Bericht Verbandstag 2021

Am 26.6.2021, ab 10 Uhr fand unser Verbandstag 2021 statt, diesmal in ungewohnter Form – auf digitalem Wege. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Satzungsänderungen, Wahlen, der Jahresabschluss 2020 sowie die Etats für 2021 und 2022.

Nachdem Präsident Christian Kuhn (SG Lasker Steglitz-Wilmersdorf) als Versammlungsleiter durch die üblichen Formalia leitete und anfängliche technische Schwierigkeiten mit dem Abstimmungstool löste, hatten wir den Präsidenten des Deutschen Schachbundes, Ullrich Krause, für ein Grußwort zu Gast. Er dankte dem Berliner Schachverband für inhaltliche Initiativen auf Bundesebene und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der „FIDE Grand Prix 2022“ nach Berlin vergeben wird.

Anschließend wurde über sieben Satzungsänderungsanträge von Christian Kuhn abgestimmt, die mit einer Ausnahme ohne große Diskussionen angenommen wurden. Diese beinhalteten z.B. kleinere Klarstellungen, Flexibilisierungen bei den Besetzungen der Referent(inn)enpositionen und eine Demokratisierung der Besetzung des Spielausschusses.

Anschließend wurden Dieter Ostwald (SC Eintracht Berlin) als Kassenprüfer sowie Brigitte Große-Honebrink (SC Kreuzberg) als Ersatzkassenprüferin gewählt.

Als nächster Tagesordnungspunkt stand die Wahl eines neuen Präsidenten oder einer neuen Präsidentin an. Christian Kuhn hatte aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt zum Verbandstag erklärt. Einziger Kandidat war Paul Meyer-Dunker (TSG Oberschöneweide | SC Friesen Lichtenberg). Nach einer Vorstellung und einigen Nachfragen, insbesondere zur Zukunft der BMM-Saison 19/20, wurde er mit 95 Jastimmen bei 2 Neinstimmen und 4 Enthaltungen gewählt.

Durch diese Wahl war die „Vize“-Position frei geworden. Hier erklärte sich Bernhard Riess (Tempelhofer SV Mariendorf) bereit, als Vizepräsident zu kandidieren. Er wurde nach einer kurzen Vorstellung bei 84 Jastimmen und 5 Enthaltungen gewählt.

Anschließend wurden Ralf Ettel (SK König Tegel) als Referent für Material, Christian Syré (SV Turbine Berlin) als Seniorenreferent und Ashley Roberts (SC Borussia Lichtenberg) als Referentin für Social Media – alle ohne Gegenstimmen – in ihren Ämtern bestätigt.

Die Position einer Referentin oder eines Referenten für Öffentlichkeitsarbeit bleibt leider weiter vakant, da sich für diese Position niemand gefunden hat.

Anschließend gab es eine Aussprache über die Berichte des Präsidiums. Es wurde breit über die Situation in den Vereinen und die Bereitschaft, an der BMM teilzunehmen, diskutiert. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Saison voraussichtlich am 15.8. oder am 22.8. zu Ende gespielt werden wird.

Außerdem gab es eine Diskussion bezüglich einer Maskenpflicht am Brett. Während die Regelungen für den Sport eine solche Pflicht nicht vorschreiben, sahen einige Teilnehmende aus medizinischen Gründen eine Notwendigkeit für eine solche Pflicht am Brett bei mehrstündigen Kämpfen. Hier gehen die Meinungen auseinander: Ein Meinungsbild, dass ein Drittel für eine Maskenpflicht, ein Drittel dagegen, bei ein Drittel Enthaltungen ergab, bestätigte dieses Bild.

Bei der anschließenden Abrechnung des Schatzmeisters über das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 sowie den Berichten der Rechnungsprüfer gab es keinen Redebedarf, diese waren vorher bereits mit den Materialien verschickt worden.

Anschließend wurden die Etats für 2021 und 2022 vorgelegt und auch ohne Gegenstimmen genehmigt. Größte Veränderungen zu den Vorjahren sind in beiden Jahren eingeplante 2.500€ für ein IM-Turnier, etwa 2.000€ mehr im Frauen- schachbereich für die geplanten offenen Berliner Fraueneinzelmeisterschaften, knapp 10.000€ mehr im Jugendetat für 2021 aufgrund einer großzügigen Spende, sowie die Auflösung der Rücklagen für die Homepage für ebendiese.

Zum Abschluss der Versammlung wurde noch darauf hingewiesen, dass der DSB im Herbst zwei Normenturniere in Berlin plant und der Berliner Schachverband gerade daran arbeitet, ein großes Open für den August ausschreiben zu können.

Ebenso wurde gebeten, die Saison der Berliner Feierabendliga zum Abschluss zu bringen, was das Präsidium zusagte.

Gegen 13.30 Uhr endete die Versammlung. Ich danke allen Teilnehmenden für die Sitzungsdisziplin und den konstruktiven Verlauf, es war insbesondere im Vergleich zum DSB-Kongress eine angenehme Abwechslung.

Wenn Ihr Fragen zum Sitzungsverlauf oder den Ergebnissen habt, könnt Ihr Euch gerne an mich wenden.

Paul Meyer-Dunker

Bearbeiter: | | Archiv: BSV - Nachrichten | ID: 16913

Kategorien: Personalien, Präsidium, Öffentlichkeitsarbeit

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