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16.Rehberge-Open
Sonnabend, den 31. Juli 2010, 13:00 Uhr
11 Runden Schweizer System, 15 Min. Bedenkzeit
13351 Berlin-Wedding, Clubheim Rehberge
Afrikanische Straße 43 / Ecke Transvaalstraße
Preisfonds 1.000 € garantiert Infos unter www.sc-rehberge.de

  1.Gulweida-Warneyer-Gedenkturnier 2001

15./16.September 2001 im Rathaus Tempelhof
veranstaltet vom SK Tempelhof

1. Gulweida-Warneyer-Gedenkturnier am 15./16. September

Gewöhnlich schneidet man alte Zöpfe irgendwann einmal ab, andererseits sollte man Bewährtes nicht ohne Not verwerfen. Diese Überlegung veranlaßte den Schachklub Tempelhof im siebzigsten Jahr seines Bestehens nach zehnjähriger Pause an die Tradition eines bereits einundzwanzig Mal durchgeführten Schnellturniers anzuknüpfen, das zwei Jahrzehnte lang ein fester Bestandteil des Berliner Schachlebens war, und es als 1. Gulweida-Warneyer-Gedenkturnier 2001 am 15. und 16. September 2001 im Rathaus Tempelhof wieder aufleben zu lassen. Dieses neunrundige Schnellturnier nach Schweizer System mit 30 Minuten Bedenkzeit soll das Andenken an zwei unserer Ehrenvorsitzenden wachhalten, den Gründer und langjährigen Vorsitzenden Hermann Gulweida und Horst Warneyer, der mehrfach den Vorsitz inne hatte und dem Schachklub Tempelhof über fünfzig Jahre angehörte. Beide haben den Schachklub Tempelhof durch ihre Persönlichkeit geprägt und sind unvergessen.

Angesichts der schrecklichen Terroranschläge in New York und Washington war erwogen worden, das Turnier abzusagen. Da man damit jedoch eher den Zielen der Drahtzieher dieser furchtbaren Geschehnisse gedient hätte, und es sich um eine rein sportliche Veranstaltung handelte, hat sich der Schachklub Tempelhof gegen eine Absage entschieden. Begonnen wurde das Turnier mit einer Schweigeminute, die den Opfern und ihren Angehörigen gewidmet war, und im Foyer des Rathauses konnten sich die Turnierteilnehmer in die ausliegende Kondolenzliste eintragen.

Der Preisfonds von DM 3.450,-- zog knapp 60 Teilnehmer an, die für ein Startgeld von DM 50,-- um die ersten Preise von DM 1.000,-- für gesetzte bzw. DM 500,-- für ungesetzte Spieler kämpften. Ilmars Starostits hatte sogar den weiten Weg aus Lettland nicht gescheut. Zusammen mit ihm und den Meistern Kalinitschew, Rabiega, Richter und Babic nahmen insgesamt achtzehn Spieler mit Elo-Zahlen bzw. DWZ von über 2000 teil. In jeder Gruppe waren insgesamt fünf Preise ausgesetzt, zusätzlich gab es je zwei Preise für die beste Dame, den besten Senior und den besten Jugendlichen. Als Besonderheit konnten gesetzte Spieler auch für das halbe Startgeld starten, hatten dann aber auch nur Anrecht auf das halbe Preisgeld. Obgleich sich einige Spieler mit DWZ unter 1900 für das volle Startgeld setzen ließen, was als indirekte Spenden betrachtet werden darf, reichten die Startgelder bei weitem nicht aus, den Preisfonds zu finanzieren. Die vorbehaltene Kürzung wurde aufgrund des Jubiläums jedoch nicht durchgeführt, was von den Teilnehmern mit Applaus bedacht wurde.

Die hohen ersten Preise und die starke Staffelung sollten zu einem kampfbetonten Turnier führen, und dieser Zweck wurde auch erreicht. Aber vielleicht gab es auch gerade deswegen an der Spitze des Teilnehmerfeldes keine großen Überraschungen, Spielstärke und Turnierroutine setzten sich weitgehend durch. Mit 7,5 Punkten aus 9 Partien belegte Robert Rabiega den ersten Platz mit besserer Wertung vor dem punktgleichen Sergej Kalinitschew und eroberte den Wanderpokal dieses Turniers. Beide Spieler bekamen eine Urkunde und DM 750,--, da die Preise bei Brettpunktgleichheit geteilt wurden. Mit 7 Punkten belegte das vielversprechende zwölfjährige Nachwuchstalent Atila Figura den alleinigen 3. Platz der Gesamtwertung - eine sehr beachtliche Leistung in diesem starken Teilnehmerfeld.

Robert Rabiega nimmt Pokal und den 1. Preis entgegen Atila Figura erhält den 3.Preis

Bei den ungesetzten Spielern errang Besalet Dzidic mit 6 Punkten den ersten und Martin Groß mit 5.0 Punkten den zweiten Platz, beide erhielten außer den Geldpreisen auch Urkunden. Die Geldpreise für den zweiten bis fünften Platz wurden allerdings geteilt, das ergab aber immerhin noch DM 125,-- bzw. das fünffache Startgeld.

Die spielstärkste Dame: Brigitte Große-Honebrink (Webmasterin des SC Kreuzberg) H.-P. Ketterling ohne Aussichten gegen R. Rabiega, A. Kroutikov am Nebenbrett

In der Gruppe dieser Preisträger war auch Brigitte Große-Honebrink, die erfolgreichste Dame des Turniers, zu finden, der Preis für die beste Dame fiel deshalb an Gerda Strate, die es wie der erfolgreichste Jugendliche Miran Alic auf genau 50% brachte. Letzerer hatte wiederum das Glück, das der wirklich stärkste Jugendliche Platz 3 der Gesamtwertung erobert hatte. Mit 5 Punkten hat sich schließlich Arkadi Kroutikov als bester Senior plazieren können.

Wie immer gibt es auch Enttäuschungen, und die veranlassen immer wieder einzelne Spieler vorzeitig auszuscheiden. In einem Fall war jedoch höhere Gewalt im Spiel, am Sonntagmorgen entschuldigte sich R. Constantino per SMS, weil er den zahnärztlichen Notdienst aufsuchen mußte. Da konnte man nur gute Besserung wünschen, natürlich ebenfalls per SMS.

Das Turnier konnte dank guter Vorbereitung und der routinierten Leitung durch Dirk Sagasser, Carsten Staats und André Buttkus glatt und störungsfrei abgewickelt werden, und das vorsorglich gebildete Schiedsgericht bekam nichts zu tun. Der einzige Streitfall konnte nach kurzer Diskussion gütlich beigelegt werden. Das Büfett wurde von Heide Ketterling, die auch die Fotos machte, Brigitte und Nina Ussing sowie Ulla Klevenow betreut, welche die Turnierteilnehmer und Helfer mit belegten Brötchen, Süßigkeiten und Getränken versorgten, die zum Selbstkostenpreis abgegeben wurden.

U. Klevenow, Nina und Brigitte Ussing am Büfett

Von einigen Teilnehmern wurde dieses günstige Angebot durch kleine Spenden honoriert. Für geistige Nahrung sorgte der Herausgeber der Rochade, der eine erkleckliche Anzahl von Heften der jüngsten Ausgaben zur Verteilung als Werbeexemplare gestiftet hatte. Außer den genannten Helfern waren Hellmut Klevenow und Miran Alic beim Materialtransport sowie Auf- und Abbau der Spiele beteiligt. Der Vorsitzende des Schachklubs Tempelhof und Initiator des Turniers, H.-P. Ketterling, der selbst mitspielte und den geteilte zweiten und dritten Platz der Senioren belegte, bedankte sich anläßlich der Siegerehrung herzlich bei allen Helfern, dem Bezirksbürgermeister Dieter Hapel und dem Bezirksverordnetenvorsteher Rainer Kotecki für die gewährte Unterstützung. Viele Teilnehmer haben die Turniergestaltung und die sehr gut dafür geeigneten Räumen der Bezirksverordnetenversammlung ausdrücklich gelobt.

Wie auch schon die im Mai durchgeführte Schachwerbeveranstaltung "Schach im Rathaus Tempelhof" kann auch das 1. Gulweida-Warneyer-Gedenkturnier als rundum gelungen bezeichnet werden, und das darf als Ansporn für weitere Schnellturniere des Schachklubs Tempelhof angesehen werden. Im Herbst des nächsten Jahres wird dann das 2. GWG-Turnier stattfinden, vielleicht sogar mit größerer Teilnehmerzahl, denn im Rathaus Tempelhof lassen sich problemlos bis zu 120 Spieler unterbringen, und im Mai 2003 wird dann wieder "Schach im Rathaus" auf dem Programm stehen.

HPK

Endstand

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BSV © 26.07.2005

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