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Kommentare

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Frank Waltershausen am :

Den Titel nach Wertung zu vergeben, ist einfach ungerecht.

Man kann doch Herrn Malek nicht dafür "bestrafen", dass einer seiner Gegner die beiden letzten Runden einfach schwänzte. [übrigens ist dieses Verhalten außerst unsportlich und sollte mit einer sehr emfindlichen Strafe geahndet werden]

Andreas Rehfeldt am :

Hallo Herr Waltershausen, Daniel Malek wurde gar nicht bestraft, im Gegenteil seine Wertung hatte sich deutlich durch den kampflosen Sieg in der letzte Runde verbessert, wofür Daniel aber rein gar nichts kann. Utz Lachmann hatte sich aufgrund eines nicht vorhersehbaren Problems vorbildlich bei mir telefonisch entschuldigt. Sowohl Jakob Meister als auch Daniel Malek hatte vollstes Verständnis für sein Fehlen, welches auch durch mich nicht sanktioniert wird.

Rico Schmidt am :

Ich denke das Problem was Herr Waltershausen anspricht ist, dass sobald man innerhalb eines Turniers einen Kampflossieg erhält und der Gegner für den Rest des Turnierverlaufs gestrichen wird, die eigene Buchholzsumme darunter leidet, da der Gegner für den Rest des Turniers keine Punkte (die der eigenen Buchholzsumme gutgeschrieben werden) mehr holen kann. Als Folge ist man tendentiell für den Rest des Turniers unter allen Punktgleichen benachteiligt in der Buchholzwertung. Das fällt umso gravierender aus je früher im Turnierverlauf der Kampflossieg erteilt wurde (Beispielsweise bei einem Kampflossieg in der ersten Runde würden einem potentiell bis zu 8 Buchholzpunkte durch den Gegner am Ende des Turnieres fehlen). Da es sich aber in diesem speziellen Fall um einen Kampflossieg in der letzten Runde handelte, sollte es keine Rolle für die Buchholzsumme spielen. Oder sehe ich da etwas falsch?

Frank Waltershausen am :

Leider habe ich mich im Beitrag nicht richtig ausgedrückt.
Ich meinte nicht den kampflosen Sieg in der letzten Runde, sondern den Sieg von Herrn Malek in Runde 2. In dieser Runde hat er gegen Henryk Bukowski gewonnen. Dieser Spieler zog es in den beiden letzten Runden vor, nicht mehr zu erscheinen. Damit hat er die Wertung von Herrn Malek natürlich stark beeinträchtigt! Das nenne ich unsportlich!

Rico Schmidt am :

Ah, ja nun sehe ich es auch. Ich habe mir vorhin nur die Ergebnisse der letzten Runde angesehen. Stimmt, der Rücktritt von herrn Bukowski hätte in der Endwertung bis zu zwei Buchholzpunkte Unterschied machen können und damit das Endergebnis verändern können. Ich denke, es ist bei Rundenturnieren nicht leicht es 100% "fair" zu veranstalten. Man müsste in Fällen von Rücktritten aus dem Turnier mindestens 1-2 Streichwerte einführen um dem etwas gerechter zu werden.

Horst Schrodt am :

Die Beiträge von Frank Waltershausen und Rico Schmidt enthalten einen wesentlichen Fehler: Steigt ein Spieler aus dem Turnier aus, in dem Fall Henryk Bukowski, bedeutet das nicht, das Herr Malek in den restlichen Runden für diesen Spieler keine Buchholzwertung bekommt! Sondern in allen Runden, in denen dieser Spieler nicht spielt, bekommt Herr Malek jeweils 0,5 Punkte für seine Buchholzwertung dazu (für den Gegner Bukowski). Also in dem Fall 2 mal 0,5 Buchholzpunkte für die letzten beiden Runden. Es gibt noch ein paar weitere Regeln, die in speziellen Fällen beachtet werden müssen, die aber den Rahmen sprengen würden. Aber das Grundprinzip ist wie beschrieben.
Und Andreas Rehfeldt hatte es schon richtig beschrieben, Herr Malek ist wohl dadurch nicht benachteiligt worden.

Helmut Flöel am :

Gerechtigkeit - ein schwieriges Unterfangen, wenn die Buchholzwertung in einem Schweizer-System-Turnier über den Sieger entscheidet. Beide hätten es verdient Sieger zu sein. Da es aber um einen Platz bei der Deutschen Einzelmeisterschaft geht, will der Verband eine Entscheidung. Auch Stichkämpfe sind nicht unproblematisch.

Ich denke, dass GM Jakob Meister ein verdienter Sieger ist. Als Senior des Turniers - dann noch gejagt durch einen stark aufspielenden FM Daniel Malek - alle Achtung.

Daniel ist hessischer Meister 2015 (übrigens in einem deutlich besser besetzten Turnier) nach Wertung geworden, so dass er die Chance hat, sich bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft auch für nächstes Jahr zu qualifizieren. Er kann das schaffen und ich freue mich, wenn dann 2017 wieder einmal zwei Spieler vom SK Zehlendorf an der Deutschen Einzelmeisterschaft teilnehmen.

Andreas Lange (SCK) am :

Henryk Bukowski wurde bereits gemäß Ausschreibung empfindlich bestraft: Er ist abgestiegen.
Die beiden Punktgleichen, die anders als die Kommentatoren im Meisterturnier spielten, haben das Ergebnis auf der Abschlussveranstaltung sportlich genommen.
Und, wie schon Fernseh-Richterin Barbara Salesch einmal sagte: "Gerechtigkeit gibt es nur im Himmel."

Sven Schüle am :

@Horst: Richtig, diese bereits seit 2012 gültige Neuerung im FIDE-Paarungssystem ist vielfach noch nicht bekannt. Man findet sie im Original im [a href="https://www.fide.com/fide/handbook.html?id=187&view=article"]FIDE-Handbook:[/a]
FIDE Competition Rules. Annex 3: Tie-Break Regulations
12.1.2 F) "Handling Unplayed Games for Calculation of Buchholz (Congress 2009)"
Die "neue" Buchholz-Methode (die nur bezüglich nicht gespielter Partien teilweise neu ist) wirkt etwas gerechter als die frühere, ist jedoch per Hand nicht mehr so einfach zu berechnen.

Sven Schüle am :

Der o.g. Link sollte lauten:
https://www.fide.com/fide/handbook.html?id=187&view=article

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