BMM-Start um 10.00 Uhr?

Antrag von Weiße Dame auf dem Verbandstag

Angeregt durch den Antrag der Weißen Dame, den Start der BMM ab der kommenden Saison auf 10.00 Uhr zu verlegen, hat der SC Kreuzberg nun ein Stimmungsbild unter seinen Mitgliedern eingeholt. Am Ende entfielen fast 80% der 54 Stimmen auf den Start um 10.00 Uhr.

Hat sich der Wind hier nun gedreht?

Eindrücke aus den anderen Vereinen gerne hier über die Kommentarfunktion. 

Veröffentlicht von Georg Adelberger | | Archiv: Verein SC Kreuzberg

Kategorien: Aus den Vereinen, BMM/BFL, Umfragen

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Kommentare

Marc Rüther am :

Verbandstag? Welcher Verbandstag? Findet wohl unter Ausschluss der Homepage-Öffentlichkeit statt...

Thorsten Groß am :

Bei uns (WeDa) gab es auf der JHV ebenfalls eine deutliche Mehrheit von 20 Ja, 3 Nein, 4 Enthaltungen.

Das Material zum Verbandstag (am 27.03.) ist erst heute per Post eingegangen.

Matthias Kribben am :

Bei Zitadelle Spandau ergab die Hauptversammlung ebenfalls ein klares Votum für 10 Uhr bei nur ein oder zwei Gegenstimmen. Macht ja irgendwie auch Sinn, denn alle anderen Schach-Veranstaltungen in Berlin beginnen auch um 10 Uhr oder später und in anderen Landesverbänden ist man diesen Schritt auch schon gegangen.

Frank Hoppe am :

@Matthias: Ein fairer Vergleich wäre dann allerdings nur mit Stadtverbänden möglich, wie z.B. Hamburg.

Thomas Mothes am :

Bei uns (NARVA) liegt in einer Online Umfrage im Mitgliederbereich unserer Homepage, 9 Uhr mit 12 zu 7 Stimmen vorne (2 Enthaltungen). Einer würde sogar noch früher anfangen.....
Morgen auf der Hauptversammlung wird es auch eine Abstimmung dazu geben.

Hans-Dieter maetzing am :

Viele mögen wohl nicht, den Sonntagnachmittag mit der Familie zu verbringen.

Alexander Scholz am :

Ich bin dafür unter der Woche, analog der BFL und Hamburg, zu spielen.

Peter Held am :

@Hans-Dieter maetzing: Aber vielleicht möchten einige Sonntags das Frühstück mit der Familie verbringen!? Eine Stunde mehr morgens würde ich jedenfalls sehr begrüßen. Ob ich dann um 14 oder 15 Uhr wieder zuhause bin macht für mich keinen Unterschied.

Hans-Dieter Maetzing am :

@Peter Held: Wenn man nachmittags was vorhat, schon. Die Interessen sind schon verschieden ...

Thomas Binder am :

Es wird wohl keine Lösung geben, die allen Interessen gerecht wird. Wir Schachspieler sind nun mal ein sehr gemischtes Völkchen: alle Altersgruppen vom Kind bis zum Rentner, alle Familienstände vom Single bis zum Familienvater/mutter. Die Gruppe der Berufstätigen ist wiederum sehr heterogen bzgl. Arbeitszeit und -ort, was auf einen Termin "unter der Woche" erhebliche Auswirkungen hätte. Abendtermine "unter der Woche" würden zudem viele Kinder und Jugendliche aus der BMM drängen... es gibt also viele Faktoren zu berücksichtigen.

Mir wäre außerdem wichtig, dass alle Spiele einer Runde und Staffel gleichzeitig stattfinden.

Sei's drum: Die entscheidende Frage ist wohl, welche Folgen eine Veränderung für die Zahl der aktiven BMM-Spieler hat. Alle, die bisher regelmäßig BMM spielen, haben sich offenbar mit "sonntags, 9 Uhr" arrangiert - mehr oder weniger gerne.
Was bringt eine Verlegung um eine Stunde? Gibt es Spieler, die dann nicht mehr dabei sein könnten/wollten? Wie viele Spieler gewinnen wir hinzu, die bislang nicht oder nur selten in der BMM spielen?

Sven Schüle am :

Leider ist der Verbandstag nach aktuellem Stand der Verbandssatzung (schon seit sehr langer Zeit) nicht das für Änderungen der Turnierordnung zuständige Gremium, sondern das Präsidium beschließt über die TO. Dies wurde damals so geregelt, weil in der Vergangenheit mehrfach sehr ausufernde und nicht zielführende Diskussionen über TO-Anträge geführt wurden, die die Durchführung von Verbandstagen nachhaltig erschwert hatten. Um dies zu ändern, wäre auf jeden Fall eine Satzungsänderung erforderlich, was für den Verbandstag 2017 in knapp zwei Wochen nicht mehr möglich ist. Vielleicht gibt es aber auch eine andere Möglichkeit, um eine Beteiligung der Vereine an der Gestaltung und/oder Entscheidungsfindung im Bereich der Turnierordnung zu erreichen, als den Verbandstag wieder damit zu belasten, denn dies könnte jeden Verbandstag leicht um 2-3 Stunden (oder beliebig mehr) verlängern - gerade bei solch kontroversen, "explosiven" Themen wie diesem hier. Der aktuelle Verbandstag kann jedenfalls m.E. auch mit einem eventuellen positiven Beschluß über den vorliegenden Antrag nur eine Empfehlung an das Präsidium aussprechen.

Inhaltlich möchte ich folgendes dazu anmerken:

1) Stadtliga und Landesliga (betrifft aktuell 23 Vereine und ca. 300 Spieler) spielen mit deutlich längerer Bedenkzeit und wären bei einem Beginn um 10:00 Uhr dann oft bis etwa 15:00/16:00 Uhr beschäftigt. Auch wenn einige Partien schneller zu Ende gehen, sind über 5 Stunden Dauer für SL/LL durchaus normal, und mindestens die Organisatoren der Heimspiele und sonstige Helfer beim Abräumen müssen ja bis zum Schluß bleiben.

2) Nach meinem Kenntnisstand gibt es Vereine, deren Spiellokal ihnen ab dem frühen Nachmittag nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn dies immer noch so ist, hätten diese Vereine damit ein ernstes Problem.

3) Man sollte auch versuchen herauszufinden, wieviele Spieler bzw. Mannschaften voraussichtlich bei einer Änderung des BMM-Beginns auf 10 Uhr nicht mehr an der BMM teilnehmen wollen und wieviele voraussichtlich als neue BMM-Teilnehmer hinzugewonnen würden. Ohne diese Information sehe ich relativ wenig Wert in durchgeführten Umfragen unter Mitgliedern, die vermutlich weitaus überwiegend sowieso an der BMM teilnehmen.

4) Ja, ich würde sonntags auch gerne eine Stunde länger schlafen. Dennoch überwiegen für mich die Nachteile eines späteren Beginns, insbesondere die Beeinträchtigung familiärer Aktivitäten am Nachmittag. Auch gemeinsame Mannschaftsevents nach dem Spiel, wie z.B. ein Lokalbesuch, könnten dann häufiger mit dem Argument "es wird mir dann zu spät" entfallen.

5) Ich hätte nichts dagegen, wenn mein Gegner (nach vorheriger verbindlicher Mitteilung) erst um 10:00 Uhr käme und dafür eine Stunde weniger Bedenkzeit erhielte :-)

Brigitte Große-Honebrink am :

Wo, wenn nicht auf dem Verbandstag, sollen solche Änderungen angeschoben werden? Ich gehe davon aus, dass das Präsidium und der Spielausschuss im Sinne des Mitgliedervotums handelt.

Wir haben unsere Umfrage mit fast allen Mitgliedern (denjenigen, die eine E-Mail-Adresse haben) durchgeführt und nicht nur denen, die aktuell in der BMM spielen. Bei denen, die sich nicht per Doodle geäußert haben, gehe ich davon aus, dass ihnen der Spielbeginn egal ist und sie sich enthalten. Wie Georg schon schrieb, war das Votum sehr(!) deutlich für einen Spielbeginn um 10 Uhr.

Man wird wohl nicht herausbekommen, wer der BMM verloren geht und wer hinzugewonnen wird, wenn man es nicht mal ausprobiert. Sollten wirklich so viele Spieler der BMM den Rücken kehren und kaum neue dazukommen, kann man ja auch wieder zu der alten Regelung zurückkehren. Möglicherweise sind die Erfahrungen aber auch überraschend gut.

Im Übrigen finde ich es fair, wenn in allen Vereinen, die zu dem Thema abstimmen, die Mitglieder vorher befragt werden.

Peter Held am :

Ich war nie glücklich mit dem 9-Uhr-Start, aus Hessen war ich den gemütlichen Beginn um 14 Uhr gewohnt. Trotzdem habe ich in den 90er Jahren annähernd durchgängig in der BMM gespielt. Für mich war das jedoch mit ein Grund für meine 10jährige Pause vom Schachbetrieb und auch der Anlass den Verein zu wechseln, als ich 2001 die Gelegenheit bekam in der Oberliga zu spielen. Denn dort wurde um 10 Uhr gestartet. Sportlich gab es keinen großen Unterschied zwischen einem hinteren Oberligabrett und einem vorderen in der Stadtliga.

Jetzt habe ich seit einem Jahr wieder sporadisch in der BMM gespielt, aber nur in den untersten Klassen. Bei einem 10 Uhr Start könnte ich mir vorstellen auch wieder ernsthafter Einzusteigen, Sonntags um 9 Uhr habe ich dazu noch keine Lust. Das wohl nur halbernst gemeinte Angebot von Sven Schüle, seinem Gegner bei Verzicht auf eine Stunde Bedenkzeit einen Beginn um 10 Uhr zu gestatten würde ich für mich tatsächlich erwägen, da ich bei einem 9 Uhr-Start die erste Stunde meiner Bedenkzeit meistens sowieso verbrauche um langsam wach zu werden.
Mein neunjähriger Sohn, der auch schon zu gelegentlichen BMM-Einsätzen gekommen ist, war, als er von der Umfrage im SC Kreuzberg hörte, sofort spontan für den 10 Uhr Beginn. Er möchte einfach an Sonntagen nicht auch so früh aufstehen müssen, wie an normalen Schultagen.

Matthias Kribben am :

Ich denke, dass das stimmt - wenn wir den Rückgang stoppen und tatsächlich langfristig auch mehr Kinder und Jugendliche bei der BMM dabei haben wollen, ist 10 Uhr wohl alternativlos.

Achim Schilly am :

Der 9 Uhr Beginn bei der BMM hat sich bewährt und ist Tradition. Er muss also nicht verteidigt werden, sondern es Bedarf überzeugende Argumente für eine Änderung.
Für mich waren die hier vorgebrachten Argumente nicht überzeugend genug.
a) Ob der aktuelle BMM Beginn nicht mehr dem veränderten Freizeitverhalten entspricht ist lediglich eine Behauptung ohne jeglichen substantiellen Nachweis.
b) Auch der Hinweis, dass für fast alle übrigen BSV Turniere eine spätere Anfangszeit gilt ist ohne jegliche Relevanz für die BMM. Wichtiger wäre die Frage, ob dadurch eine höhere Beteiligung erreicht wird. Nehmen wir z. B. die BPMM als Maßstab, ist dies klar zu verneinen!
c) Weisse Dame und Kreuzberg sind ohne Zweifel sportlich erfolgreiche und Mitgliederstarke Vereine. Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass alle Vereine eine ähnliche Mitgliederstruktur (Alter, Freizeitverhalten etc.) haben. Deshalb denke ich, dass die Ergebnisse der Befragungen zwar eindeutig waren, aber nicht repräsentativ für den gesamten BSV gelten können.
d) Keinen Zweifel habe ich daran, dass den Befragten die Konsequenzen ihrer Antwort bekannt waren. Waren sie ihnen aber auch Bewusst?
Wenn ich gefragt werde ob ich morgens eine Stunde länger schlafen möchte, so antworte ich selbstverständlich mit ja.
Wenn ich gefragt werde ob ich anstatt um 14 Uhr erst um 15 Uhr nach Hause gehend darf, so antworte ich mit nein.
Und ewig grüßt das Murmeltier.
Über den Wunsch des späteren Beginns der BMM wurde zwar nie abgestimmt, weil es den sportlichen Bereich betrifft, aber es wurden des Öfteren Stimmungsbilder erfragt. Es würde mich interessieren, wann wir zuletzt über dieses Thema auf einem Verbandstag diskutieren mussten.

Georg Adelberger am :

@Achim

Zu a) Der Hintergrund ist so offensichtlich, daß es einer weiteren Substantiierung kaum bedarf. In c) führst Du das andere Freizeitverhalten unter den Kreuzberger Mitgliedern ja selbst als Grund für das Abstimmungsergebnis an.
Zu b) Der Vergleich mit anderen Turnieren ist in der Tat etwas schwierig, dennoch ist die Frage "Wem wird mit dem späteren Beginn z. B. der BPMM Rechnung getragen?" statthaft. Lassen wir die BPMM doch als Gedankenspiel mal um 09.00 Uhr beginnen, und wir können womöglich gleich erst mit dem Achtelfinale beginnen, da nur noch 14 Mannschaften antreten...
Zu c) Nicht unbedingt repräsentativ, aber gewichtig. Herauszufinden, inwiefern das Stimmungsbild bei uns einem BSV-weiten entspricht, ist Sinn dieses Artikels
Zu d) Ich gehe - ohne Nachweis und daher vielleicht etwas voreilig - davon aus, daß die "Konsequenzen" nicht nur bekannt, sondern tatsächlich auch bewusst waren.

Ich erinnere mich, daß laut Protokoll des Stammtischs der letzte Antrag dieser Art 2009 gestellt wurde. Daß ein derartiges Ansinnen der Mitglieder in einen etwas leidigen Kontext gestellt wird - "wir MUSSTEN darüber diskutieren" - halte ich für fragwürdig. Das eine derartige Diskussion auch schon im Vorfeld einen Platz hat, ist wie beschrieben Sinn dieses Artikels. Wie aber auch Brigitte schon schrieb: Wenn nicht auf dem Verbandstag - wo denn dann? Darüberhinaus sind mir einige Leute von uns bekannt, die aufgrund des frühen Beginns NICHT in der BMM spielen. Stimmen, die bei einem späteren Beginn NICHT MEHR spielen würden, sind mir bisher keine bekannt.

Der Verweis auf die Satzung ist zwar sicher richtig, aber selbst wenn ein entsprechendes Votum keine Verbindlichkeit besäße, würde es mich schon wundern, wenn sich Andreas einfach darüber hinwegsetzen würde.

Thomas Deutschmann am :

@Matthias Kribben
Deine Einschätzung teile ich nicht. Als langjähriger Jugendtrainer ist mir aus eigener Praxis nur ein Fall bekannt, wo die Eltern BMM-Einsätze wegen des frühen Beginns abgeblockt haben. Bei mehreren anderen Jugendspielern hatte ich eher die Schwierigkeit, dass die Länge der BMM nach hinten häufiger mal Probleme gemacht und BMM-Teilnahmen an einzelnen Spieltagen verhindert hat (gerne werden z.B. Geburtstage von Oma und Opa am Sonntag Nachmittag gefeiert).

Zumal Vereine mit guter Jugendarbeit, sei es Zita, Mattnetz oder wir Königsjäger durchaus zeigen, dass es möglich ist, viele Spieler um 9 Uhr an die Bretter zu bekommen und die Anzahl der BMM-Mannschaften zu steigern. Den Mitgliederrückgang (und damit auch den Rückgang an BMM-Mannschaften) führe ich vor allem auf fehlende / unzureichende Jugendarbeit in vielen BSV-Vereinen zurück und nicht auf die Uhrzeit der BMM.

Michael Woinowski am :

Mal anbei der konkrete Antrag und Vorschlag, einige Argumente (wie Verfügbarkeit des Spiellokals) bzgl. eines Beginns um 9h erübrigen sich dann erst einmal.

Der Verbandstag beauftragt den Spielausschuss, die Turnierordnung in §10 „Allgemeine Festlegungen“ zur Saison 2017/18 wie folgt zu ändern:
„Die Wettkämpfe der BMM beginnen sonntags im Regelfall um 10:00 Uhr. Auf Antrag des Heimvereins ist abweichend ein Spielbeginn um 09:00 Uhr möglich.“
Begründung:
Die derzeitige zeitliche Regelung mit einem Beginn Sonntags um 09.00 Uhr entspricht nicht mehr dem veränderten Freizeitverhalten am Wochenende und wirkt auf neue Spieler eher abschreckend. Für alle übrigen vom BSV ausgerichteten Turniere und auch bei fast allen offenen Turnieren erfolgt mittlerweile ein Spielbeginn um 10 Uhr.
Uns ist bewusst, dass unterschiedliche Anfangszeiten in der BMM keine optimale Lösung sind. Die vorgeschlagene Ausnahmeregelung ermöglicht es jedoch für eine Übergangszeit Vereinen, mit zeitlichen Restriktionen hinsichtlich des Spiellokals, die bisherige Anfangszeit beizubehalten.

Michael Neuwirth am :

Für 10:00 Uhr!
Hier einige Argumente:
Berlin ist eine recht grosse Stadt und eine 60minütige Anreise z. B. per U-Bahn ist bei Auswärtsspielen keine Seltenheit. Man macht sich also meist schon um 7:30 Uhr auf den Weg. Besonders für Neuberliner ist auch das (erstmalige) Finden von bestimmten Spielokalen ein Problem, zumal sich die Suche der Örtlichkeiten im Winter teilweise bei völliger Dunkelheit abspielt. Auch finden sich zu so früher Stund` oft keine ortskundigen Passanten oder selbst der Kaffee to go wird zu einem Problem, weil der Imbiss erst später öffnet. Alles Kleinigkeiten, gewiss, aber alles schon selbst erlebt!

Michael Woinowski am :

Ich persönlich empfinde den 9h Spielbeginn eher als eine Tortur und bin zu dieser Zeit definitiv nicht fähig schachliche Höchstleistungen abzuliefern. Jeder hat halt so seine Präferenzen.
Argumente wie Tradition (@Achim) oder es finden sich genügend Spieler am Brett (@Thomas) sagen ja nichts darüber aus ob die Spieler nicht lieber eine Stunde später anfangen würden.
Eine Mitgliederumfrage halte ich daher auch für unabdingbar. Dann wird man halt sehen wie die Vorlieben der Mehrheit der Schachspieler aussehen. Und schließlich möge dann die Mehrheit entscheiden.

Michael Woinowski am :

@Neuwirth:
zudem bedeutet es ja auch um 6.30h aufstehen. Bei mir üblich an BMM Spieltagen.

Herbert Mayer am :

Wow, hier ist aber eine mächtige „10-Uhr-Connection“ laut (schreib)-stark am Werk. Deshalb wird es bei mir jetzt lang, denn einiges sollte man nicht so ohne weiteres hinnehmen:
Im Grunde werden die vernünftigen „für-9-Uhr-Argumente“ (wie von Achim Schilly, Hans-Dieter Maetzing oder Sven Schüle – der auch mit heiterem Augenzwinkern unter seinem Punkt 5) als nicht wichtig, falsch, nicht zutreffend bis belanglos abgetan. Was als Begründung für 10 Uhr herhalten muss, da muss man sich schon wundern. Familienväter wollen mit ihren Kindern frühstücken (also ca. 8-9 Uhr), aber nachmittags (da dann erst nach 16 Uhr zu Hause sind) wollen sie sich ganz patriarchalisch lieber der gemeinsamen Familien-Freizeit-Gestaltung entziehen und die Kinder der Ehefrau überlassen? Überhaupt: „verändertes Freizeit-Verhalten am Wochenende“: Was heißt denn das für die BMM: dass die Leute länger schlafen wollen? Die empirischen Belege möchte ich sehen, die das beweisen. Oder heißt das, vor der BMM um 10 Uhr will man noch schnell „irgendeine andere Freizeittätigkeit ausüben“ (kann nicht sein, denn dann kann man auch um 9 Uhr anfangen). Oder muss man länger schlafen, weil man abends bis in die Früh in der Kneipe ist (das kann ich kaum glauben). Und schaut mal in die Verkehrspläne der BVG, da ist sonntags das Übel vor 9 Uhr genauso wie vor 10 Uhr. Eine 60minütige Anreise in Berlin wird zum Problem und man findet so früh nicht das Spiellokal? Warum sagen die Schachler in Flächenstaaten zu solch einer langen Reisezeit - ach so, die beginnen ja nicht um 9 Uhr.
Kurz gefasst: Es wollen viele länger schlafen, und deswegen sollen die anderen das akzeptieren. Und warum länger schlafen, weil man sonst einer Tortur ausgesetzt ist und nicht zu Höchstleistungen kommt: Wie wäre das, diesen Wunsch deswegen mal dem Chef vorzutragen, der wird bestimmt begeistert sein.
Ich sehe keinen sportlichen, vernünftigen und akzeptablen Grund, die gegenwärtige BMM-Anfangszeit von 9 Uhr zu ändern.

Paul Meyer-Dunker am :

Moin!

Bevor das hier in Glaubensfragen ausartet mal ein kleiner Hinweis von meiner Seite: Es gibt für beide Anfangszeiten plausible Argumente. Ich hab mir mal den Spaß gemacht und meine Frau gefragt was ihr lieber wäre (die übernimmt an dem Sonntag dann nämlich ja auch dankenswerterweise das Kind) und da war das Feedback dass beides Vor- und Nachteile hätte.

Letztlich wird die Mehrheit entscheiden, das ist vollkommem legitim und auch gut so. Aber wir sollten uns davor hüten die Kommentarfunktionn zu nutzen um uns gegenseitig runterzumachen und akzepieren, dass der Ansatz des gegenüber vielleicht nicht geteilt wird, aber er/sie durchaus einen akzeptablen Standpunkt vertritt.

Bis zum Verbandstag!

Rudi Hirr am :

Wohne in Altglienicke. Kam Sonntag von der BMM erst nach 15 von Buch nach Hause.
Nicht auszudenken, wenn es nach 16 Uhr gewesen wäre!!
Verstehe nicht, dass Jugendliche nicht um 7 Uhr aufstehen möchten. Offenbar wollen sie am Sonnabend nicht schon um 23 Uhr schlafen gehen.
Hoffe sehr, dass es bei 9 Uhr bleibt!

Rudi Hirr

Michael Ziems am :

Verstehe ich auch nicht warum das hier zum Meinungskampf ausartet. Jede Uhrzeit hat seine Befürworter. Niemand muss mich überzeugen warum er viel lieber um 9 Uhr spielen will. Das akzeptiere ich auch ohne kämpferische Begründung. Das Votum ist jedoch sehr (!) klar und eindeutig. Wie soll man denn im Sinne der aktiven Spieler vernünftig entscheiden, wenn die Meinung der Mehrheit nicht anerkannt wird? Für mich total unverständlich und undemokratisch.

Holger Beyer am :

Hallo,

ich wäre sogar für einen Beginn um 8:00 Uhr, da man ja eh früh aufsteht.

Ansonsten, warum nicht den ganzen Tag mit Familie verbringen und Punktspiel dann um 18 Uhr beginnen?

Marco Waitz am :

Obwohl außerhalb Berlins wohnhaft und daher mit etwas längeren Anfahrten belastet, bin ich dafür, die 9 Uhr - Regelung beizubehalten. Hauptgrund ist für mich der ohnehin bereits recht kurze Nachmittag mit der Familie.

Ich finde es nachvollziehbar, dass es besonders unter den Spielern ohne familiären Anhang sicher einige Freunde eines späteren BMM-Beginns gibt. Uns sollte aber an einem Kompromiss gelegen sein, der möglichst vielen Spielern eine Teilnahme an der BMM ermöglicht. Diesen bietet aus meiner Sicht eher die bestehende Regelung.

Der in diesem Sinne eigentlich bestechende Vorschlag, noch eher zu beginnen, dürfte mangels Zuspruch chancenlos sein.
Das andere Extrem, der Vorschlag von Holger, am Abend zu spielen (ideal: Samstag 19 Uhr), würde sicherlich in großem Umfang die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen ausschließen, was keinesfalls riskiert werden sollte.

Eine vielleicht interessante Alternative, die als Kompromiss sowohl den Gerne-länger-Schläfern als auch den freier-Nachmittag-Fans entgegen käme, wäre ein Beginn um 9:30 Uhr bei gleichzeitiger Bedenkzeitverkürzung um eine Stunde (30 Minuten pro Spieler). Die Schachpartie wäre damit immer noch deutlich länger als die meisten anderen Sportwettbewerbe (z.B. 90 Minuten beim Fußball).

Manfred Strzeletz (Zita) am :

Ich denke, beim kommenden Verbandstag wird sich ein klares Meinungsbild der Vereine erkennen lassen. Letztlich geht es hier immer um persönliche Ansichten, denn wie schon beschrieben, gibt es für jede Regelung Vor- aber auch Nachteile.
Die Mehrheit entscheidet, das ist gelebte Demokratie.
Man könnte eine mögliche Anpassung/Änderung auch zeitlich befristen und nach einer Evaluation festschreiben, oder einfach zurücknehmen.
Ich freue mich auf lebhafte Diskussionen am 27. März!

Herbert Mayer am :

9.30 Uhr von Marco vorgeschlagen, ist vielleicht DER Kompromiss. Das ist wahrscheinlich besser, als wenn eine (zudem vielleicht noch geringe Mehrheit) ihre Position durchsetzt.

Dennoch sehe ich keine Notwendigkeit, von 9 Uhr weg zu gehen. Natürlich gibt es wie bei den vielen Dingen dieser Welt bei jeder Regelung sowohl Vor- als auch Nachteile.

Matthias Kribben am :

Eine kleine Info, für diejenigen, die in den Nuller-Jahren noch nicht dabei waren:
Damals war ich Präsident des Verbandes (heute als Ehrenpräsident ist das Funktionärsleben viel entspannter) und es ergab sich das Phänomen, dass sehr viele S p i e l e r (nach meiner subjektiven Einschätzung etwa 3/4) für 10 Uhr plädiert hatten, aber die V e r t r e t e r der Vereine sich auf dem Verbandstag aus Tradition für 9 Uhr aussprachen und alles beim Alten blieb. Mich würde es nicht wundern, wenn das in diesem Jahr wieder so abläuft.

Thomas Fischer am :

Dieses hier ist erst mal keine demokratische Abstimmungsplattform
Mir scheint recht bekommt, wer am lautesten schreit. Dazu dann noch solche kruden Vorschläge, wie Bedenkzeitverkürzung. "Am schnellsten wäre man übrigens fertig, wenn man gar nicht mehr spielt."
Bevor ich mich hier auf ein Stimmungsbild berufe, würde ich erst mal fragen, wie viele aller Schachspieler hier auf der BSV-Seite überhaupt mitlesen. Wenn man die Frage Beginn der BMM ernsthaft stellen möchte, muss man sie im Vorfeld erstmal ernsthaft und rechtzeitig an a l l e Vereine kommunizieren.

Georg Adelberger am :

@Thomas Fischer
"Dieses hier ist erst mal keine demokratische Abstimmungsplattform": Das hat auch niemand behauptet. Die - nicht-bindende - Abstimmung erfolgt auf dem Verbandstag.

"Mir scheint recht bekommt, wer am lautesten schreit": Weder bekommt hier irgendjemand "recht", noch wird geschrien. In Einzelfällen wird den 10.00-Uhr-Befürworter fehlender Familiensinn unterstellt. Ähnliche Polemiken gegenüber den 09.00-Uhr-Freunden kann ich nicht erkennen, im Gegenteil.

"Bevor ich mich hier auf ein Stimmungsbild berufe..." - ich berufe mich auf ein SCK-internes Stimmungsbild, das sich in ähnlicher Form auch anderswo wiederfindet.

"...wie viele aller Schachspieler hier auf der BSV-Seite überhaupt mitlesen": In Zeiten des flächendeckenden Internets stellt eine Verbandswebseite keine obskure Nischenplattform dar. Bis auf die - wenigen - Ausnahmen, die tatsächlich kein Internet haben, kann sich also die überwiegende Mehrheit sehr wohl informieren. Wer das Angebot dann nicht nutzt, kann sich m. E. hinterher nicht unbedingt beschweren.

"...muss man sie im Vorfeld erstmal ernsthaft und rechtzeitig an a l l e Vereine kommunizieren.": Wie beschrieben, ist das Sinn dieses Artikels. Die Unterlagen für die Verbandstagung sind den Vereinen zugegangen. Das Ansinnen der Weissen Dame wurde bereits im Januar (?) auf dem Stammtisch bekannt gegeben und kann hier im "Protokoll" nachgelesen werden.

Stephan Tschirschwitz am :

Ich bin seit nunmehr über 30 Jahren meinem Verein ( Lasker Steglitz-Wilmersdorf ) als Spieler treu und seit ein paar Jahren auch als Spielleiter tätig. Auch mein Verein hat in früheren Jahren auf Verbandstagen eine Spielverlegung angesprochen, bekam dann aber viele der hier vorgebrachten Gegenargumente zu hören.

Ich weiß, dass in meinem Verein in den zurückliegenden Jahren einige Spieler als Mannschaftsspieler für den Sonntag weggefallen sind, weil Ihnen der Beginn 9.00 Uhr einfach zu früh war; darunter sind auch noch aktive Vereinsmitglieder, die sich vor Beginn einer Saison äußern und erklären, wegen des frühen Starts um 9.00 Uhr nicht in einer Mannschaft spielen zu wollen. Diese Spieler nehmen dann z.B. nur bei der Feierabendliga oder auch beim Betriebsschach teil, weil hier an den Wochentagen zur Abendzeit gespielt wird.

Als wichtiges Argument für die Beibehaltung von 9.00 Uhr ist für mich die zeitliche Vorgabe von Eigentümern der Spielräume nachvollziehbar, weil ab 15 Uhr andere Veranstaltungen stattfinden.

Ich glaube jedoch, dass das Hauptproblem die generelle Vorgabe des BSV ist, dass ALLE BMM-Wettkämpfe zeitgleich um 9.00 Uhr beginnen müssen... Berlin ist halt keine Kleinstadt sondern ein "Stadtstaat" und eine Millionenstadt mit ggf. sehr weiten Anfahrtswegen - nicht nur innerhalb Berlins sondern auch durch in den Spielbetrieb integrierte angrenzende Orte wie Fredersdorf und Wildau.

Vielleicht sollte man daher nicht eine Mitgliederbefragung in den Vereinen durchführen, deren Votum dann durch die Vertreter der Vereine auf Grund der "Raumsituation" an einzelnen Spielorten keine Beachtung finden kann ( wie es der Ehrenpräsident des BSV weiter oben beschrieben hat ), sondern stattdessen sollte durch den Spielleiter des BSV eine Befragung aller Vereinsvorstände erfolgen mit der Bitte um Mitteilung, in welchem Zeitraum sonntags die Räumlichkeiten genutzt werden können.

Sollte sich aus dieser Abfrage eine klare Mehrheit ergeben, dass es bei 9.00 Uhr als Startzeit bleiben muss - ok.

Aber wenn es z.B. eine 50/50-Ergebnis gibt ( oder es vielleicht sogar eine Mehrheit von Vereinen gibt, die Räume länger nutzen können ), wäre zu überlegen, die Turnierordnung wie folgt abzuändern:
1. Startzeit bleibt zwar unverändert 9.00 Uhr
2. Mit der Meldung der Mannschaften an den Turnier- und Spielleiter erhalten die Vereine die Möglichkeit, als Starttermin 10.00 Uhr festzulegen.

Zumindest könnte man mit dieser Regelung einmal einen "Probelauf" versuchen und sehen, wie die Vereinsmitglieder die Regelung annehmen oder nicht. Man würde dann auch feststellen, ob es zu einer erhöhten Zahl von kampflosen Partien kommt, weil Spieler mit den unterschiedlichen Startzeiten nicht klar kommen - aber in Zeiten von Terminkalendern und vor der Saison an die Mannschaftsspieler verteilten Saisonspielplänen sollte dies eigentlich kein Problem darstellen.

Da könnte es eher Probleme bei der Aufstellung geben, weil Mannschaftsspieler mitteilen, dass sie bei einer Startzeit von 10.00 Uhr nicht für die Mannschaft spielen können, weil dann zu viel vom Nachmittag mit der Familie verloren geht. Aber auch dies könnte man in einem Probelauf ja dann feststellen.

Warum nicht wenigstens einmal probieren ?

Holger Beyer am :

Hallo,

klar könnte man probieren. Nur, eine ganze Saison oder mal an einem Spieltag? Der Schuss könnte auch nach hinten losgehen. Vielleicht machen ein paar mehr Spieler mit, wenn es um 10 Uhr losgeht, dafür werden aber auch andere , die zur Zeit spielen, nicht mehr spielen. Vor allem auch Kinder und Jugendliche, wenn um 14 Uhr die Familie was machen will zusammen.

Michael Woinowski am :

Also,
Leute jetzt mal im Ernst, lasst mal den Quatsch mit der Familie. Komischerweise haben alle Familien(aber nur in Berlinern Schachfamilien) um die gleiche Zeit das gleiche vor? Ist in der Familie jetzt Planwirtschaft angesagt? Wusste gar nicht dass das Familienglück nur am Sonntagnachmittag ab 14h möglich ist, muss eine neue Studie sein, bitte mal die Quellen angeben!
Jeder hat seine Gründe wann er spielen will und kann.
Fragt die Mitglieder was sie wollen und stellt keine Vermutungen darüber an. Schließlich sind sie Eigenverantwortlich und entscheiden wie sie wollen. Die MEHRHEIT entscheidet. Heisst Demokratie.
Die Räumlichkeiten sind ein Faktor, aber auch hier wurden nur Mutmaßungen angestellt. Zwei konkrete (Übergangs-)Vorschläge diesbezüglich gibt es ja schon (Weiße Dame und Stephan Tschirschwitz).
Befürchte allerdings auch das es wie Matthias Kribben schrieb abläuft, die Mehrheit ist wohl dafür aber die da oben machen was sie wollen.

Sven Schüle am :

@Michael W.: Wenn Du das Familien-Argument als "Quatsch" bezeichnest, Dich aber gleichzeitig auf "Demokratie" berufst, dann muß ich Dir leider entgegnen, daß ich das auch als "Quatsch" bezeichne, denn zur Demokratie gehört als allererstes, daß eine Beschlußfassung nach den aktuell gültigen Regeln erfolgt. Wie die aussehen, habe ich in meinem ersten Beitrag hier dargestellt: über Änderungen der Turnierordnung entscheidet laut Verbandssatzung das Präsidium, nicht der Verbandstag. Der Verbandstag kann die Satzung ändern (dies aber nicht mehr am 27.3.), um dieses Verfahren zu ändern. Demokratie ist eben nicht immer dasselbe wie Basisdemokratie! In diesem Zusammenhang sehe ich auch Äußerungen wie "die da oben machen, was sie wollen", als wenig zielführend an. Die Entscheidung, wer über die TO entscheidet, wurde von einem Verbandstag getroffen, der sich aus Vertretern der Vereine zusammensetzte, und insofern absolut demokratisch. Auf einem genauso demokratischen Weg könnten diese Regeln auch geändert werden, aber eben nicht mit einer "Urabstimmung", denn die gibt es - aus vernünftigen Gründen - derzeit nicht in unseren demokratischen Spielregeln.

Gegen das Einholen eines Meinungsbildes (hier, in den Vereinen, usw.), wie auch gegen das Stellen eines Antrages auf dem Verbandstag, ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden, und ich denke auch, daß das Präsidium und der Landesspielleiter sich einer vernünftigen und fundierten Argumentation nicht in den Weg stellen würden.

@alle: Wenn Umfrageergebnisse aus den Vereinen (die ich ausdrücklich nicht anzweifeln will!) für die Meinungsbildung oder Entscheidungsfindung herangezogen werden sollen, dann wäre es auch sinnvoll, wenn die Formulierung der gestellten Frage(n) für alle exakt gleich wäre. Dabei kommt es mir vor allem darauf an, nicht nur zu fragen, ob die Mitglieder lieber um 9:00 Uhr oder um 10:00 Uhr beginnen wollen, sondern auch - wie hier mehrfach erwähnt -, ob sie lieber eine Stunde früher oder später mit dem BMM-Wettkampf fertig wären. Darüber hinaus wäre auch die Frage sinnvoll, ob die Mitglieder bei einem früheren bzw. späteren BMM-Start und -Ende voraussichtlich häufiger, seltener oder gleich häufig an der BMM teilnehmen würden. Nur so können wir mit dem Ergebnis wirklich etwas anfangen. Außerdem müßten vielleicht auch diejenigen Mitglieder einbezogen werden, die keinen Zugang zum Internet haben (vielleicht sind das 10-20%, in meinem Verein sind es knapp 5%).

Olaf Ritz am :

Eine Befragung der Mitglieder des Tempelhofer SV Mariendorf 1897 e.V. ergab eine Mehrheit für den Spielbeginn 9:00 Uhr. Entsprechend werden die Vereinsvertreter auf dem Verbandstag abstimmen.

Ansgar Thesing am :

Warum spielen wir nicht Samstagnachmittag?
Das käme doch allen Parteien zur Güte.

Michael Woinowski am :

@ Sven Schüle
Da gebe ich Dir recht, die (demokratischen) Regularien der TO stehen dem natürlich auch noch im Wege.
Nur wenn die Meinung nicht Basisdemokratisch eingeholt wird, sondern ein "Fürst" dem "König" mitteilt wie der "Pöbel" fühlt, machts ja auch keinen Sinn.
Einer einheitliche Fragestellung kann ich mich nur anschließen.

Horst Schrodt am :

Wenn man diese Diskussion liest, scheint es so zu sein, das es eine über alle Vereine und Mitglieder verteilte Forderung gibt, den Beginn auf 10 Uhr zu verschieben.
Vielleicht mal zwei Fakten:

Es wurde schon mehr als ausreichend in vielen empirischen Untersuchungen nachgewiesen, das sich diejenigen, die die bisherige Form bevorzugen, sich deutlich weniger an solchen Diskussionen beteiligen als diejenigen, die etwas auf Grund ihrer eigenen Auffassungen verändern wollen.

Ich habe mal nachgesehen, aus welchen Vereinen die Beiträge stammen. Von den insgesamt etwa 30 Beiträgen stammen etwa 10 Beiträge der glühenden Verfechter des 10 Uhr-Beginns von Mitgliedern des SC Kreuzberg (teilweise Mehrfachbeteiligungen)

Natürlich könnte es bei einem Stimmungsbild am Verbandstag zu einer Mehrheit für 10 Uhr kommen.......

Aber vielleicht wird es auch nach der 4. längeren Diskussion in den letzen 15 Jahren zum gleichen Ergebnis kommen wie bei den 3 Abstimmungen davor: Klare Befürwortung des 9-Uhr-Beginns.

Und dann liegt es vielleicht nicht daran, das "die da oben sowieso das machen, was sie wollen",
sondern daran,
das sich am Verbandstag ALLE Vereine mit dem Meinungsbild ALLER ihrer Mitglieder an der Abstimmung beteiligen.......

Mirza Hasic am :

Sehe nicht wirklich irgendwelche Vorteile für 10:00h

Stadtliga Partien können sehr lange dauern.

Danach schaut man sich die Partie mit dem Gegner kurz an

oder geht mit der Mannschaft noch Essen usw. Oder einfach

nach Hause.

Da ist die eine Stunde "mehr " schon angenehm.

Als Berufstätiger will man vom Sonntag noch etwas haben.

Da ist eine Stunde eben haben /oder nicht haben.

Ausser länger Schlafen sehe ich keine wichtigen Vorteile

für 10:00h.

Wer bisher BMM 09:00h gespielt hat wird wegen 10:00h nicht

mit Schach aufhören.

Aber muss das sein? Meiner Meinung nach nicht.

Jörg Marotzke am :

Fragen, die man sich auch stellen könnte:

Wie viele Spieler in welcher Spielklasse spielen wirklich 4 Stunden und länger?

Was ist die durchschnittliche Spieldauer in jeder Spielklasse?

Können die Vereine untereinander bei längeren Anfahrtswegen (z. B. ab einer Stunde) nicht selbst entscheiden, den Wettkampf später zu beginnen? (unter der Beachtung, das die Bahn meist an Wochenenden ihre Bauarbeiten durchführt und eine Anreise mit derselben durchaus zum Abenteuer werden kann)

Was man vielleicht beachten sollte:

Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern sind in der Regel froh, wenn sie nicht so früh aufstehen müssen (10. Uhr wäre für sie besser als 09. Uhr). Auch spielen die meisten Kinder und Jugendlichen nicht wirklich so lange, das dann am Nachmittag ihre geplanten Aktivitäten nicht stattfinden können.

Einige Jugendvereine spielen am Samstag Jugendbundesliga und haben eine sehr langen Samstag hinter sich. Vielleicht würden bei einem Spielbeginn ab 10 Uhr einige Jugendliche dann an beiden Tagen spielen wollen?

Zum Schluss: Es gibt für beide Anfangszeiten gute Gründe und Argumente. Egal wie die Entscheidung ausfällt, irgendjemand wird das nicht gefallen. Daher wäre mein Vorschlag, die Situation einfach komplett zu analysieren, sachlich und stichhaltig Argumente austauschen und versuchen, einen Kompromiss für beide Seiten- wenn möglich- zu finden. Denn um alle einigermaßen zufrieden zu stellen, wird es keine einheitliche Lösung geben können!

Kai Stephan Kussatz am :

Mir ist 10 Uhr auch lieber, aber das ist nicht der entscheidende Punkt für mich. Mich stört noch etwas ganz Anderes, was aber hierzu im Zusammenhang gesehen werden muss:

Besonders unglücklich hat der BSV dieses Jahr die 9. Runde gelegt. Beginn ist zwar um 9 Uhr, es fühlt sich aber wegen der Sommerzeit-Umstellung an diesem Tag wie 8 Uhr an. Obendrein handelt es sich um die Schlussrunde, wo die Vereine mit ihren Mannschaften üblicherweise gerne gemeinsam essen gehen.

Speziell in der Stadtliga wurde ausgerechnet auch noch die geographisch weit entfernteste Ansetzung vorgenommen, wo Zitadelle 2 nach Fredersdorf fahren muss. Solche Partien sollten niemals auf eine Schlussrunde gelegt werden. Das macht das zeitgleiche gemeinsame Essen mit den Heim-Mannschaften desselben Vereins geradezu unmöglich.

Nebenbei: Ich bin dagegen, dass am Tag, wo die Sommerzeit umgestellt wird, überhaupt eine BMM-Runde stattfindet.

Patrick Böttcher am :

Es ist etwas seltsam, dass die vielleicht wichtigste Frage hier anscheinend noch gar nicht angesprochen worden ist: Unter welchen Konditionen spielen wir unser bestes Schach?
Es entspricht nicht nur meiner eigenen Lebenserfahrung, sondern dürfte unter Schachspielern allgemein weit verbreitet sein, dass man früh am Morgen müde und einfach noch nicht "auf Betriebstemperatur" ist. Selbst unter Großmeistern werden grobe Fehler oft damit entschuldigt, dass es eben eine Sonntagmorgen-Partie war. Und das liegt nicht an mangelnder Disziplin und durchgezechter Nacht, sondern betrifft selbst die Profis. Allerdings beginnen die Partien auch in der Bundesliga oder in Turnieren mit Doppelrunden oder vorgezogenen Schlussrunden praktisch nie vor 10.
Natürliche Frühaufsteher mögen das mit Unverständnis wahrnehmen, aber (und das ist wohl auch mit den schon angesprochenen "veränderten Lebensgewohnheiten" gemeint) für die meisten bedeutet eine Stunde früher aufstehen schlicht und einfach eine Stunde weniger Schlaf. Und das wirkt sich nun mal aus. Ich selbst sehe mich in solchen Partien gefühlte 100 DWZ schlechter.
Da wäre ein Beginn um 10 Uhr schon eine erhebliche Entlastung. Selbst beim Mannschaftspokal spüre ich schon einen deutlichen Unterschied, und damit bin ich beileibe nicht allein. Ich habe noch keinen Spieler erlebt, der z. B. nach Berlin zugezogen ist und auf die Mitteilung der Anfangszeit nicht aufgestöhnt hätte.
Die Tradition des frühen Beginns scheint mir auch ein schwaches Argument, wenn außerhalb Berlins und auch international der Anfang nicht vor 10 offenbar den Standard darstellt. Dann ist wohl eher die BMM-Regelung die Anomalie, von der zumindest hinterfragt werden darf, ob sie noch angemessen ist.
Bisher hing ich auch etwas dem Klischee an, dass eher die jüngeren Spieler darunter leiden, aber die Funktionäre Ü60 an ihrem Nachmittagsspaziergang hängen und deshalb jede Änderung abblocken. Da wurde ich aber eines besseren belehrt, als bei Zitadelle darüber diskutiert wurde und bei der Frage, wer für 10 Uhr wäre, quer durch alle Altersgruppen die Hände hochgingen.
Es ist doch weniger entscheidend, ob die Versammlung Änderungen verbindlich beschließen darf oder die Turnierordnung in den Händen des Präsidiums liegt, was für Detailfragen auch ganz richtig ist. Das Präsidium ist der Versammlung gegenüber verantwortlich und sollte sich einem entsprechenden Auftrag nicht verschließen können.
Wichtig wäre tatsächlich einmal, dass in den Vereinen offen darüber diskutiert wird und deren Vertreter das vorgefundene Meinungsbild dann ihrem Abstimmungsverhalten zu Grunde legen. Wenn das z. B. bei Mariendorf eine Mehrheit für 9 Uhr ergibt, so mag das mir privat unbegreiflich sein, ist aber natürlich zu respektieren, und der Verein sollte dann auch entsprechend abstimmen. Genauso aber eben auch umgekehrt.
Hier liegt ein Antrag vor, bei dem man sich offenbar große Mühe gegeben hat, auch organisatorische Bedenken auszuräumen, an denen frühere Anläufe gescheitert sind, etwa Probleme mit den Spiellokalen einzelner Vereine. Ob das dann so bleibt oder eine Übergangsregelung darstellen würde, kann man dann immer noch sehen.
Dass sich hier viele Spieler von Kreuzberg gemeldet haben, dürfte übrigens einfach daran liegen, dass der diskutierte Beitrag von dort kommt. Eine "schweigende Mehrheit" für die Gegenseite lässt sich daraus jedenfalls nicht herleiten.
Und zu dem Einwand, ob die Leute denn verstehen, wozu sie da befragt werden: Die Transferleistung, dass eine Veranstaltung, wenn sie eine Stunde später beginnt, auch eine Stunde später endet, traue ich noch jedem zu, der in der Lage ist, Klötzchen über ein Holzbrett zu schieben.

Patrick Böttcher am :

Wenn der spätere Beginn in Ligen außerhalb Berlins auf längere Anfahrtswege zurückgeführt wird, so trifft das schon mal auf kleine Einheiten (Hamburg, Bremen, Saarland) nicht zu. Und in dem Fall wäre ja auch die Rückfahrt entsprechend länger, der Spieler also sogar noch später zu Hause. Überall sonst scheint das aber offenbar niemanden zu stören.
Und vergessen wir nicht: Es geht hier nicht um die Zerstörung des Familienlebens, sondern um 9 Sonntage im Jahr, die man einen halben Tag lang dem Schach widmet.

H. Mayer am :

"Es geht hier nicht um die Zerstörung des Familienlebens, sondern um 9 Sonntage im Jahr, die man einen halben Tag lang dem Schach widmet"
Patrick, Klasse-Argument für 9 Uhr, 9mal im Jahr kann man doch so aufstehen, um zu dieser Zeit am Schachbrett zu sitzen, oder?!

Patrick Böttcher am :

Ich stehe ja notgedrungen früh auf, nur fällt es mir dann eben schwer, vernünftiges Schach zu spielen.
Menschen haben nun einmal völlig unterschiedliche Tagesrhythmen. Da sind die Standpunkte offenbar unvereinbar: Die einen können es nicht fassen, wie jemand um 7 von selbst "aus dem Bett fallen" kann, die anderen verstehen nicht, dass es vielen einfach nicht möglich ist, einfach mal ab 22 Uhr zu schlafen...
Gerade deshalb wäre es doch wirklich einmal wesentlich, wenn sich von der Basis her ein echtes Meinungsbild ergibt, ohne Totschlagargumente und Polemik.
Nur komme bitte bloß nicht wieder jemand mit Bedenkzeitverkürzungen, wie im manchen Beiträgen schon angeklungen. Wir wollen es nicht nur schnell hinter uns bringen, sondern versuchen, unser bestes Schach zu produzieren!

Felix Engers am :

"9mal im Jahr kann man doch so aufstehen, um zu dieser Zeit am Schachbrett zu sitzen, oder?!"
Die meisten von uns stehen oder standen wohl mehrfach die Woche früher oder gleich früh auf. Das alleine ist ja nicht das Problem. Wenn man aber erst mal nur eine Stunde am Brett sitzt, geistig aber noch nicht auf der Höhe ist, dann ist das viel eher eines.

Unabhängig von meiner persönlichen Meinung:
Es ist doch offensichtlich, dass es zumindest zwei Lager gibt, die sich hier positionieren. Beide Seiten haben Argumente gebracht, die nun mehrfach wiederholt werden und wurden.

Trotz allem melden sich hier naturgemäß nur ein Bruchteil aller BMM-Spieler und Interessierten zu Wort. Es sollte einen, wenn nicht mehrere, Wege geben ein Meinungsbild aller Betroffenen einzuholen. Vielleicht sollte man dies in diesem Fall auch mal tun.

In jedem Fall scheint der Verbandstag ja keine Entscheidungsbefugnis zu haben. Insofern wäre es wünschenswert wenn die Spiel- und Turnierleiter des BSV und der BMM bzw. das Präsidium hier einfach mitteilen wie sie planen mit diesem Problem umzugehen. Eventuell kann eine direkte Mitgliederbefragung hier viel mehr Aufschluss geben, als ein Stimmungsbild auf einem Verbandstag o.Ä.

Thomas Mothes am :

Ich denke, es sollten in allen Vereinen die Mitglieder befragt werden und nicht die, die auf dem Verbandstag die Stimmen abgeben. Und dann entscheidet eben die Mehrheit. Das jede Seite ihre berechtigte Meinung hat, sehen wir hier. Die Diskussion wird hier ewig so weiter gehen.
Auch bei uns auf der MV am letzten Donnerstag hatte jeder seine Meinung, wir haben dann einfach eine Abstimmung gemacht und werden auch am Sonntag zur BMM die noch fehlenden befragen.
Mir persönlich ist es z.B. egal, Familie hin oder her, wenn am Sonntag Schach im Kalender steht, weiß die Frau dass ich den ganzen Tag fehle. Bei uns Endet der Schach-Tag nicht mit dem Ende der Partie - egal ob die um 9 oder um 10 anfängt.
Es gibt auch bei uns Unterschiede die reichen von noch früher spielen (8:30 Uhr) bis zu Spielern die aus anderen Bundesländern kommen und es von dort noch kennen Nachmittags zu spielen. Die einen wollen früh mit der Familie gerne Frühstücken, andere haben noch eine weite Heimreise nach der Partie. Mann wird nie alle zufrieden machen können, also sollte die Mehrheit entscheiden.

Jürgen Eising am :

Wie es in höheren Klassen abläuft, kann ich mangels Spielstärke nicht einschätzen, aber in der 4. Stadtklasse trifft man auf viele Eltern-Kind-Teams. Da kann ich natürlich nicht für alle sprechen, aber uns geht es ähnlich wie Familie Held. Beim letzten Spieltag gegen Buch am anderen Ende der Stadt mussten wir um 6:30 aufstehen, um pünklich um 9 Uhr am Brett zu sitzen. Das stieß nicht nur bei den lieben Kleinen auf wenig Begeisterung. Auch meine Frau würde es begrüßen, wenn das morgendliche Gerumpel ("Papa, wo ist denn mein Kuli?") sie eine Stunde später aus dem wohlverdienten Schlaf reißt. So richtig lange dauert es in der 4. Stadtklasse dann meist auch nicht. Die letzte Partie in Buch war vor 13 Uhr vorbei und wir waren in 14 Uhr in Adlershof. Da hätte man auch eine Stunde später noch die Nachmittags-Sonne nutzen können. Mindestens in der 4. Stadtklasse wäre aus unserer Sicht ein Beginn um 10 Uhr sehr zu begrüßen.

Thomas Deutschmann am :

@Michael Woinowski und @Matthias Kribben:
Mich verwundert der von Euch vermittelte Eindruck, die Spieler seien mehrheitlich klar für einen BMM-Start um 10 Uhr (auch schon bei der letzten Abstimmung vor etwa zehn Jahren) und nur die "Funktionäre" hätten ihre Minderheitsmeinung gegen die Mehrheit durchgedrückt.

1. Die Meinung der Mitglieder des BSV ist noch gar nicht ermittelt worden. Es sind bloße Mutmaßungen eurerseits.

2. Für mich ist die Meinung der BMM-Spieler nur ein zu beachtender Aspekt unter mehreren. Denn in so einer Umfrage hat derjenige, der um 8.55 Uhr erscheint, sich an ein aufgebautes Brett setzt, um 11 Uhr gerne ein Kurzremis vereinbart und dann nach Hause geht, genau die gleiche eine Stimme, wie derjenige, der ab 8.30 Uhr das Spiellokal aufbaut, als Mannschaftsleiter und Schiedsrichter oft bis zur letzten Partie um 15 Uhr (Stadtliga oder Landesliga) da ist, dann noch das Spiellokal abbaut und oft erst um 16 Uhr heimgeht.
Genau deswegen sollte m.E. die Meinungsbildung via Vereinsstimmen auf dem Verbandstag erfolgen. Und die Vereinsvorstände können ihrerseits die Mitglieder, die Mannschaftsleiter, etc. befragen und so bestmöglich abstimmen.

Detlef Heidinger am :

... und wenn man es als Kompromiss mit 09:30 versucht?

(bisher nur von Marco und Herbert am 17.03. vorgeschlagen)

Frank Hoppe am :

@Thomas: In einem jüngeren Beitrag läuft ja derzeit eine Mitgliederbefragung. Bisher haben sich schon 70 Mitglieder beteiligt. Nach 14 Stunden kein schlechtes Ergebnis.

Klaus Körting am :

Fakt ist, die Entscheidung zum BMM-Beginn kann nicht jedem Schachfreund passend gemacht werden. Eventuell prüfen wir es als Neuheit für eine Saison mit 10:00 oder 9:30 Uhr.

Brigitte Große-Honebrink am :

Ich möchte noch einen weiteren Aspekt in die Diskussion einbringen: Selbstverständlich wird erwartet, dass sich die wie auch immer gestaltete Minderheit der möglicherweise knappen Mehrheit zu fügen hat - nach dem Motto: The winner takes it all. Ist ja auch so geschehen und war ja auch in Ordnung.

Angenommen, es wird wieder eine Entscheidung für den 9-Uhr-Start fallen: Ist es nach so vielen Jahren bzw. Jahrzehnten nicht auch mal an der Zeit, der gar nicht so kleinen Minderheit Mitbestimmungsrechte zuzugestehen?

Ansonsten möchte ich Patrick Böttcher und Klaus Körting voll beipflichten.

Felix Engers am :

Ich möchte auch die Frage in den Raum werfen, ob es denkbar ist zu schauen, wie die unterschiedlichen Spielklassen abgestimmt haben. Vielleicht gibt es ja in den Stadtligen und der Landesliga ein ganz anderes Meinungsbild als in der 1-4. Klasse oder Ähnliches.

Sollte dies zu viel Aufwand sein biete ich mich auch gerne an die Abstimmungsergebnisse in dieser Richtung einmal auszuwerten. Selbst wenn es organisatorische Probleme gäbe einen unterschiedlichen Start zu managen, so finde ich es sehr interessant, welche Faktoren welchen Start bevorzugen. (Vllt. auch hinsichtlich des Alters, der Vereine etc. auswerten)

In jedem Fall schon mal vielen Dank, dass mit dieser Umfrage überhaupt die Möglichkeit eröffnet wird, dass sich jedes Mitglied gleichmäßig an diesem Diskurs beteiligen kann.

@Thomas
Ich sehe das Problem bei der Abstimmung auf dem Verbandstag schlicht darin, dass ein Verein seine Stimme(n) nun mal nicht teilen kann. So muss zum Beispiel Kreuzberg oder Tegel (soweit mir bekannt) ja mit allen Stimmen für eine der Möglichkeiten abstimmen. Das führt dann eventuell dazu, dass die Stimmen aus den jeweiligen Vereinen, die anderer Meinung sind im Gesamtbild komplett hinten runter fallen. In den entsprechenden Vereinen kann dies bis zu 60, 70 Mitglieder betreffen. Deshalb finde ich das Gesamtmeinungsbild doch deutlich aussagekräftiger. Im Übrigen finde ich auch, dass jeder Spieler (auch der Remisschieber um 9.30) durchaus zu Recht gleiches "Stimmrecht" hat.

Peter Held am :

Zum Vergleich fände ich es interessant eine Übersicht zu sehen, wie die Startzeit in den anderen Landesverbänden geregelt ist und welche Erfahrungen dort gemacht wurden. Also z.B. ob die Regelung kürzlich geändert werden musste, weil eine Mehrheit Änderungsbedarf empfand. Ich weiß von Hessen, dass dort traditionell (schon seit über 30 Jahren) die Startzeit Sonntags, 14 Uhr ist und ich habe bisher noch nie eine Stimme vernommen, der das zu früh oder zu spät gewesen wäre.
Kann jemand aus anderen Landesverbänden berichten? Wenn jemand der Ansicht ist, man sollte Land- und Stadtstaaten nicht vergleichen, möge er es bitte begründen. Die durchschnittliche Fahrzeit dürfte sich jedenfalls in Berlin ähnlich wie in Hessen zwischen 30 und 90 Minuten bewegen.

Thorsten Groß am :

Für die norddeutschen Verbände hatte ich dies bereits beim Schreiben des Antrags recherchiert:

Niedersachsen: Sonntag, 10 Uhr
Bremen: Sonntag, 10 Uhr
S-Holstein: Sonntag, 10 Uhr
Meck-Pomm: Sonntag, 10 Uhr
Brandenburg, Sonntag, 10 Uhr
Hamburg, Montag - Freitag, 19 Uhr (außer Landesliga)

In allen Verbänden die sonntags um 10 Uhr spielen, gibt es außerdem (mit leichten Abwandlungen), die Möglichkeit, dass der reisende Verein den Starttermin um 1 Stunde nach hinten (also auf 11 Uhr) verlegen kann.

Die Hamburger Regelung entspricht in etwa unserer Feierabendliga, hat aber den wichtigen Nachteil, dass Kinder und Jugendliche wegen des späten Termins kaum mitspielen werden. Um diesen Nachteil abzumildern, gibt es in Hamburg Freitagsstaffeln, die ihre Spiele ausschließlich Freitags spielen.

Eine Änderung des Spieltermins ist mir aus Bremen bekannt: In Bremen gab es früher auch den Regelbeginn um 9 Uhr, wobei es einige (Heim-) Vereine gab, die erst um 10 Uhr anfingen. Irgendwann in den letzten 20 Jahren ist dies geändert worden. Ich vermute, dass der Spielbeginn an Niedersachsen angeglichen wurde, mit denen es ab Verbandsliga (entspricht der Berliner Stadtliga) einen gemeinsamen Spielbetrieb gibt.

Die Entfernungen können übrigens auch in Bremen >100 km sein, da eine ganze Reihe von Vereinen aus dem niedersächsischen Umland im Bremer Verband organisiert sind.

Georg Adelberger am :

Nachreichen möchte ich noch den Stand eine detaillierteren Umfrage beim SCK (nach 38 Antworten):

Der Zeitpunkt ist mir egal, ich spiele keine BMM 5,3%
Der Zeitpunkt ist mir egal, ich spiele um 09.00 Uhr und um 10.00 Uhr 2,6%
Ich spiele lieber um 09.00 Uhr, aber auch um 10.00 Uhr 18,4%
Ich spiele lieber um 10.00 Uhr, aber auch um 09.00 Uhr 63,2%
Ich spiele um 09.00 Uhr, aber NICHT um 10.00 Uhr 0,0%
Ich spiele um 10.00 Uhr, aber NICHT um 09.00 Uhr 10,5%

Hier sind also 4 Spieler, die aufgrund des momentanen 09.00 Uhr-Beginns NICHT spielen.

Thomas Binder am :

Der Verweis auf andere Landesverbände ist immer schwierig, weil die Bedingungen - insbesondere Entfernungen und Verkehrsmittel - mit Berlin eben kaum zu vergleichen sind.
Da das Statement weiter oben aber eine ziemlich klare Mehrheit für 10 Uhr suggeriert, habe ich mir die Mühe einer weiteren kleinen Stichprobe gemacht:
Sachsen-Anhalt 9:00 Uhr (oder Samstag 14:00 Uhr)
Sachsen 9:00 Uhr
Thüringen 9:00 Uhr.
Genau genommen müsste man überall noch jeweils in die Unterbezirke schauen, das habe ich jetzt nicht getan. In allen von mir genannten Fällen lässt die Turnierordnung Ausnahmen zu, die aber an Bedingungen geknüpft (z.B. mehr als 150 km Anreise).

Jens Sorgenfrei am :

Solange wie ich in Berlin Schach spiele finde ich den BMM-Anpfiff um 09:00 zum würgen. Ich habe Jahrelang in der Schweiz gespielt Anpfiff Samstags 14:00 Uhr und habe deutlich bessere Resultate erzielt. Ist aber Auch nicht optimal weil man verpasst die Sportschau! Dort hat man aber auch zum Teil sehr weite Anreisen. Und ja bei den Kindern ist 9:00 den Eltern zu früh oder 15:00 ist Omas Geburtstag aber ehrlich nach der ganzen Arbeitswoche und den Samstagabend mit der liebsten hab ich ganz sicher keinen bock auf sonntägliches früh aufstehen um dann sonntagnachmittags nach dem Match auch noch platt zu sein. Wenn der Sonntag eh schon weg ist dann wenigstens mit Ausschlafen. Ich spiele um 9 wegen der Mannschaft aber nicht mit Spaß und hab auch schon überlegt ob ich nächste Saison überhaupt noch Bmm spiele.

Michael Woinowski am :

In NRW ist es nie vor 10h, eher später.

Niederrhein 10h Sonntag
Südwestfalen 14/15h Samstag
Mittelrhein 11h Sonntag je nach Unter-Verband auch 16h SA, oder FR20
OWL 10h (Lippe 15h) Sonntag
Ruhrgebiet 14h Sonntag (Essen 11h)
Münsterland Samstag 15/16h

in Bayern landesweit Sonntag 10h, auf Antrag auch bis eine Stunde später möglich

Baden Württemberg 9h.

Interessant finde ich ja das in höheren Ligen grundsätzlich später mit den Partien begonnen wird, was ja aus sportlicher Sicht gute Gründe haben wird.

Manfred Lenhardt am :

Bitte beachten: Baden und Württemberg sind zwei Verbände.

In Württemberg können die 6 Bezirke eigenständige Beginnzeiten festlegen.

Bezirk Oberschwaben:
- Landesliga (entspricht Stadtliga in Berlin): Sonntag 10 Uhr (Fahrten bis zu 100 km und mehr)
- die weiteren Klassen gliedern sich in Nord und Süd; haben daher kürzere Fahrten: So 9 Uhr

Bezirksübergreifend sind die Oberliga und zwei Verbandsligen: Sonntag 10 Uhr

Bezirk Alb/Schwarzwald spielt bspw. Samstag 17:30 Uhr

Michael Woinowski am :

Rheinland-Pfalz ebenfalls 10h, auf Antrag des reisenden Vereins ist eine Verlegung auf 11h möglich.

Saarland Sonntag 15h

Demnach spielt in der Mehrheit der Verbände und somit die Mehrheit der Schachspieler im Bundesgebiet um 10h oder später.

Außer persönlichen Vorlieben sehe ich daher nicht was argumentativ für 9h spricht.

Michael Woinowski am :

@Manfred Lenhardt
ja das stimmt, hatte nicht die Muße für BW alle Verbände zu checken.
Wenn die Anfahrtswege in den (Unter-)Verbänden zu groß sind spielen diese (logischerweise) wohl eher später (teilweise ja auch in NRW)

Olaf Ritz am :

Wie schon von einigen Vorrednern ausgeführt wurde, sind es oftmals nicht "persönliche Vorlieben", die für 9 Uhr sprechen, sondern organisatorische Zwänge, wenn BMM-Spielstätten nachmittags anders genutzt werden.

Bei uns im Tempelhofer SV Mariendorf 1897 e.V. etwa im Nov./Dez. für zahlreiche Weihnachtsfeiern in einem Großverein mit insgesamt ca. 1400 Mitgliedern aus diversen Abteilungen, aber auch für SKY-Fußball-Übertragungen in unserem Vereinsheim am Sonntag-Nachmittag u.v.a.m.

Michael Woinowski am :

Der Verbandstag beauftragt den Spielausschuss, die Turnierordnung in §10 „Allgemeine Festlegungen“ zur Saison 2017/18 wie folgt zu ändern:
„Die Wettkämpfe der BMM beginnen sonntags im Regelfall um 10:00 Uhr. Auf Antrag des Heimvereins ist abweichend ein Spielbeginn um 09:00 Uhr möglich.“

Cord Wischhöfer am :

Liebe Schachfreunde,

In meinen Lebensumständen spielt der Sonntagnachmittag mit der Familie keine Rolle. Bei mir in der Familie wollen Sonntags alle ausschlafen. Meine Familie besteht aus Nachteulen. Ich hasse es früh aufzustehen.

Ich spiele seit 1980 Turnierschach für Vereine in Niedersachsen, Saarland, Berlin und der Schweiz und in deutschen überregionalen Ligen. Ich kenn also einen großen Strauß an Anfangszeiten. Die späteren waren mir immer lieber, weil ich da anders als an frühen Terminen wenigstens wach bin.

Moralisch verbrämte Argumente für den einen oder anderen Spielbeginntermin brauch ich nicht wirklich.

Sollte der Verbandstag eine mehrheitliche Empfehlung für z.b. 10:00 aussprechen, dann wünsche ich mir von den Vertretern einer 9:00-Uhr-Regelung, dass sie das genauso zähneknirschend mit(er)tragen, wie ich es seit 1980 als aktiver Schachspieler zähneknirschend mit(er)trage, dass Frühaufsteher bestimmen, wann ich als Nachteule mit ihnen Schach spiele. :-))

Und ansonsten gilt für uns Schachspieler das Motto der Fide. Gens una sumus.

Cord

Tony Schwedek am :

Warum fangen wir nicht einfach um 6 Uhr morgens an? Dann wird wenigstens das Durchmachen nicht immer so aufwendig ;-D

*Achtung Ironie...

H. Mayer am :

Fazit: Einziges - sinnvolles - Argument der 10-Uhr-Fans: Ausschlafen (alle andere wie Nichtwach - Nichthöchstleistung - andere Verbände - und vieles andere - erweist sich als vorgeschobene Argumente). 9-Uhr-Anhänger argumentieren zumindest noch in Richtung eines für sie sinnvollen Tagesablaufs (z. B. mit Familien) oder erinnern an außerschachliche Zwänge (Spiellokal o. ä.). Also letztlich "nur" eine Entscheidung zwischen eine Stunde länger schlafen oder nicht.

Hartmut Riedel am :

Liebe Leute,
ich denke, das Schach hat noch viel Luft nach oben, wenn es darum geht, für Aktive, für Zuschauer und (im Jugendbereich) für betreuende Eltern attraktiver zu werden.

Es ist denn doch nicht egal, wann angefangen wird. Im Fußball steigt zum Beispiel das Niveau der Spiele mit dem Anfangstermin: Kreisklasse 11 Uhr, Chamionsleague 20.45 Uhr. Fragen?

Und noch etwas. Wem es egal ist, wann man morgens aufsteht, der ist einfach schon zu alt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Senile_Bettflucht

Will sagen: Wenn wir für junge Leute interessant sein wollen, die gern auch mal am Samstag Abend länger als 22.45 Uhr (Ende der Tagesthemen) wach sein und ein soziales Leben außerhalb des Schachbrettes üben wollen, dann sollten wir denen diese eine wichtige Stunde gönnen.

Wenn 9.00 Uhr gewinnt, sind wir ein Sport der alten Knacker, die sich zu nachtschlafener Zeit in sonderbaren Seniorenclubs treffen.
Wenn 10.00 Uhr gewinnt, sind wir eine hippe Freizeit-Activity für junge aktive metropolentaugliche Erwachsene.

Sven Schüle am :

@Hartmut: Leider enthält Dein Beitrag viele ziemlich flache Argumente:

"für Zuschauer attraktiver zu werden"
=> Es würde mich sehr überraschen, wenn wir durch Verschiebung der mehrstündigen BMM-Wettkämpfe von "9:00 Uhr bis ca. 14:00/15:00 Uhr" auf "10:00 Uhr bis ca. 15:00/16:00 Uhr" mehr als ein bis zwei zusätzliche Zuschauer für die gesamte BMM hinzugewinnen würden. Welcher Zuschauer kommt schon zur BMM, und dann auch noch früh morgens? Wenn, dann geht man mittags hin, wenn was passiert. Und dafür spielt ein Beginn um 9 oder 10 Uhr keine Rolle.

"für betreuende Eltern attraktiver zu werden"
=> Die Gesamtdauer eines BMM-Wettkampfs ist dafür wohl eher das Hindernis als die Anfangszeit.

"Kreisklasse 11 Uhr"
=> Hast Du schon mal nachgesehen, wann beim Fußball die Jugend-Punktspiele beginnen? Außerdem dauert ein Fußballspiel nur 90 Minuten (Jugend kürzer), ein Schachwettkampf aber mehrere Stunden.

"Championsleague 20:45 Uhr"
=> Ja, wochentags zu einer für viel Geld vom Fernsehen bestimmten Zeit. Hat nichts mit Amateursport zu tun. Abgesehen davon sind die Fußballprofis erst recht keine Langschläfer, schau dir mal ihren Tagesablauf an.

"soziales Leben außerhalb des Schachbrettes"
=> Das Jahr hat i.d.R. 52 Wochenenden, die BMM-Saison belegt davon nur neun. Und wer wirklich am Samstag abend lange feiert und nicht vor 1:00 Uhr morgens ins Bett kommt (wenn das mal reicht), dem hilft ein Spielbeginn um 10:00 Uhr auch nicht viel, denn auch dafür muß er den Wecker stellen und wird diesen dann morgens am liebsten aus dem Fenster werfen.

"Sport der alten Knacker ... sonderbare Seniorenclubs ... hippe Freizeit-Activity ..."
=> Vielleicht hast Du recht ... dann organisiere doch mal andere Räumlichkeiten für die ganzen Berliner Schachvereine, die genauso kostengünstig sind. Die vielen jungen aktiven metropolentauglichen Erwachsenen werden dann auch sicher gerne die ganze Organisation aus den Händen der alten Knacker übernehmen, einschließlich der Durchführung der BMM-Heimspiele, zu denen sie ja dann zahlreich ausgeschlafen erscheinen werden.

Tony Schwedek am :

@Sven Schüle und Hartmut Riedel:
Genau deswegen hab ich das meines Erachtens überflüssige "*Achtung Ironie" hinter meinem Post geschrieben...

Patrick Böttcher am :

Es ist mir rätselhaft, wie man die Frage, wann und unter welchen Voraussetzungen man denn besser spielt, als "vorgeschobene Argumente" bezeichnen kann (wie auch der Vergleich mit anderen Verbänden durchaus sinnvoll ist). Das sollte eigentlich der wichtigste Punkt von allen sein, wird hier aber anscheinend gar nicht diskutiert.

Patrick Böttcher am :

Ansonsten natürlich großes Lob, wie die doch rege Teilnahme der Mitglieder hier vom Präsidium mit der Umfrage aufgenommen wird. Damit und mit den internen Gesprächen in vielen Vereinen haben wir dann vielleicht erstmals ein halbwegs repräsentatives Meinungsbild, das dann hoffentlich auch in die Entscheidungsfindung eingeht.

Herbert Mayer am :

„vorgeschobenes Argument“: Lieber Schachfreund Böttcher, schau doch bitte mal auf einschlägige Untersuchungen zum Tagesrhythmus und zur Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers und Gehirns (z. B. unter den Schlagworten Biorhythmus, menschliche Leistungskurve o. ä.). Da wirst Du zwar sicherlich im Einzeln unterschiedliche Angaben finden. Sie datieren aber in der Regel morgens die beste Leistungsfähigkeit so ab 9 Uhr (oft ansteigend mit dem Höhepunkt um 10 Uhr) bis etwa 11/12 Uhr. Danach folgt eine Ermüdungsphase, bevor am Nachmittag – so etwa 15/16 bis19/20 Uhr - für einige Stunden wieder eine Hochleistungskurve kommt. Diese fällt dann abends – so ab 20 Uhr – rapide ab. Ich kann nirgends finden, dass zwischen 10 – 15/16 Uhr eine Zeit durchgehender Höchstleistungsfähigkeit existiert, was natürlich auch für 9-14/15 Uhr gilt. Zumindest ist aber deutlich abzuleiten: ein Beginn um 10 Uhr bedingt keineswegs aufgrund der späteren Uhrzeit bessere schachliche Leistungen bzw. Leistungsfähigkeit. Bei den Spielern, die das meinen, fällt also subjektives Empfinden und objektives Sein doch etwas auseinander. Und noch zu abends: Demnach wäre es für jeden ungünstig, Turniere, die nach 17 Uhr – und erst recht nach 19 Uhr – beginnen, mitzuspielen.
Fazit: es gibt keine stimmige Begründung für einen Beginn um 10 Uhr, dass man da a priori besser Schachspielen kann. Es bleibt: Etliche/viele Leute wollen Sonntagsmorgen länger schlafen.

Patrick Böttcher am :

Auch solche Untersuchungen gehen aber von bestimmten (ggf. durchschnittlichen) Aufstehens- und Schlafenszeiten aus. Es ist aber ebenso anerkannt, dass verschiedene Menschen nun mal einen völlig unterschiedlichen Biorhythmus haben, und da kann man nicht einfach den natürlich Frühaufsteher zu Grunde legen.
Nach 10 Stunden Arbeitstag ohne Mittagspause spiele ich abends wohl auch nciht besser, aber deshalb spiele ich eben auch keine Feierabendliga o. ä. Wenn dass die offizielle BMM werden sollte, bin ich raus.
Gerade solche Polemik wollte ich eigentlich vermeiden. Aber man sollte schon auch die Argumente und Wahrnehmungen der anderen hinnehmen können, ohne diese als "vorgeschoben" zu bezeichnen. Wenn wir nur noch die Motive jeder Meinungsäußerung diskutieren wollen, wird es unsachlich.

Marc Rüther am :

@Herbert Mayer

Möchtest du behaupten, dass jemand, der um 6 Uhr aufsteht, um 12 Uhr die gleiche Leistungsfähigkeit hat als jemand, der um 10 Uhr aufsteht? Das wage ich stark zu bezweifeln. Vielleicht bin ich auch ein medizinisches Wunder, denn bei mir hängt die Tagesverlaufskurve stark davon ab, wie lange ich geschlafen hab.

Im übrigen ist es doch total wurscht, warum Leute um 10 oder 9 spielen wollen. Sie wollen es, und das muss man respektieren.

Herbert Mayer am :

@Marc: "Im übrigen ist es doch total wurscht, warum Leute um 10 oder 9 spielen wollen. Sie wollen es, und das muss man respektieren" - ja, genau darum geht es und das schrieb ich. Die einen wollen wie bisher um 9 Uhr spielen, die anderen eine Stunde länger schlafen. Das ist die Kernfrage. Und alle andere Begründungen sind, wenn man ehrlich zu sich und den anderen ist, vorgeschobene Argumente.

Matthias Pröschild am :

10 Uhr zu beginnen wäre für mich persönlich eine Wohltat. Ordentlich ausgeruht nach einer harten Arbeitswoche ans Brett zu gehen wäre für mich vorteilhaft (na gut, für meinen Gegner sicher auch, insofern frisst das meinen Vorteil wieder auf).

Pech nur, dass nach 6 Stunden Spielzeit plus etwas Analyse, Aufräumen usw. und Heimweg der Sonntag komplett vorbei ist. Komme ich dann nach Hause, bereite ich mich auf den nächsten Arbeitstag vor und schalte dann den "Tatort" ein.

Ausbaden müssen es also meine Frau und meine Kinder. Keine Zeit mehr übrig zum Spielen. Zum Besprechen der nächsten Woche oder zum Kochen. Mein Komfort des Ausschlafens und Schachspielens geht mithin zu Lasten insbesondere meiner Kinder.

Ohne mich.

Da verzichte ich lieber auf etwas Komfort. Meinetwegen sogar auf schachlichen Erfolg und auf Qualität meiner Partien (in die Schachgeschichte gehen die sowieso nicht ein).

Schach ist mein Hobby. Für meine Familie aber trage ich VERANTWORTUNG. 9 Uhr oder gar nichts.

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