Nachruf Heiko Schikore

Mit Trauer erfüllt uns die Nachricht vom Tod unseres langjährigen
Schachfreundes Heiko Schikore.
 

Durch seine hilfsbereite, von Menschlichkeit und Toleranz geprägte Art hat er sich 
Anerkennung und Wertschätzung der Sportfreunde erworben.


Mit den Angehörigen trauern wir um den Verstorbenen,
dem wir ein ehrendes Gedenken bewahren werden.

Bearbeiter: | | Archiv: Verein SSV Rotation | ID: 3230

Kategorie: Aus den Vereinen

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Dietmar Gieritz am :

Das kann ich nur bestätigen. Heiko war wirklich ein feiner Kerl. Wir wohnten über mehrere Jahre gemeinsam im Friedrichshain, er am Wismarplatz, ich in der Krossener Str., Luftlinie gefühlt ca. 50 Meter.
Nach vielen Rotations-Abenden ging es dann zu Ihm oder zu mir, um bis in den frühen Morgen dann den wahren Blitzmeister auszuspielen.
Nicht nur das er bei meiner 1. Hochzeit im Jahre 1989 als Trauzeuge dabei war, nein, wir waren auch gemeinsam bei vielen Blitzturnieren erfolgreich unterwegs. Wer Heiko näher kannte, wußte, daß er sehr schnell erfolgreich die Schachfiguren ziehen konnte. Ob bei DDR-Blitzmeisterschaften, in Stralsund oder in Prag 1986, wo wir den 3. und 4. Platz bei einem sehr starken Blitzturnier mit 4 Großmeistern belegen konnten.
Viele private Blitzturniere fanden in seiner oder in meiner Wohnung statt. Ich denke da nur an Gäste wie Katja Sommora, Sybille Heyme, Jörg Pachow, Günther Jahnel, Rainer Kleeschätzky, Andreas Volkmer, Andre Keller, Gunther Pohling usw.
Als ich im Sommer 1978 als Ersatzmann gestartet, völlig überraschend Berliner Jugendeinzelmeister 1978 von Ostberlin wurde, u.a. dabei Frank Kimpinsky, Mathias Ahlberg, Thomas Radscheit, Georg Billing, Thomas Frübing, ging es zum Dreiviertelfinale der DDR-Jugendeinzelmeisterschaft 1978 nach Ströbeck. Ich erreichte in meiner Gruppe gute 3 von 7 Punkte. Mit dabei In meiner Gruppe waren Jens Lang, Gernot Gauglitz, Ray Tischbierek, Karsten Volke, Bernd Wandel, Helmut Recknagel. (Jens Lang wurde dann übrigens im Finale DDR Jugendeinzelmeister 1978.)
Als Auszeichnung dafür durfte ich mit der 1. Oberliga-Mannschaft von Rotation Berlin zum 5-tägigen-Freundschaftkampf gegen unseren Partnerverein TJ Gottwaldov mitfahren. Damals hieß die Stadt Gottwaldov, benannt nach dem Kommunistenführer Klement Gottwald, heute heißt die Stadt wieder Zlin. Neben der 1. Mannschaft waren natürlich auch die besten Spieler von Rotation Berlin dabei, also auch Heiko.
Es gab am 3. Tag ein großes Blitzturnier Rotation Berlin gegen TJ Gottwaldov an 20 Brettern. Nach 14 Runden hatte ich 14 Punkte. Wie auch immer, es war mein Turnier. Am Ende wurde ich Dritter und es wurde ordentlich gefeiert. Ich lernte selbstgebrannten Slivovic kennen. Gegen Mitternacht auf der Rückfahrt in unsere Privatquartiere ging es mit dem Kleinbus über Straßen, die ich so nicht kannte. Irgendwie wurde mir übel, der Kleinbus konnte, trotz meiner Nachfragen, nicht anhalten, sodaß mir nur Heiko helfen konnte. Die Kameraden, die damals dabei waren wissen, in welcher Form die Hilfe stattfand.
In diesem Sinne, ich denke gerne an die Zeit zurück, die ich mit Heiko erleben durfte.

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