Zum vierten Mal nahm er teil, zum vierten Mal setzte er sich durch: Alexander Graf. Der Fünfte der deutschen Elo-Rangliste und Ex-Nationalspieler hat den Lichtenrader Herbst im Oktober in Berlin seit 2008 fest in seinem Terminplan verewigt. Nach zwei Kurzremisen gegen die GM-Kollegen Sergej Kalinitschew und Henrik Teske und acht sieben, teils schwer erkämpften Siegen stand der gebürtige Usbeke wieder mal auf Platz 1.
189 Teilnehmer zählte das mit dem in Berlin höchsten Preisfonds (8.000 €) ausgestattete Turnier. Geleitet wurde es vom bayerischen Schiedsrichter Wolfgang Fiedler, der noch ein paar Turniere benötigt, um vom FIDE-Schiedsrichter zum Internationalen Schiedsrichter aufzusteigen. Der Lichtenrader Herbst als Karrieremacher.
Relativ souverän setzte sich Christian Lindemann (Foto, SW Neukölln) beim sonnabendlichen Blitzturnier des Lichtenrader Herbstes durch. Platz 2 ging an den Präsidenten des Berliner Schachverbandes, Carsten Schmidt. Der betonte danach immer wieder, daß er eigentlich kein Blitzer sei. Trotzdem distanzierte er gut ein halbes Dutzend besser einzuschätzende Spieler. CM Fabian Gallien und Clemens Escher belegten die folgenden Plätze und bekamen noch etwas vom Preisgeldkuchen ab - das Startgeld von 5 Euro wurde komplett wiederausgeschüttet.
Die Ratingpreise unter 2000 gingen an Marko Perestjuk und Joel Mittelstädt.
Während sich in Mülheim an der Ruhr die Schachelite der deutschen und internationalen Szene beim zentralen Auftakt der Bundesliga trifft, hat es einige andere Meister an die Spree zum Lichtenrader Herbst verschlagen. Wie zum Beispiel die Großmeister Alexander Graf und Henrik Teske (Foto). Während Graf erst am nächsten Wochenende für Plauen in der zweiten Liga aktiv ist, ließ der Remagener Bundesligaspieler Teske Mülheim sausen und spielt stattdessen in Berlin mit. Heute spielten die Beiden gegeneinander und trennten sich schnell Remis. Graf war danach schnell verschwunden, während sich Teske im Foyer hinter seinen Laptop klemmte und seinem "Drittjob" nachging, wie er sagte.
Kristian Dimitrijeski nimmt dem GM-Quartett einen halben Punkt ab
Veröffentlicht von Frank Binding am
Von über 350 Punkten DWZ-Unterschied war in der Partie am zweiten Brett zwischen Kristian Dimitrijeski (Foto) und GM Henrik Teske (SC Remagen) wenig zu spüren. Der Großmeister wich bereits im sechsten Zug von der bekannten Theorie der Keres-Verteidigung ab und kämpfte danach erfolglos mit Schwarz um Ausgleich. Nach 22 Zügen bot er - leicht in die Defensive gedrängt - den Friedensschluß an. Der Berliner nahm das Angebot sicher gern an, meinte aber auch, daß er gegen schwächere Gegner weitergespielt hätte.
Mit zweieinhalb Wochen Verspätung hat heute nun auch der Herbst in Lichtenrade Einzug gehalten. Schwarz-Weiß Lichtenrade huldigt die Jahreszeit, in der die Blätter von den Bäumen fallen, mit einem Schachturnier - dem nach eigener Aussage "höchstdotierten" Berlins. Ein Preisfonds von 8.000 Euro - u.a. gesponsert vom schachspielenden Rechtsanwalt Roland Exner - lockt jedes Jahr einige Großmeister und andere internationale Titelträger in den südlichsten Zipfel des früheren West-Berlin.
Vom 8. bis 16. Oktober 2011 wird auch in diesem Jahr um einen attraktiven Preisfonds, voraussichtlich in Höhe von 8.000 €, gespielt. Besonders hervorzuheben ist dabei der neu eingeführte eigene Jugendpreisfonds von 600 €, sowie Sachpreisen!
Es freut uns mitteilen zu können, dass wir in der Zwischenzeit auch Chessbase als Sponsor gewinnen konnten. Wir werden daher im Laufe des Turniers Schachprogramme (wie FritzTrainer) und eventuell sogar das neue Fritzprogramm 13 unter allen Teilnehmern verlosen!
... kann man sich wieder voll und ganz der wesentlichen Freizeitaktivität widmen: dem Schachspiel. Ein Event dieses Jahres macht den Herbst zur Schachsaison - der "Lichtenrader Herbst" steht wieder an. Vom 8. bis 16. Oktober findet das hochdotierte Turnier erneut im Gemeinschaftshaus Lichtenrade (Foto), der Spielstätte des SC Schwarz-Weiß Lichtenrade e.V., statt.?
IM Ulf von Herman siegte am 25. Juni in Hennickendorf
Veröffentlicht von Frank Binding am
Am vergangenen Sonnabend fand in Hennickendorf, einem etwa 5 Kilometer vom Hauptort Rüdersdorf entfernten Ortsteil, das 8. Internationale Schnellturnier des SV Glück auf Rüdersdorf statt. Ulf von Herman, der bereits zweimal Dritter wurde, ging diesmal als großer Favorit ins Rennen, da die ganz große Konkurrenz vergangener Jahre fehlte. Von Herman siegte mit 7 aus 9 knapp nach Buchholzwertung vor dem Polen Kamil Soinski und den ebenfalls punktgleichen Potsdamern Carsten Hein und Andreas Vollak.
Am 7. Juli um 19 Uhr beginnt im Schachklub König Tegel eine neue Blitzserie. Jeden 1. Donnerstag eines Monats spielen wir 5-Minuten-Partien jeder gegen jeden (max. 20 Runden) bei 2 € Startgeld. Die gesamten Einnahmen werden am Abend komplett ausgeschüttet und außerdem gibt es Punkte für die Jahreswertung von Juli bis Juni zu gewinnen. Gäste sind jederzeit herzlich willkommen, ob als Teilnehmer oder Zuschauer. Wer mitspielen möchte, sollte sich 18:50 Uhr in der Freizeitstätte Alt-Tegel 43 einfinden. Nähere Informationen stehen auf unseren Vereinsseiten unter www.koenig-tegel.de im Bereich 'Turniere'.
Der nach FIDE-Elo klar favorisierte Mirko Eichstädt vom USV Potsdam gewann das Abrafaxe-Turnier am gestrigen Sonnabend. Zweiter wurde sensationell Dennie Shoipov vom BSC Rehberge. Beide erreichten 6 Punkte in der A-Gruppe. Insgesamt nahmen 238 Kinder am traditionellen Turnier teil, wovon 52 in der höchsten Gruppe spielten.
Dirk Paulsen hat einen Bericht verfaßt. Sein Sohn Ben-Luca Schreiber wurde guter 13. in der A-Gruppe.