30. März 2015 im Coubertinsaal beim Landessportbund Berlin
Veröffentlicht von Frank Binding am
Wären die Ehrungen nicht gewesen, hätte man den Verbandstag gleich im Foyer des Landessportbundes am Olympiastadion abhandeln können. Sozusagen ohne die Mäntel, Jacken und Mützen abzulegen. Bei allen (angekündigten) Abstimmungen gab es ein Votum, das selbst die DDR-Volkskammerwahlen in den Schatten stellt: 100 Prozent. So war die Zusammenkunft der Berliner Verbandsführung mit den Vereinsvertretern schon nach nicht einmal zwei Stunden beendet.
Am Wochenende des 9./10. Mai empfängt die SG Aufbau Elbe Magdeburg den frisch gekürten Deutschen Meister OSG Baden-Baden um Mannschaftsleiter Patrick Bittner zum Pokal-Final-Four 2015 des Deutschen Mannschaftspokals.
Neben den Süddeutschen werden zudem zwei Berliner Mannschaften erwartet: Zweitbundesligist SC Kreuzberg und Neu-Zweitligist Rotation Pankow.
Der SC Rotation Pankow ist am Sonnabend (ab 14 Uhr) und Sonntag (ab 10 Uhr) Gastgeber einer Zwischenrunde der Deutschen Pokal-Mannschaftsmeisterschaft. Pankow empfängt im Hotel "Königin Luise" in der Weißenseer Parkstr. 87 die Vereine aus Lübeck, vom VfB Leipzig und aus Löberitz.
Bericht vom Friedenssimultan in Berlin mit Anna Endress und Alisa Frey
Veröffentlicht von Dagobert Kohlmeyer am
In Berlin entsteht etwas weltweit Einmaliges: Christen, Juden und Muslime wollen hier ein House of One errichten, unter dessen Dach eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee vereint sind. In ihrer Mitte verbindet sie ein zentraler Raum der Begegnung. Ein Haus des Gebets und des Austauschs über die Religionen, aber auch offen für alle anderen, auch für Schachspieler!
Am 20. Dezember war mit Robert Rabiega erstmalig ein Großmeister in der JVA Tegel zu Gast. Nach einer kurzen Vorstellung zeigte Robert beim Simultan an 14 Brettern gegen die mutigen Knackis und gegen mich sein Können. Mit Herrn Z. konnte nur ein Gegner - oder sollte man sagen immerhin ein Gegner! - dem Großmeister ein Remis abluchsen. Eine starke Leistung von Robert! Beispielsweise reichten zwei ungenaue Züge meinerseits, um in einem schlechteren Endspiel zu landen, welches Robert souverän gewann. Beim gut zweistündigen Simultan herrschte eine einerseits entspannte und lockere Atmosphäre, zum anderen freute sich insbesondere Pfarrer Friedrichowicz über das überaus konzentrierte und engagierte Auftreten seiner Schützlinge.
Schlechtes Wetter hatten die beiden norddeutschen Vereine mit nach Berlin gebracht. Ex-Bundesligist SK Norderstedt und der FC St. Pauli fegten wie eine steife Nordseebrise über die Berlin-Oranienburger Kombination hinweg (hoffe ich mal ...). Gespielt wurde im Stadion Buschallee. Einige Fans von Chemie Weißensee und vom Schachclub Oranienburg verliefen sich allerdings erst in das Stammhaus des Gastgebers in der Hansastraße 190. Dort gab es aber "nur" Jugendbundesliga zu sehen. Okay, man hätte es sich denken können: FC = Fussballclub = Stadion.
Die deutsche Ausgabe der führenden amerikanischen Online-Zeitung "Huffington Post" hat am 30. Dezember ihre "30 Menschen bis 30 in Deutschland, die Sie 2015 im Auge behalten sollten" auf ihrer Website vorgestellt. Darunter ist mit dem 13-jährigen Mert Açıkel auch ein junger Schachspieler, der sogar als Erster in der Onlineliste genannt wird. Und die schachsportliche Begabung des Jungen vom SV Mattnetz spielt dabei noch nicht einmal eine Rolle!
Die Idee, allen Kindern zu ermöglichen Schach zu spielen, weil es erwiesenermaßen deren persönliche Entwicklung und ihre Konzentrationsfähigkeit fördert, existiert schon einige Jahre. Deshalb wurde das Projekt „Ein Schachbrett für jede Grundschulklasse!“ der Schachfreunde von 1891 Friedberg e.V. ins Leben gerufen. Bisher jedoch fehlte der konkrete Anstoß, der den Stein dieses groß angelegten Projekts vom hessischen Wetteraukreis aus ins Rollen brachte. Mit einer Weihnachtsaktion soll die Umsetzung des Projekts nun gestartet werden.
Letztes Wochenende war die (leider nur zweite) Frauenbundesliga zu Gast in Berlin-Weißensee. Eingeladen - gemäß Terminplan - hatten der SC Rotation Pankow und der SV Empor in das Hotel Königin Luise in der Parkstraße. Als Gäste waren Medizin Erfurt und die Schachfreunde Friedberg vorgesehen. Besonders bei den Hessinnen war vorher nicht ganz klar: Kommen sie oder kommen sie nicht? Die ersten beiden Runden gaben sie nämlich kampflos ab. Berlin ist aber eine Reise wert. Friedberg kam - und sogar mit Alisa Frey!
Nach bereits 3 Minuten friedfertigen Schachspielens wird es so weit sein: Dann fliegen zum ersten Mal die Fäuste. Was anderenorts zu langzeitigen Spielsperren und sozialer Ächtung führen würde, ist bei diesem Schachereignis ausdrücklich erwünscht: Schachboxen.
Diese Form des schachlichen Vergnügens hat längst ihr Nischendasein hinter sich gelassen. Am kommenden Freitag verteidigt Lokalmatator Sven Rooch seinen WM-Titel (Mittelgewicht) gegen den spanischen Herausforderer Jonathan Rodriguez Vega. Der Kampf geht maximal über 11 Runden (6x Schach, 5x Boxen).