Schachmeisterschaft für Mathematiker und Wissenschaftler

Am Sonnabend, dem 28. April, findet in der Technischen Hochschule Wildau die 1. Deutsche MINT-Schachmeisterschaft für Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker statt. "Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler, die eine Ausbildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik haben oder einen Beruf mit dieser fachlichen Ausbildung erlernen oder ausüben. Studenten und Schüler sind ebenfalls als Teilnehmer willkommen." heißt es in der Ausschreibung der Emanuel Lasker Gesellschaft.

Meldungen sind bis zum 30. März 2018 zu richten an .

Ausschreibung und weitere Informationen

Frank Hoppe

Bearbeiter: | | Archiv: BSV-Nachrichten | ID: 2998

Kategorien: Einladungen, Emanuel Lasker Gesellschaft, Turniere

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Kommentare

Kommentare

Syré am :

Turnierangebot in Kurzform:
Schnellturnier am 28.4.18, 9 Runden, 11-18 Uhr in Wildau.
Startgeld: 32 € p.P. bzw. 4.096 € bei 128 Vollzahlern. Wer umsonst teilnehmen will, kann für 64 € p.a. Mitglied bei „ELG“ werden – wie praktisch. Der Sieger erhält einen „Viktor 2018“ (???), Sachpreise für alle. Ein englisch-sprachiges ELG-Buch wird 10x verlost.
Jeder "MINT" kann teilnehmen, allerdings nur 128 und die „Teilnahme wird vergeben streng nach ... Zahlung des Startgeldes“, ja was denn sonst?
Sachpreise wird man los bei ebay Kleinanzeigen :-)

Georg Adelberger am :

Gibt's dann auch ein Turnier, an dem nur Autoschlosser teilnehmen dürfen?

Olaf Ritz am :

Ich halte den hier geäußerten Spot für unangemessen und überflüssig. So gibt es schließlich auch Schach-Meisterschaften der Ärzte https://www.schachbund.de/dem-aerzte-2017.html oder der Lehrer http://www.deutsche-schachjugend.de/sport/deutsche-lehrermeisterschaft/ und vermutlich noch viele andere solcher Events. Jedes Engagement unser Hobby Schach zu fördern verdient m.E. Anerkennung und Wertschätzung für diejenigen, die so etwas auf die Beine stellen.

Syré am :

Olaf, deine Meinung mit dem Schach fördern ist okay.
Ich habe das Wesentliche "MINT"-gemäß komprimiert.
Zwei PDF öffnen, warum einfach, wenn´s umständlich ...?
Abkürzungen: ELG, ILA, MINT, Viktor, was?
Andere Kritikpunkte führt zu weit.

Dirk Paulsen am :

Komisch, wenn sich die Leute hier im Netz austauschen wird es immer recht rasch so ein wenig "bösartig"?! Nach dem Motto: "Was du da sagst ist totaler Blödsinn!" Selbstverständlich hat jeder auf seine Art "Recht" (sofern man dies überhaupt haben kann). Man muss es nur richtig interpretieren, so meine ich.
Wenn ich Christian (Syré) richtig verstehe, so ist allein die Ankündigung (in Kurzform) bereits eine Art Verulkung des Events.
So verrät beispielsweise das Dreifachfragezeichen hinter dem "Viktor 2018". Jeder "MINT" kann teilnehmen. Also ich würde allein wegen der Abkürzungen das Turnier bereits komplett verweigern. Obwohl ich mich sogar entfernt als Mathematiker bezeichnen könnte. Teilnahme strengstens nach... deutet weiterhin an, dass das alles nicht so arg ernst zu nehmen ist.

Wenn Georg darauf einsteigt und nach einem Turnier für Autoschlosser fragt, dann nimmt er diesen Ball irgendwie auf. Es klingt rundherum ein wenig lächerlich und die Frage, ob sich 128 Teilnehmer finden werden, welche dies auf sich nehmen und zugleich die Kriterien erfüllen? Das erscheint mir äußerst fraglich.

Ein Engagement für den Schachsport -- auf Olaf eingehend -- erscheint mir ebenfalls in jeder Hinsicht anerkennenswert. Fraglich dennoch, ob das vorgestellte Konzept geeignet ist? Das wird sich herausstellen. Wobei vermutlich auf uns alle vier Kommentierenden vermutlich nicht zu zählen sein dürfte?

Andreas Lange (SCK) am :

An die Sparten-Meisterschaften der Jugend und der Frauen (oder kombiniert) habe ich mich gewöhnt, denn diese Gruppen treffen sich nicht nur 1x im Jahr, sondern es gibt einen regelmäßigen Spielbetrieb. Da sehe ich eine Bedeutung für das Schach.
Gehörlose und blinde Schachspieler spielen unter eigenen Bedingungen, aber auch im Regelbetrieb des Verbands.
Jährliche Berufsmeisterschaften, oder wie hier als Gruppe künstlich zusammen gestellt, haben für mich einen Geruch von "Cliquenwirtschaft". Die Lehrer, die Hochschüler, die Polizisten, die Ärzte und nun die MINTis - alle ermitteln ihren "Meister". Wenn ich nicht spotte, schmunzle ich doch.

Olaf Ritz am :

Lieber Dirk, ich staune wie sensibel Du meine Zeilen interpretierst. Die Adjektive "unangemessen und überflüssig" beschreiben doch lediglich ganz allgemein meine Meinung zu den beiden Kommentaren davor. "Bösartig" gegenüber Christian und Georg sollten sie ganz bestimmt nicht.

Interessant ist doch, wie solche Kommentare bei jedem andere Assoziationen auslösen und ein Thema zu schweifen beginnt. Bei den von Andreas als "Cliquenwirtschaft" bezeichneten Sparten-Meistern dachte ich z.B. sofort an das Berliner Betriebsschach. Als Mitarbeiter des Berliner Senates hätte ich z.B. keine Chance in einer 1. (Sparten-)Mannschaft meines Arbeitgebers zu spielen, weil für diese Titelträger und diverse Aktive angeheuert wurden, die mit dem Senat gar nichts zu tun haben.

Ich denke mal die MINT-Meisterschaft u.v.a.m. prüfen da genauer und die "Cliquen" aller Art haben Spaß am Schach und an einem Zusammentreffen mit Leuten, die irgendwas gemeinsam haben.

Lieber Andreas, ich schmuzle also mit Dir zusammen, aber ich denke mir einfach: "Leben und Leben lassen"! So ist ja der Berliner amtierende Betriebsschachmeister SK Präsident nicht einmal ein Betrieb und das o.g. Prinzip der Mannschaftsbildungen bei der Senat mit Betriebsfremden gilt wohl für die meisten Betriebssportgruppen. Völlig egal!

Sei es wie es sei (inkl. Schmunzeln), ich wiederhole mich:

"Jedes Engagement unser Hobby Schach zu fördern verdient m.E. Anerkennung und Wertschätzung für diejenigen, die so etwas auf die Beine stellen." Ehrensache, dass diese Wertschätzung dann auch für die (besser gesagt für "den"!) Macher der FV Schach und ihre Sparten-Meisterschaften gilt.

Olaf Ritz am :

"Mannschaftsbildungen bei der Senat" sollte natürlich
"...bei der SV Senat" heißen.

Olaf Kreuchauf am :

@Georg: Bei deiner Anmerkung musste ich schmunzeln. Aber trotzdem, da Wildau Austragungsstätte ist, Motor Wildau zum Einzugsbereich des BSV gehört und die ELG mit im Boot ist, ist für mich diese Ausschreibung an diesem Platze okay, auch wenn es keine BSV-Veranstaltung ist. Vielleicht findet sich der eine oder andere Teilnehmer, den man sonst nicht erreicht hätte. Ich sehe es auch als Kompliment für www.berlinerschachverband.de und unseren Webmaster Frank, dass man daran offenbar nicht vorbeikommt.

Christian Syré am :

Wie seht ihr die Tendenz zum Kommerz bzw. Eliten-Förderung? Ein Beispiel aus D/West:

Karsruhe Open, das angeblich größte Open Europas: Im A-Open wurden 2017 etwa 65 „Riesen“ aus Startgeldern eingeworben, etwa 11 Riesen Eigenbedarf/Kosten für 5 Tage, mit 52 Riesen wurden 19 Spitzenspieler gefördert überwiegend aus Osteuropa.
Vier Doppenrunden über Ostern :-))

So viel zur Lenkungswirkung von Ausschreibungen. Und kein Veranstalter legt sein Motiv und seine Geld-Abflüsse offen.

Matthias Kribben am :

Das ist eigentlich auch in allen anderen Sportarten völlig normal - die Schlechten zahlen für die Guten!
Beim Pokern kann jeder an der WM teilnehmen, das Startgeld beträgt 10.000 Dollar. Bei durchschnittlich 7.000 Teilnehmern liegen dann also 70 Millionen im Preistopf, die sich die Spitzenspieler untereinander aufteilen.....

Vorteil bei der Sache: Keiner wird gezwungen, dort mitzuspielen!

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