Kandidatur als DSB-Präsident

Viele Dinge funktionieren im Moment beim Deutschen Schachbund nicht. Bundesweit sichtbar war das zuletzt, als ein über Jahre schwelender Konflikt im Leistungssportbereich sich so auswachsen konnte, dass der Leistungssportreferent, zwei Bundestrainer und um ein Haar die große Mehrheit der National- und Kaderspieler verloren gingen. Dies ist das plakativste Beispiel, aber nicht das einzige.

Die Opposition bringt immer wieder Sachvorschläge ein, schaffte es aber nicht, auch ein alternatives Team aufzustellen. So war es leicht, Kritik als Querulantentum beiseite zu wischen.

Generell ist die Lage im DSB verfahren. Entlang der Personalangelegenheiten Dr. Jordan und Schulz haben sich Fronten gebildet, die unüberwindbar erscheinen und konstruktive Arbeit erschweren oder gar unmöglich machen.

In dieser Lage habe ich mich entschlossen, als Präsident des Deutschen Schachbunds zu kandidieren. Auf DSB-Ebene bin ich neu genug, um von keiner der Parteien vereinnahmt zu werden. Gleichzeitig bringe ich einige Jahrzehnte Erfahrung als erfolgreicher Funktionär mit. Ich will es wieder möglich machen, dass alle miteinander reden. Nur so kann auch die handwerklich saubere, frühe Lösung von Konflikten gelingen.

Eine Doppelfunktion als Präsident des DSB und des BSV ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Der Zeitbedarf wäre immens, und Interessenkonflikte wären vorprogrammiert. DSB und BSV haben aber eine Führung verdient, die sich ganz in den Dienst des jeweiligen Verbandes stellt. Im Falle meiner Wahl als DSB-Präsident werde ich daher mit großem Bedauern im BSV  zurücktreten und den momentanen Vizepräsidenten, Paul Meyer-Dunker, als meinen Nachfolger vorschlagen. Für die dann frei werdende Stelle im Berliner Präsidium suchen wir gerade nach geeigneten Kandidat*innen und sind für Vorschläge offen. Auch mein DSB-Team muss sich noch finden, auch hier sind Mitarbeiter herzlich willkommen.

Bearbeiter: | | Archiv: BSV - Nachrichten | ID: 12689

Kategorien: DSB, Präsidium

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