zugzwang. 

Mit herzlichen Grüßen zum Neuen Jahr begrüßte der Abteilungsleiter Olaf Ritz die Anwesenden, was der Präsident des BSV, Carsten Schmidt, gerne zurückgab und dem Verein zum fünfjährigen Jubiläum gratulierte. Und zum neuerlichen Teilnehmerrekord mit 42 Spielerinnen und Spielern. Der hochrangige Berliner Schiedsrichter Bernhard Riess, einer der Mitbegründer der Schachabteilung, leitete ein entspanntes Turnier über gerade fünf Runden Schweizer System in freundschaftlicher Atmosphäre bei leckeren Snacks und Getränken. 

Diesmal waren neben dem einzigen FM Dirk Maxion und einem der Turniersieger vergangener Turniere Clemens Escher mit Matthias Schöwel und Bernd Daverkausen u.a. zwei spielstarke Neulinge am Start. Beide gewannen die ersten zwei Runden, bis der an 1 gesetzte, kurzfristig ins Turnier geratene Matthias Schöwel unglücklich gegen Carsten Schmidt verlor. In der folgenden Runde konnte Bernd Daverkausen den BSV-Präsidenten dann aber relativ problemlos bezwingen. So gab es zur Schlussrunde noch drei Spieler mit weißer Weste. Die ehemalige Trainerin des Vereins und Oberliga-Spielerin der Schachfreunde Berlin, WFM Martina Skogvall spielte an 1 gegen Bernd Daverkausen, und Thomas Glatthor, ebenfalls mit 4 Punkten, musste an 2 mit Schwarz gegen Alina Rath ran, die allerdings zuvor schon eine Partie verlor. Hinter den beiden Paarungen an den ersten Brettern hofften einige Spieler noch auf Ausrutscher. Am ersten Brett jedoch trennten sich die beiden Unbezwungenen Remis, nachdem an Brett 2 Thomas Glatthor verlor. So konnten Matthias Schöwel und Carsten Schmidt ihn noch mit nicht unbedingt überzeugenden Siegen überholen.

Eine Besonderheit des Turniers ist die Siegerehrung, die fast nur mit Sachpreisspenden von eigenen Mitgliedern durchgeführt wird. Auch hier spürt man die Herzlichkeit, die wie in jedem Jahr das Neujahrsturnier bestimmt und auf die der Verein berechtigt stolz sein kann. Vor den Preisträgern dankte Abteilungsleiter Olaf der guten Seele Kerstin für die gute Verpflegung seiner Gäste.

Neben den Hauptpreisträgern konnte Roman Matzkowiak vom gastgebenden Verein die DWZ-Ratinggruppe u1900 gewinnen, nachdem er mit 3/3 startete, dann aber in Thomas Glatthor und Matthias Schöwel seine Meister fand. Die DWZ-Gruppe u1550 gewann mit ebenfalls 3 Punkten auch aus Mariendorf Mark Dörbandt. Ein wenig entschädigt für die unglückliche letzte Runde wurde Thomas Glatthor als Gewinner der Seniorenwertung. Die Frauenwertung, eigentlich bei der Spielstärke der Frauen in dem Turnier fast unnötig, gewann Alina Rath. Übrigens gewann der Ehrenpräsident des Berliner Schachverbandes und Rekordteilnehmer, Gerhard Mietzelfeldt, noch einen ü70-Seniorenpreis und kündigte schon jetzt die Teilnahme im kommenden Jahr an.

Ein kleiner Sonderpreis des Präsidenten wurde an den erfolgreichsten Spieler des Gastgeber-Vereins vergeben: Olaf Ritz gewann eine Eintrittskarte zum Kandidatenturnier im März 2018 in Berlin.

Mehr Tabellen und Bilder finden sich auf der Webseite des Tempelhofer SV Mariendorf.

In Vorfreude auf das nächste Turnier der Mariendorfer, vielleicht noch in diesem Jahr, ansonsten zum ersten Mittwoch in 2019 werden einige Teilnehmer sich sicher den Termin blocken und jederzeit gerne wieder in Mariendorf Schach spielen. Ich auf jeden Fall!

Bearbeiter: | | Archiv: BSV-Nachrichten | ID: 2947

Kategorie: Aus den Vereinen

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