Spannung beim Wettkampf jung gegen alt bis zur letzten Runde

Frank Hoppe

Die Senioren gewinnen knapp

Den traditionellen Wettkampf jung gegen alt konnten wieder einmal die Senioren für sich entscheiden. Aber es war bei Weitem nicht so klar. Bis zur letzten Runde stand der Wettkampf auf Messers Schneide. Das Endergebnis war dann mit 38:34 dank eines klaren Letztrundensiegs doch relativ deutlich. Allen Teilnehmern hat es wieder viel Freude bereitet. Ein kurzer Bericht über den Verlauf und einige Bilder im Artikel.

70 Jahre Altersunterschied an Brett 1

Der traditionelle Wettkampf jung gegen alt fand in diesem Jahr zum dreizehnten Mal statt. Ist 13 die nötige Glückszahl, um den Jugendlichen den ersten Gesamtsieg zu bescheren? Die Jugend stellte eine sehr junge Mannschaft auf. Durchschnittlich gerade mal knapp 13,5 Jahre war das Team. Die Senioren waren besetzt mit vielen altbekannten Gesichtern aus den vorherigen Wettkämpfen. Ein gutes Zeichen, dass der Wettkampf von allen gut angenommen wird.

Zunächst spielten die Mannschaften einen Wettkampf nach Alter sortiert, der Jüngste gegen den Ältesten. Am ersten Brett kam es zum Duell des 80-jährigen Yosip Shapiro gegen den 10-jährigen Nam Tham. Die 70 Jahre Altersunterschied sind zumindest in der Historie der 13 bisherigen Wettkämpfe rekordverdächtig. In diesem Jahr hatten beide Mannschaften einen Ersatzspieler dabei, sodass spontan entschieden wurde, die Hin- und Rückrunde des nach Alter aufgestellten Wettkampfs an 11 Brettern zu spielen. Und als ob es für einen spannenden Krimi aufbereitet wurde, entschied sich die erste Runde beim Zwischenstand von 5:5 am ersten Brett zwischen dem jüngsten der Jugendlichen gegen den ältesten Senioren. Yosip Shapiro gewann und die Senioren lagen mit 6:5 vorne.

Aber das wäre ja noch nicht so spannend, wenn nicht die letzte Partie der zweiten Runde, ebenfalls beim Zwischenstand von 5:5 und diesmal am Brett des jüngsten Seniors Michael Schulz gegen den ältesten Jugendlichen Jakob Hartmann diesmal zu Gunsten des Jugendlichen entschieden worden wäre. Die Jugend gewann das Rückspiel mit 6:5, sodass es nach den beiden Mannschaftskämpfen 11:11 stand.

Auch im Scheveninger System ausgeglichen

Nach dem Mannschaftskampf, diesmal an 11 Brettern, wurden die Teams jeweils in zwei Mannschaften mit je 5 Spielern aufgeteilt, die zwei Wettkämpfe im Scheveninger System (jeder gegen jeden der anderen Mannschaft) in jeweils 5 Runden ausspielten. Hier endete gleich die erste Runde auch unentschieden (5:5). Interessant war auch, dass in den bis zur ersten Scheveninger Runde 32 gespielten Partien kein Remis vorkam! In Runde 2 des Scheveninger Vergleichs dachte man dann, dass die Senioren nun doch mehr Luft hatten und mit 7,5:2,5 gewannen. Aber weit gefehlt: die Jugend kam wieder und glich den Gesamtstand nach dem vierten Durchgang aus. 31:31 stand es und die letzte Runde musste nun entscheiden, wer den Wettkampf gewinnt. Und die Senioren haben nochmal zugeschlagen. In einem Wettkampf gewannen sie gar mit 5:0 und holten sich so den nächsten Sieg. Die Jugend hat aber mit einer relativ jungen Mannschaft gut gegen gehalten.

Die Ergebnisse.

Frank Hoppe

Die Besten

Bei den Senioren glänzten Norbert Sprotte und Manfred Glienke, die beide 6,0 Punkte aus ihren sieben Partien holten. Manfred gab zwei Remisen ab, Norbert musste sich nur einmal, gegen Sander Breitzmann, geschlagen geben. Bei den Jugendlichen war ebenfalls mit 6,0 Punkten aus sieben Partien Jakob Hartmann, der Älteste der Jugendlichen, der erfolgreichste Punkter. In der Ewigen Tabelle konnte sich trotz nicht besonders berauschenden Ergebnisses Thomas Glatthor an die Spitze setzen, da Fritz Baumbach, der wenige Tage nach dem Wettkampf seinen 81. Geburtstag feierte, diesmal nicht für die Senioren mit am Start war. Michael Schulz sagte mir beim Blick auf die Ewige Tabelle, dass er es erstmal schaffen müsste, das Ergebnis seiner Tochter Stefanie einzuholen. Sie erspielte bis 2007 12 Punkte in der Mannschaft der Jugendlichen. Ein spannender Moment wird es sein, wenn ein Spieler es schafft in beiden Mannschaften mitgespielt zu haben. Da werden wir aber noch einige Wettkämpfe vergehen lassen müssen.

Die ewige Tabelle

IM Dr. Manfred Glienke mit 6/7

Frank Hoppe

Auch der zweite Kreuzberger, Norbert Sprotte, mit 6/7

Frank Hoppe

Jakob Hartmann für die Jugendlichen mit 6/7

Frank Hoppe

Thomas Glatthor in der Ewigen Bestenliste nun auf Platz 1 bei den Senioren

Frank Hoppe

Moritz Greßmann arbeitet sich in der Jugendwertung auch immer weiter Richtung Platz 1

Frank Hoppe
Bearbeiter: | | Archiv: BSV-Nachrichten | ID: 2285

Kategorien: Jugendausschuss, Jugendschach, Presse, Seniorenschach

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Einen Kommentar schreiben

Kommentare ohne Vor- und Zunamen werden gelöscht!
Was ist die Summe aus 5 und 3?