Und wieder hat das beliebte Traditionsturnier Lichtenberger Sommer viele Schachfreundinnen und -freunde nach Berlin gelockt. Schon zum 16.Mal gibt es seit Samstag das internationale Open, diesmal mit 220 Teilnehmern. Besonders erfreulich ist, dass 19 Frauen und Mädchen mitspielen, so viele wie noch nie zuvor. In neun Runden Schweizer System ermitteln Teilnehmer aus 18 Nationen bis zum kommenden Sonntag Sieger und Platzierte.
Endlich hat er es geschafft - nein nicht, oder ja auch - Carsten Schmidt, der Präsident des Brandenburger Nachbarverbandes war leibhaftig zum Sparkassen-Regionalcup am 7. Juli in Neuenhagen erschienen. Endlich geschafft hat es aber eigentlich ein Anderer. Hardy Sydow mußte fast 45 Jahre alt werden, um endlich dieses Turnier zu gewinnen. Im Finale besiegte er den Berichterstatter, der sich freilich schon einmal selbst in die Siegerliste eintragen durfte.
Endlich geschafft hat es übrigens noch ein Anderer. Raymund Stolze, gerade 72 geworden, legt sein Amt als Organisator und Erfinder dieses Turniers nieder. Er würde den Staffelstab liebend gern an interessierte Fachkräfte weiterreichen. Im Auge hat er dabei besonders die Fredersdorfer Sebastian-Brüder, von denen Vorjahressieger Michael zur Siegerehrung persönlich anwesend war.
Ich muß zugeben, das Lesen ist nicht gerade meine Stärke. Nicht das ich es nicht könnte (in der Schule mußte ich auf Wunsch der Klasse fast immer am Lehrertisch sitzend vorlesen), aber die Zeiten wo ich Stammkunde in Bibliotheken war, ist schon lange vorbei. Die gesamte DDR-SF-Literatur habe damals ich rauf- und runtergelesen. In den Jahrzehnten danach las ich meistens nur noch die Tageszeitung von vorn bis hinten - und IT-Fachbücher. Lesen bildet, wie ich bald feststellte. Inzwischen habe ich mich aber mehr auf's Schreiben konzentriert - keine Bücher, nur Berichte für Schachwebseiten.
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist an den Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend, Jörg Schulz (Schachfreunde Berlin) mit der Bitte herangetreten, unter den Berliner Schachfamilien welche zu finden, die amerikanische Austauschstudenten ab September 2017 aufnehmen möchten. Einige der Studenten spielen auch Schach, weswegen es der GIZ GmbH naheliegend erschien, sich an Schulz zu wenden.
Vom 15. bis 17. Juni fand in Niedernhausen bei Wiesbaden parallel zum Finale der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft die Endrunde der Deutschen Pokal-Einzelmeisterschaft statt. Dirk Paulsen und Felix Nötzel vertraten den Berliner Schachverband und belegten den guten dritten und achten Platz.
Nachfolgend ein Bericht von Dirk über das Turnier.
Nachdem wochenlang erst gar nichts passierte - was auch an einem Mißverständnis lag - ist die Berliner Schulschachseite heute fast geräuschlos und von mir nahezu unbemerkt zum BSV-Server bei Domainfactory umgezogen.
Am Montag besuchte Anatoli Karpow als Delegationsleiter mit einer Gruppe Abgeordneter des russischen Parlaments Duma den Deutschen Bundestag, um sich dort mit Politikern unseres Landes im Schach zu messen. Begonnen wurde nach freundlichen Begrüßungsworten mit einer Simultanvorstellung des ehemaligen Weltmeisters, in dem die Bundestagsabgeordnete Katrin Werner von den Linken ein Remis erreichte. Im darauf folgenden Blitzschach-Wettkampf (allerdings ohne Karpow) wurde die deutsche Mannschaft durch den zwei Tage zuvor gewählten Präsidenten des DSB Ullrich Krause und den Präsidenten des Berliner Schachverbandes Carsten Schmidt verstärkt, da zwei Bundestagspolitiker noch weitere wichtige Termine hatten. Gegen die sechs Politiker aus der Duma wurde am Ende ein Unentschieden erreicht.
In Schachzentrum Lilienthal (Zum Schoofmoor 7) bei Bremen fand am 21. Mai ab 11 Uhr die 39. Norddeutsche Blitz-Einzelmeisterschaft statt. In Abwesenheit von Titelverteidiger Dennes Abel (SK Ricklingen, früher Schachfreunde Berlin) konnte einmal mehr der Berliner GM Robert Rabiega den Titel gewinnen. Er distanzierte den Hamburger IM Aljoscha Feuerstack um 1½ und IM Christian Richter (Bremen) gleich um 4½ Punkte. Der Deutsche Blitz-Einzelmeister von 2015 und langjährige Schachfreunde-Spieler IM Ilja Schneider, jetzt wieder für seinen alten Verein HSK Lister Turm spielend, wurde Vierter.
Am 21. Mai findet ab 11 Uhr in Bremen die 39. Norddeutsche Blitz-Einzelmeisterschaft statt. Leider haben nur 28 Spieler gemeldet, Berlin ist mit sieben Spielern am Start. Als letzter Berliner Teilnehmer stand Dirk Paulsen fest.
Tag 1 der Bundesvereinskonferenz und der zentralen Bundesliga-Endrunde im Hotel Maritim ist vorbei. In dem riesigen Hotel an der Stauffenbergstraße war gestern enorm viel los. Nicht nur der normale Hotelverkehr mußte abgewickelt werden, auch ein großes Bridgeturnier und natürlich all die Schachspieler erforderten die Aufmerksamkeit des Personals.