Berliner S-Bahn behindert Schnellschach-Meisterschaften
Frühling, Sommer, Herbst und Winter – die klassischen Erzfeinde der Deutschen Bahn – haben Verstärkung bekommen: Personal. Beziehungsweise der Mangel daran.
Seit Tagen macht die Berliner S-Bahn morgens im Südosten einfach mal blau – nicht aus Protest, sondern weil schlicht niemand da ist, der die Stellwerke besetzen kann. Man könnte meinen, die S-Bahn spielt „Reise nach Jerusalem“ – aber mit Fahrgästen, die keinen Platz finden. Ein dreifach Hoch auf den ÖPNV! Also… Hoch wie in: „Hoch lebe Plan B.“
Den Sarkasmus kurz zur Seite geschoben: Auch am Sonntag ist mit solchen Beeinträchtigungen zu rechnen. Deshalb ist Improvisationstalent gefragt. S Karlshorst, U Tierpark, S Köpenick dann weiter mit der Straßenbahn. Wer nicht vor einem kleinen Spaziergang zurückschreckt (ca. 2 km), kann auch am S Wuhlheide aussteigen und sich durch den Park des FEZ schlagen. Natur trifft Nahverkehrsausfall – ein Berliner Klassiker.
Ich persönlich? Ich setze aufs Auto. Nicht aus Verzweiflung sondern aus Überzeugung. Parkplätze sind vorhanden.
Kai-Uwe Melchert
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Kategorie: Spielausschuß