| Friedrich Sämisch |
* 20.09.1896
† 16.08.1975 in Berlin
Anmerkung: SCHACH 12/1975 (S.373) spricht vom 23.8.75 (in Westberlin) als Todesdatum.
Datum Rang Rating +/- Alter
31.12.1920 #22 2343 65 24.27
31.12.1921 #23 2407 60 25.27
31.12.1922 #25 2439 54 26.27
31.12.1923 #31 2436 54 27.27
31.12.1924 #33 2436 59 28.27
31.12.1925 #30 2458 52 29.27
31.12.1926 #36 2443 53 30.27
31.12.1927 #33 2451 56 31.27
31.12.1928 #16 2539 54 32.27
31.12.1929 #14 2556 54 33.27
31.12.1930 #16 2538 56 34.27
31.12.1931 #19 2551 59 35.27
31.12.1932 #19 2545 64 36.27
31.12.1933 #20 2548 63 37.27
31.12.1934 #21 2544 67 38.27
31.12.1935 Inactive 2543 76 39.27
31.12.1936 #24 2535 70 40.27
31.12.1937 #37 2491 58 41.27
31.12.1938 #52 2455 59 42.27
31.12.1939 #55 2463 66 43.27
31.12.1940 #67 2433 69 44.27
31.12.1941 #56 2452 71 45.27
31.12.1942 #40 2462 68 46.27
31.12.1943 #33 2449 65 47.27
31.12.1944 #32 2458 74 48.27
31.12.1945 Inactive 2449 84 49.27
31.12.1946 Inactive 2463 87 50.27
31.12.1947 #63 2440 72 51.27
31.12.1948 Inactive 2434 82 52.27
31.12.1949 #98 2422 68 53.28
30.06.1950 #111 2419 68 53.77
31.12.1950 Inactive 2415 77 54.28
30.06.1951 Inactive 2422 77 54.77
31.12.1951 Inactive 2413 88 55.28
30.06.1952 Inactive 2416 88 55.77
31.03.1969 #546 2176 61 72.53
30.06.1969 #544 2177 60 72.77
30.09.1969 #547 2174 60 73.03
31.12.1969 #520 2175 60 73.28
28.02.1970 #600 2173 59 73.44
30.04.1970 #516 2171 67 73.61
30.06.1970 #513 2172 66 73.78
31.08.1970 #521 2173 66 73.94
31.10.1970 #557 2173 66 74.11
31.12.1970 #553 2175 66 74.28
28.02.1971 #557 2169 67 74.44
30.04.1971 Inactive 2167 77 74.61
30.06.1971 #508 2166 75 74.78
31.08.1971 #527 2166 75 74.94
31.10.1971 #486 2165 75 75.11
31.12.1971 #483 2166 75 75.28
29.02.1972 Inactive 2166 76 75.44
30.04.1972 Inactive 2164 88 75.61
30.06.1972 Inactive 2163 86 75.78
31.08.1972 Inactive 2163 86 75.94
31.10.1972 Inactive 2160 86 76.11
31.12.1972 Inactive 2161 86 76.28
28.02.1973 Inactive 2160 87 76.44
Quelle: http://www.chessmetrics.com/PL/PL34662.htm
 |  | Aus der Chronik der SG Glückstadt | |  |
...
Auch 1951 wurde das Jahr des Johannes Pfaue: er verteidigte den Vereinsmeister-Titel.
Doch die größte Sensation schaffte er bei der LEM 1951: hier erkämpfte er sich punktgleich
mit den so starken und erfahrenen Schachspielern Friedrich Sämisch, Prof. Erik Richter
und Karl-Heinz Henning den geteilten ersten Platz! Beim späteren Landesmeister-Stechen
in Kiel konnte Johannes Pfaue dann zwar "nur" Platz 4 erreichen, doch schon allein der
Umstand, mit den Spielern Sämisch, Prof. Richter und Henning in einem Stichkampf-Turnier
die Landesmeister-Krone von Schleswig-Holstein ausspielen zu können, war für ihn ein
riesiger Erfolg! Landesmeister nach diesem Stechen wurde übrigens der Plöner Prof. Richter.
Aufgrund der gemachten Bekanntschaft mit Friedrich Sämisch gab dieser am 11. Juni 1951 eine
Simultanveranstaltung an 22 Brettern in Glückstadt. Bei dieser Simultanveranstaltung
agierte der Eckernförder GM Sämisch äußerst erfolgreich. Er verlor nur gegen Herrn
Haack und remisierte gegen die Spieler Lehrke und Poschmann. Am selben Abend spielte
GM Sämisch dann auch noch sechs Blindpartien gegen die stärksten Spieler der SG Glückstadt.
Er gewann vier Partien, remisierte gegen Eberlin und verlor nur gegen Lehrke.
...
Quelle: http://www.sgg1920.de/Vereinsi[...]y_chronik_teil_2.htm
 |  | Paul Werner Wagner in der Berliner Zeitung | |  |
Im Charlottenburger Hinterhofmilieu wuchs Fritz, wie er von Freunden genannt wurde, in
sehr bescheidenen Verhältnissen auf. Nach Abbruch der Buchbinderlehre führte
er ein freies Leben. Im 1. Weltkrieg war Friedrich Sämisch (1896-1975) vom ersten
Tag an Frontsoldat. Er kehrte mit einer zerschossenen rechten Hand zurück und
stürzte sich sofort in das aufkeimende Berliner Schachleben. Als er sich entschied,
Berufsspieler zu werden, war der Schachverleger und Mäzen B. Kagan sein Förderer.
Schon bald zählte Sämisch zu den führenden deutschen Meistern. Er feierte
Turniererfolge in Baden-Baden, Dortmund, Brünn und Swinemünde.
Außergewöhnliche Leistungen vollbrachte er als Blindspieler. In seiner besten
Zeit gab er jährlich über 80 Blindsimultanvorstellungen. In den "Goldenen
Zwanzigern" traf man Kettenraucher Sämisch in den berühmten Berliner
Cafés am Schachbrett sitzend und ununterbrochen Kaffee trinkend. Er war ein echt
Berliner Bohemien. Immer in Geldnot und aus dem Koffer lebend, fuhr er von Turnier zu
Turnier. Seine größte Schwäche war die Zeiteinteilung. Er überlegte
in der Eröffnungsphase derart lange, dass er regelmäßig in Zeitnot geriet.
Sämisch war ein Meister der strategischen Defensive und lieferte der Schachwelt eine
Reihe genialer Eröffnungsideen. F. SÄMISCH - E. GRÜNFELD Karlsbad 1929
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.a3 L:c3+ 5.b:c3 d6 6.f3 0-0 7.e4 e5 8.Ld3 Sc6 9.Se2 Sd7
10.0-0 b6 11.Le3 La6 12.Sg3 Sa5 13.De2 De8 14.f4 f6 15.Tf3 Kh8 16.Taf1 Df7 17.f:e5 d:e5
18.d5 Sb7 19.Sf5 Sd6 20.Th3 g6 21.Sh6 Dg7 22.g4 g5 23.Th5 Sc5 24.L:c5 b:c5 25.Tf3 De7
26.Tfh3 Lc8 27.Df2 Se8 28.Tf3 Sg7 29.Thh3 Ld7 30.Thg3 Le8 31.h4 g:h4 32.Tg2 h3 33.T:h3 Lg6
34.Tf3 Tab8 35.Dh4 Tb3 36.Tgf2 T:c3 37.g5 Se8 38.g:f6 Dd8 39.Sg4 T:d3 40.T:d3 L:e4
41.Te3 Sd6 42.S:e5 Lf5 43.T:f5 S:f5 44.Sg6+ Kg8 45.Te7! Tf7 46.T:f7 K:f7 47.Se5+ Kf8
48.D:h7 1-0 Paul Werner Wagner
Quelle: http://www.berlinonline.de/neu[...]/magazin/280617.html
 |  | Artikel mySchach.de-Wiki am 12.09.2005 | |  |
Friedrich ("Fritz") Sämisch war ein deutscher Schachspieler.
In den 1920er Jahren war er einer der stärksten Spieler Deutschlands.
Seine größten Erfolge waren ein Wettkampfsieg gegen Richard Réti 1922 (4 Siege, 1 Niederlage, 3 Unentschieden), der Sieg im Turnier von Wien 1921 sowie der 3. Platz hinter Alexander Aljechin und Akiba Rubinstein beim Internationalen Turnier in Baden-Baden 1925. Sämisch gehört auch zu den wenigen Spielern, die eine Partie gegen den seinerzeit fast unbesiegbaren José Raúl Capablanca gewinnen konnten. Der Kubaner beging gegen ihn 1929 den wohl größten Fehler seiner gesamten Karriere.
Obwohl Sämisch ein sehr guter Blitzschach-Spieler war, konnte er in Turnierpartien seine Bedenkzeit nicht richtig einteilen, was ihn viele Punkte kostete. Ein Kuriosum ereignet sich bei einem Turnier in Linköping 1969, als er alle seine Partien durch Überschreiten der Bedenkzeit verlor.
Nach ihm ist eine Variante der Nimzo-Indischen Verteidigung benannt.
Quelle: http://www.myschach.de/index.p[...]misch&redi=154&23233
BSV © 12.09.2005
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