1981 war ein in jeder Hinsicht denkwürdiges Jahr - für mich. Ich beendete nicht nur die 10. Klasse der Polytechnischen Oberschule in Hönow, sondern spielte im Februar auch mein erstes richtiges Schachturnier mit. In einer Berliner Tageszeitung warb der BFA Berlin um Mitspieler für das 1. Kurt-Richter-Gedenkturnier - offen für Vereinsspieler und Nichtorganisierte. Das Turnier sollte an sieben aufeinanderfolgenden Tagen während der Winterferien in einer Schule in der Marzahner Bruno-Baum-Straße stattfinden. Einen später anhand alter Unterlagen erstellten Bericht kann man auf dieser Seite nachlesen.
Als damals 16jähriger konnte ich nicht vorausahnen, daß ich irgendwann selbst einmal zu den Funktionären und einer Turnierleitung gehören würde. Das Lehrerzimmer, in dem sich die Turnierleitung um Gerhard Mietzelfeldt "verschanzt" hatte, war für mich immer wieder interessant. In der heißen Phase zwischen den Runden, wenn die Auslosungskärtchen auf dem Tisch hin- und hergeschoben wurden (wer kann Schweizer System heute noch per Hand auslosen...), war das Zimmer tabu. Ja, man wurde förmlich hinausgeworfen, wollte man in dieser Zeit eine Auskunft haben.
Gerhard Mietzelfeldt (inzwischen 74) ist immer noch dabei. Man darf ihn getrost den Vater des Kurt-Richter-Gedenkturniers nennen. Auch wenn das Turnier viele Jahre pausierte und im Laufe der drei Jahrzehnte viele Verwandlungen durchmachte - so lebt es doch immer noch. Die magische Anziehungskraft der ersten Jahre ist allerdings verloren gegangen. Das mag auch daran liegen, daß für mich damals alles superneu und superinteressant war. Schließlich verbinde ich mit den ersten beiden Turnieren prägende, schachliche Erlebnisse in meinem Leben. 1981 "verwirrte" mich Peter Höhne - der leider viel zu früh im Alter von 66 Jahren am 31. März 2005 verstarb - mit der Frage, ob ich nicht mal zum Jugendtraining bei Chemie Lichtenberg kommen möchte. Daraus wurde (leider) nichts. Ein Jahr später war mein Remis gegen den deutlich stärkeren Dagobert Kohlmeyer Ausgangspunkt eines kleinen Interviews, das er mit mir führte.
Als ich Gerhard kürzlich im Rathaus Schöneberg bei der Senioren-Schnellschachmeisterschaft traf, sagte ich ihm unverbindlich meine Teilnahme zu. Jetzt fiel mir aber auf, daß das zweite 24-Stunden-Marathonblitzturnier am gleichen Wochenende stattfindet. Und das habe ich mir schon fest vorgemerkt. Leider.
Ausschreibung
1. Rahmen
Das Kurt-Richter-Gedenkturnier (KRT) ist ein offenes Turnier für maximal 80 Teilnehmer, das vom Berliner Schachverband unterstützt wird.
2. Modus
Gespielt werden 5 Runden im Schweizer System. In 90 Minuten müssen 36 Züge absolviert werden, dann 15 Minuten bis Blättchenfall.
3. Zeitplan
Freitag, 26.08.2011 ab 17:30 Uhr Anmeldung
18:30 Uhr Eröffnung, dann 1. Runde
Samstag, 27.08.2011 10:00 Uhr 2. Runde
13:30 Mittagspause
14:00 3. Runde
Sonntag, 28.08.2011 10:00 Uhr 4. Runde
13:30 Mittagspause
14:00 5. Runde
ca. 17:30 Uhr Siegerehrung
4. Startgeld
10 EUR für alle Teilnehmer
5. Preise
Platz 1 = 125 EUR Platz 2 = 100 EUR Platz 3 = 75 EUR Weitere Geld- und Sachpreise in Abhängigkeit von Teilnehmerzahl, sowie Urkunden für die Erfolgreichsten; weitere Überraschungen und Sonderpreise, auch für hintere Plazierungen.
6. Wertung der Ergebnisse
Erreichte Punkte
Buchholzwertung
Sonneborn-Berger
Los
Das Turnier wird für die DWZ gewertet.
7. Anmeldung
Anmeldung per Email oder schriftlich an Gerhard Mietzelfeldt unter Angabe von Name, Vorname, Geburtstag, evtl. Verein und Rufnummer/Mail. Über die Teilnahme entscheidet die Reihenfolge der Anmeldung.
Gerhard Mietzelfeldt, Platz der Vereinten Nationen 23, 10249 Berlin, Tel. 2423070,
Email
8. Spielort/Anfahrt
Seniorenheim "Haus Jahreszeiten", Büschingstr. 29, 10249 Berlin. Bequem mit der Straßenbahn M5, M6 oder M8 zu erreichen (Haltestelle Büschingstr.).
9. Speisen und Getränke
Werden zu moderaten Preisen angeboten, evtl. am Samstag und Sonntag einfaches Mittagessen.
Beginnt das Turnier am 26.8. oder am 26.9. (Turnierseite) ?
[2] Frank Hoppe am 27. Juni 2011, 06:29 Uhr :
Ich habe von der Ausschreibung abgeschrieben und da steht ausdrücklich August. Da sich Thomas Mothes bei der Mitteilung der Links nicht beschwert hat, wird es auch August sein und September nur ein Schreibfehler.
[3] Thomas Mothes am 27. Juni 2011, 09:10 Uhr :
Oh, ja, ein Tippfehler. Wird geändert. Richtig ist der August!
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