| Chronik des Jahres 1908 |
| März 1908 |
Bulletin "80 Jahre Berliner Schachgesellschaft" |
| In A.Stein's Verlagsbuchhandlung in Potsdam hat H.Ranneforth den Bericht und die Partien des "Jubiläumsturniers der Berliner Schachgesellschaft, 13.-28.Oktober 1907" erscheinen lassen. Der Preis beträgt 1 M. [Deutsche Schachzeitung, Nr.3 März 1908, S.100] |
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| 01.07.1908 |
Mitgliederversammlung des ASB |
| Der "Allgemeine Schachbund" hielt am 1.Juli in den Räumen des Schachklubs "Springer" seine Mitgliederversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr W.Pape, erstattete den Jahresbericht. Für die Veranstaltung eines Klassenturniers im September schlug der Vorstand 500 M zu bewilligen vor. Da Herr E.Post einen namhaften Zuschuß von Seite der Berliner Schachgesellschaft in Aussicht stellte, falls ein neues Meisterschaftsturnier in deren Räumen gespielt würde, so wurde beschlossen, 350 M für ein solches unter der Voraussetzung, daß die Berliner Schachgesellschaft denselben Beitrag zeichnet, sowie 250 M für ein weiteres Klassenturnier zu bewilligen. Kommt das Meisterschaftsturnier nicht zustande, so bleibt es bei dem ursprünglichen Antrage des Vorstandes. Zum 2.Stellvertreter des Vorsitzenden wurde Herr Th.Bretschneider wiedergewählt, zum 1.Schriftführer wurden O.Schewe, zum 2.Schriftführer R.Lewitt, zum Schachwart Dörscher und Heling neugewählt. [Deutsche Schachzeitung, Nr.8 August 1908, S.256] |
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| 18.07.1908 |
Simultan Feingold |
| Feingold (Doré) spielt im SK Springer 24 Simultanpartien; 18 - 5 - 1. [Deutsches Wochenschach und Berliner Schachzeitung Nr.33 vom 16.August 1908, S.301] |
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| Juli 1908 |
Vierklassenturnier des ASB |
| Mitte September wird ein vom Allgemeinen Berliner Schachbunde veranstaltetes vierklassiges Turnier beginnen. [Deutsche Schachzeitung, Nr.7 Juli 1908, S.223] |
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| 08.09.1908 |
BSG zieht um |
| Die Schachgesellschaft siedelt in das Restaurant zum Fürsten Bülow, Potsdamer Straße 45, über. An diesem Abend wird Erich Cohn einen Vortrag halten über die Partien des Wettkampfes Lasker-Tarrasch mit Demonstrationen am großen Wandbrett. [Deutsches Wochenschach und Berliner Schachzeitung Nr.36 vom 6.September 1908, S.327] |
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| 06.10.1908 |
Berliner Meisterschaft |
| An diesem Tag soll die 3.Berliner Meisterschaft des Allgemeinen Schachbundes zu Berlin beginnen. [BSZ 47] |
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| Oktober 1908 |
Gründung der Berliner Schachakademie |
| Meister Wilhelm Cohn hat im Hause Nollendorfplatz 6 eine "Berliner Schachakademie" eröffnet. Es finden dort Simultanspiele, Blindlingsspiele, Konsultations- und Korrespondenzpartien, Turniere und Vorträge statt, sowie tägliche Lehrkurse für Anfänger und für Vorgeschrittene. [Deutsche Schachzeitung, Nr.10 Oktober 1908, S.320] |
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| 03.11.1908 |
Vorgabeturnier |
| Bei der Charlottenburger Wildenschaft beginnt ein Vorgabeturnier. |
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| November 1908 |
Wildenschaft - Pythagoras |
| Die Charlottenburger Wildenschaft will einen Wettkampf gegen den Schachklub Pythagoras durchführen. |
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| 20.11.1908 |
Marshall - Mieses |
| Am 20.November soll im Café Kerkau ein Wettkampf von zwölf Partien zwischen den Herren Mieses und Marshall seinen Anfang nehmen. [Deutsche Schachzeitung, Nr.11 November 1908, S.351] |
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| 12.12.1908 |
Vortrag und Simultan von Dr. Emanuel Lasker |
| Am 12.Dezember hat Dr.E.Lasker im Architektenhaus einen Vortrag gehalten: "Schachgedanken für's Leben", worin in allgemeinverständlicher Weise die bewährten Gedanken der besten modernen Meister besprochen und so ausgedrückt werden, daß sie, aus dem Rahmen der 64 Felder heraustretend, auch auf Angelegenheiten des praktischen Lebens Bezug nehmen. An diesen Vortrag schloß sich eine Erläuterung einer Meisterpartie und schließlich ein Simultanspiel an. [Deutsche Schachzeitung, Nr.12 Dezember 1908, S.379/380] |
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| Dezember 1908 |
3. Berliner Meisterschaft |
| Im Meisterschaftsturnier erstritt W.Cohn mit 8˝ Gewinnpartien (von 11) den I.Preis. Die übrigen Preise gewannen Gregory, Ed.Lasker, Post, Caro und Ahues. [Deutsche Schachzeitung, Nr.12 Dezember 1908, S.379] |
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| Dezember 1908 |
Frank Marshall in Berlin |
Marshall ist von Lodz und Mieses ist von einer Rundreise durch Ungarn über Bukarest in Berlin eingetroffen, wo ein Match von 10 Partien zwischen beiden Meistern arrangiert wurde. Der Kampf hatte am 21.November im Café Kerkau begonnen. Die Eröffnungsrede hielt der Vorsitzende der "Berliner Schachgesellschaft", Dr.Lewitt, welcher gemeinschaftlich mit Dr.Em.Lasker als Unparteiischer fungierte. Die erste und dritte Partie gewann Marshall, die zweite wurde remis, die vierte, fünfte und sechste Partie gewann Mieses, die siebente Marshall, die achte Mieses, die neunte und zehnte Marshall, der somit 5,4,1 erreichte und damit den Match gewann. Marshall hat auch eine Herausforderung des baltischen Schachmeisters Gregory zu einem Wettkampf von 5 Partien angenommen. Er blieb mit 4:1 Sieger. [Deutsche Schachzeitung, Nr.12 Dezember 1908, S.379] |
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| Dezember 1908 |
Massenwettkampf des Allgemeinen Schachbundes |
| Im diesjährigen Massenwettkampf des Allgemeinen Schachbundes kamen 106 Partien zustande, von welchem die "Rote Rose" 52, die "Weiße Rose" 42 gewann; 12 Partien blieben unentschieden. Im einzelnen ergaben sich auf Seite der Sieger: Springer 36,23,7, Schachverein 6,7,3, Nord 4,2,2, Pythagoras 4,3,0, Spandauer Schachgesellschaft 2,2,0, Gäste 0,5,0; auf Seite der Unterlegenen: Schachgesellschaft 17,11,4, Turm 7,6,0, Anderssen 4,5,1, Wildenschaft 3,5,4, Spar- und Bauverein 6,10,0, Walbrodt 1,1,1, Bauer 1,7,1, Rixdorf 3,5,1, Gäste 0,2,0. Die schwierige Leitung des Unternehmens lag in den Händen von W.Pape und R.Steinweg. [Deutsche Schachzeitung, Nr.12 Dezember 1908, S.380] |
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| 1908 |
Sommerturnier der Wildenschaft |
| Das Sommerturnier der Charlottenburger Wildenschaft gewinnt Rudolf Dührssen. |
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| 1908 |
Kretzschmar Vorsitzender |
| Willy Kretzschmar wird erneut zum Vorsitzenden der Charlottenburger Wildenschaft gewählt. |
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BSV © 19.07.2007
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