Berliner Meister 2014/2015 im Schach 960

FM Dirk Paulsen gewinnt die Berliner Meisterschaft im Schach 960. Der SC Kreuzberg holt die Mannschaftswertung. Beides zum dritten Mal in Folge, alles weitere hier.

Bearbeiter: | | Archiv: Verein BSG 1827 Eckbauer | ID: 1552

Kategorie: Spielausschuß

Zurück

Kommentare

Kommentare

Olaf Ritz am :

Auch im 10. Jahr zeigt sich nun einmal, dass diese 960er-Teildiziplien eine Liebhaberei einiger weniger ist. Kein Einzelfall, denn außer im Fall von Beach-Volleyball ist es keiner Sportart mit Erfolg gelungen, durch radikale Regeländerungen eine neue Disziplin zu kreieren und zu etablieren. "960" ist und bleibt wie Tandem und Räuberschach ein Nischenprodukt.

Aufgrund des Schlusssatzes im Turnierbericht stellt sich jedoch wieder einmal die grundsätzliche Sinnfrage nach Start- und Preisgeldern bei BSV-Einzelmeisterschaften. Auch die Berliner Schnellschach-Einzelmeisterschaft litt zuletzt schon unter Teilnehmer-Schwund. Es wurde argumentiert, dass es nur Startgelder ermöglichen, den Siegern Preisgelder zu bezahlen. Im Sinne des Breitensportgedankens wurde hinzugefügt, dass es ja auch einige Ratingpreise gab. Ein Trugschluss! In BSV-Turnieren bzw. bei Berliner Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften aller Art geht es um die Ehre! Wir sind alles Amateure und Hobby-Schachspieler und sollten diese Preisgeld-Sichtweise ändern!

Versucht es doch zukünftig bei BSV-Einzelmeisterschaften bitte lieber wieder ohne Startgelder! Die wenigen Liebhaber der 960er-Spiels wären sicherlich nicht zu Hause geblieben und trotzdem zum Turnier gekommen... aber vielleicht hätten andere den Versuch gewagt bei dieser 960-BEM ohne die 10,- Euro Startgeld mitzuspielen?

Matthias Bolk am :

Auf diesem Wege einmal Glückwünsche an die Sieger insbesondere natürlich an Dirk Paulsen der sich auch intensiv mit dieser Teildiszin beschäftigt (wie man auf der Seite vom SC Kreuzberg nachlesen kann,bei den monatlichen 960 Turnieren).Für mich persönlich war es auch erst das zweite Turnier dieser Art aber es kann nie Schaden mal über den Tellerrand hinauszuschauen und sich auch mit anderen "Nischenprodukten" zu beschäftigen wozu ich auch Blitz ,Bullet und sämtliche Arten der Fischerschachuhr mit zu zähle was erst aufgrund neuer technischer Gegebenheiten möglich ist.Was würden wohl die Meister vergangener Zeiten dazu sagen die oft mehrere Stunden über einen einzigen Zug überlegt haben.
Zum Abschluss wünsche ich noch ein fröhliches neues Jahr an alle Berliner Schachfreunde!

Veit Godoj am :

War diese 960-Meisterschaft nun ein offizielles BSV-Turnier oder eine "freie" Veranstaltung von Schach-960-Fans?

Matthias Kribben am :

Lieber Olaf,
hier muss ich Dich auf einen Irrtum aufmerksam machen: Chess960 ist anders als Tandem oder Räuberschach kein "Nischenprodukt", sondern es ist Bestandteil der offiziellen FIDE-Regeln! Insofern kann man natürlich auch offizielle Landesmeisterschaften veranstalten. Viele kennen es nicht, weil sie es noch nicht ausprobiert und den besonderen Reiz nicht kennen gelernt haben. Wie mir Thomas Frübing gestern beim Turnier sagte, mag er es besonders, weil es in der Eröffnungsphase so schön "im Gehirn kitzelt". Aber nicht jeder mag halt, wenn es kitzelt ;-)
Übrigens hatte ich mal in meiner Zeit als BSV-Funktionär einen größeren Geldbetrag vom Gerling-Konzern eingeworben, der auf Jahre hinaus die Preisgelder für diese Meisterschaft gesichert hatte. Unser Schatzmeister hat mir aber dann berichtet, dass das Geld für andere Zwecke genutzt wurde.
P.S.: Wer das mal testen möchte: Kreuzberg veranstaltet monatlich ein Schnellturnier und dies machen nun auch die Schachfreunde Berlin am 14.1.!

Olaf Ritz am :

Nischenprodukte sind manchmal auch "Hidden Champions" und einem Harald Schmidt gelang es über viele Jahre hinweg, die geringen Einschaltquoten seiner Show als Ausdruck für Qualität zu erklären....und das sage ich als Fan! Das 960er-Spiel kann man mögen oder ablehnen. In der Breite scheint es offenbar nicht so anzukommen. Ich habe es auch ausprobiert und mir gefällt diese Spielform nicht, aber das ist hier auch völlig egal.

Eigentlich ging es mir in meinem Kommentar um etwas anderes: Stichwort Startgelder bei BSV-Einzelturnieren für BSV-Mitglieder! Die kommende 11. BEM-960 im Jahr 2016 sollte es m.E. einfach mal ohne Startgeld probieren.

Matthias Kribben am :

Hat man die Spielfreude und die Begeisterung der Teilnehmer am Sonntag gesehen, dann kann man wohl nicht von Nischenprodukt sprechen: Die Teilnehmerzahl von 30-40 bei den Chess960-Schnellschachmeisterschaften der letzten Jahre liegt fast auf gleichem Niveau wie die TN-Zahlen bei den "normalen" Berliner Schnellschachmeisterschaften! Und das trotz wenig Werbung und wenig Tradition dieser Disziplin für kreative Köpfe! Ob mit oder ohne 10 Euro Startgeld halte ich für nebensächlich, vielleicht gelingt mal wieder ein großes 960-Open wie vor einigen Jahren?
Unterstützer und Sponsoren stünden bereit.

Arno Kirchhof am :

Ein großes Chess960-Open wäre Klasse.

Einen Kommentar schreiben

Einen Kommentar schreiben

Kommentare ohne Vor- und Zunamen werden gelöscht!
Was ist die Summe aus 1 und 7?