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Hallo Schachfreunde! Ab sofort bei TSG Oberschöneweide jeden 2. und 4. Freitag im Monat ab 19.00 Uhr Training mit FM Rosenthal bzw. FM Postler. Gäste sind herzlich willkommen.

  Chronik des Jahres 1892

19.01.1892 Match um 500 Mark
Heute hat ein Wettkampf um 500 Mark zwischen den Herren S.Alapin aus Petersburg und Dr.B.Lasker von hier begonnen. Sieger ist wer zuerst 5 Partieen gewinnt, wobei Remisen nicht zählen. Die erste Partie endete mit Remis, die zweite mit einem Siege Alapins, während die dritte, welche für Dr.Lasker etwas günstiger steht, abgebrochen wurde. [Deutsche Schachzeitung Nr.2 Februar 1892, S.57]
 
Januar 1892 John Bierbach Vorsitzender
In der letzten Generalversammlung der Berliner Schachgesellschaft wurden die Herren John Bierbach zum ersten Vorsitzenden, Oskar Cordel zum zweiten Vorsitzenden, Paul Richter zum Kassierer, Robert Wehner der bisherige Bibliothekar, an Stelle des Herrn Heinrich Ranneforth zum Schriftführer und Dr.Lewitt zum Bibliothekar gewählt. [Deutsche Schachzeitung Nr.2 Februar 1892, S.57]
 
19.02.1892 Lösungsturnier
Heute veranstaltete die Berliner Schachgesellschaft ein Lösungsturnier, welches 35 Theilnehmer fand. Ausserdem ist vom Vorstand und einzelnen Mitgliedern ein Fonds zur Veranstaltung von Berathungspartieen gestiftet worden, zu dem auch S.Alapin 40 Mark und A.Schottländer 20 Mark beigesteuert haben. Diese Berathungspartieen, 15 sind in Aussicht genommen, sollen von den Spielern aus der ersten Klasse des diesjährigen Winterturniers sowie von den Herren S.Alapin, A.Schottländer und Dr.W.Bauer zum Austrag gelangen und vor allem theoretischen Untersuchungen dienen. Die Sieger erhalten je 10 Mark. [Deutsche Schachzeitung Nr.3 März 1892, S.92] - Hoppe: In der DSZ 4/1892 S.121/123 sind dazu eine Lösungspreisaufgaben von Richard Steinweg veröffentlicht.
 
Februar 1892 Winterturnier
Das Winterturnier der Berliner Schachgesellschaft in der ersten Klasse ist beendet. Sieger blieben in nachstehender Reihenfolge die Herren H.Caro (+ 8 Points), Dr.Lasker (+ 7 Points), Holländer und v.Scheve (je + 6½ Points). C.v.Bardeleben ist, obgleich er günstig stand, vor Beendigung des Turniers ausgeschieden.
Derselbe weilt gegenwärtig wieder in Leipzig. [Deutsche Schachzeitung Nr.3 März 1892, S.92]
 
08.03.1892 Festessen der Berliner Schachgesellschaft
Eine Fest-Zeitung zum Turnier-Essen der Berliner Schachgesellschaft an diesem Tag, kommt heraus.
 
29.03.1892 Damenabend
Heute fand wie alljährlich ein sogenannter Damenabend statt, zu dem schachspielende Damen eingeladen waren. Diesmal waren die Damen zwar zahlreicher, aber nicht so siegreich wie im vorigen Jahre. Frau Johanne Wallner gewann von 3 Partieen 2 und Frau Hauptman v.Seydlitz aus Potsdam machte gegen Meister Alapin Remis. Auch eine Berathungspartie kam zu Stande. Ein Mitglied spielte gegen zwei verbündete Damen. Diese Partie wurde Gegenstand des allgemeinen Interesses. [Deutsche Schachzeitung Nr.4 April 1892, S.124]
 
März 1892 Winterturnier
Das Winterturnier der Berliner Schachgesellschaft ist auch in der 2.Klasse beendet. Preisträger blieben die Herren Berlowitz, Thalheim, Hane (I.-III.Preis), sowie Rechtsanwalt Landau und L.Loeske (IV. und V.Preis getheilt). [Deutsche Schachzeitung Nr.4 April 1892, S.124]
 
März 1892 Beratungspartien
Von den in Aussicht genommenen Berathungspartieen bei der Berliner Schachgesellschaft sind bisher 6 gespielt worden und zwar der Reihe nach: Partie 1: Alapin, Dr.W.Bauer, Dr.Lewitt (Weiss) gewannen gegen v.Scheve, Holländer, Dr.G.Wolff (Schwarz).
Partie 2: Walbrodt, Dr.med.Landau, Pinner gewannen gegen Harmonist, Dr.B.Lasker, H.Keidanski.
Partie 3: Walbrodt, Dr.med.Landau, Pinner gewannen gegen Alapin, Dr.Lasker, Wehner.
Partie 4: Holländer und Keidanski gewannen gegen Harmonist und Dr.Lewitt.
Partie 5: Harmonist, Holländer und Dr.Lewitt gewannen gegen Walbrodt, Keidanski und Pinner.
Partie 6: Holländer und Keidanski machten gegen Walbrodt und Pinner remis. [Deutsche Schachzeitung Nr.4 April 1892, S.124]
 
März 1892 Match der Schachgesellschaften
Die Charlottenburger Schachgesellschaft hat die Berliner Schachgesellschaft zu einem kleinen Wettkampf von 5 Berathungspartien herausgefordert, welche theils in Berlin, theils in Charlottenburg gespielt werden sollen. Die Berliner Schachgesellschaft hat die Herausforderung angenommen. Der Einsatz beträgt je 50 Mark. [Deutsche Schachzeitung Nr.4 April 1892, S.124]
 
März 1892 500-Mark-Match abgebrochen
Der Wettkampf zwischen S.Alapin und Dr.Lasker ist nicht zu Ende gespielt worden. Dr.Lasker hatte zuletzt 2 Partieen verloren und stand in einer dritten auf Verlust. [Deutsche Schachzeitung Nr.4 April 1892, S.124]
 
03.05.1892 Tschigorin vs. Tarrasch
Die Berliner Schachgesellschaft hat heute beschlossen, einen Match zwischen den Herren Dr.S.Tarrasch und M.Tschigorin zu veranstalten, der noch vor dem Dresdner Kongress ausgefochten werden soll. Bei den Vorverhandlungen hatte Dr.Tarrasch erklärt, dass er nur ohne jeden Einsatz oder bei einem Einsatz von 20000 M auf den Match eingehen könne. Dr.Tarrasch hat selbst die weiteren Verhandlungen mit Tschigorin geführt; die Berliner Schachgesellschaft hat sich bereit erklärt, die Unkosten des Herrn Tschigorin zu bestreiten. [Deutsche Schachzeitung Nr.5 Mai 1892, S.156]
 
Mai 1892 Tschigorin vs. Tarrasch II
Der geplante Wettkampf Dr.Tarrasch - Tschigorin scheint bereits in den Vorverhandlungen zu ersticken. An ein Zustandekommen desselben vor dem Kongress in Dresden ist nicht zu denken. Die Berliner Schachgesellschaft hat sich vorläufig nur bereit erklärt, die Unkosten der beiden Spieler zu decken. [Deutsche Schachzeitung Nr.6 Juni 1892, S.188]
 
Mai 1892 Alapin
Ein kurzer Wettkampf von 6 Partieen, für den Herr Alapin einen Preis von 50 Mark ausgesetzt hatte, gelangte zwischen C.v.Bardeleben und H.Caro kürzlich zum Austrag. Jeder Spieler gewann 2 Partieen, 2 endeten mit Remis, der ausgesetzte Preis wurde getheilt. [Deutsche Schachzeitung Nr.6 Juni 1892, S.188]
 
Mai 1892 Alapin II
Zwischen S.Alapin und C.v.Bardeleben werden eine Reihe von ernsten Partieen um den Einsatz von je 10 Mark, welche die Berliner Schachgesellschaft zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt hatte, gewechselt. [Deutsche Schachzeitung Nr.6 Juni 1892, S.188]
 
19.06.1892 † Carl Ahlhausen
Heute starb der langjährige, verdienstvolle Bibliothekar der Berliner Schachgesellschaft, Carl Ahlhausen, im Alter von 57 Jahren, von Beruf Lehrer an der städtischen Gemeindeschule. Ahlhausen ist auch weiteren Schachkreisen durch seine wiederholte Betheiligung an deutschen Hauptturnieren bekannt geworden. Seine anfangs befremdende, seltsame Spielweise verrieth eine gewisse Originalität, jedenfalls eine eigenthümliche schachliche Begabung. [Deutsche Schachzeitung Nr.7 Juli 1892, S.221]
 
Juni/Juli 1892  
In den Räumen der Berliner Schachgesellschaft wird gegenwärtig ein Wettkampf zwischen A.Walbrodt und v.Bardeleben gespielt. Die Bedingungen sind folgende: Einsatz 300 Mark auf jeder Seite, als Sieger gilt, wer zuerst 6 Gewinnpartieen aufzuweisen hat, Remisen zählen nicht und bei einem eventuellen Stande von 5 zu 5 Gewinnpartieen wird eine entscheidende Partie gespielt, Bedenkzeit 20 Züge pro Stunde, Spielzeit täglich mit Ausnahme der Sonntage von 3 Uhr Nachmittag bis 7 Uhr Abends. Hängepartieen werden möglichst noch an demselben Tage zu einer zu vereinbarenden Zeit erledigt. Als Schiedsrichter fungirt der Kassirer der Schachgesellschaft Herr P.Richter. Die erste Partie, in der Walbrodt als Anziehender spanisch eröffnete, wurde am 3.Juni gespielt und endete mit Remis, die zweite, ein englisches Springerspiel, wurde am 4.Juni begonnen, blieb jedoch unerledigt. [Deutsche Schachzeitung Nr.6 Juni 1892, S.188]
 
Juni/Juli 1892  
Im Wettkampf v.Bardeleben - Walbrodt endeten die 1., 2., 4. und 6.Partie mit Remis, die 3., 5. und 7. gewann Walbrodt; die 8.Partie wurde abgebrochen und da v.Bardeleben am festgesetzten Spieltage nicht erschien, ebenso wie die 9.Partie Walbrodt als gewonnen angerechnet. [Deutsche Schachzeitung Nr.7 Juli 1892, S.221]
 
Juli 1892  
Die Berliner Schachgesellschaft wurde kürzlich durch den Besuch der Schachmeister S.Winawer und W.Paulsen erfreut. [Deutsche Schachzeitung Nr.7 Juli 1892, S.221]
 
Juli 1892  
Die Vereinigung Deutscher Schachmeister veranstaltete im Monat Juli ein kleines Turnier zum Zwecke der Vorbereitung für das internationale Schachturnier in Dresden. Der von Herrn Seelig ausgesetzte Preis von 150 Mark wurde in der Weise verwendet, dass der Sieger der einzelnen Partie je 10 Mark erhielt und im Remisfall dieser Betrag von den Spielern getheilt wurde. [Deutsche Schachzeitung Nr.8 August 1892, S.252]
 
August 1892  
Zwischen Herrn S.Winawer aus Warschau, der sich gegenwärtig in Berlin aufhält, und Herrn Caro wurde ein kurzer Match um einen kleinen Einsatz gespielt. Die Bedingungen waren: Sieger ist, wer zuerst fünf Gewinnpartieen aufzuweisen hat, remis zählt nicht. Caro gewann die beiden ersten Spiele und machte die dritte und vierte Partie remis. Dann aber verlor er drei Partieen und gab, da er sich indisponirt fühlte, den Match auf. [Deutsche Schachzeitung Nr.8 August 1892, S.283]
 
September 1892  
Die Leipziger Schachgesellschaft Augustea hat kürzlich der Berliner Schachgesellschaft von neuem ihre Bereitwilligkeit, einen zweiten Wettkampf unter denselben Bedingungen wie früher zu spielen, erklärt. Der Beginn des Kampfes verzögerte sich nur deshalb, weil die am 18.October stattfindende Generalversammlung der Berliner Schachgesellschaft die Mittel hierzu bewilligen muß. Auf Leipzigs Seite werden die Herren Dr.Lange, C.v.Bardeleben, J.Mieses und Dr.H.v.Gottschall voraussichtlich die Hauptführung übernehmen. Die Augustea versammelt sich diesen Winter Dienstag und Freitags Abends im Hotel Union, Felix- und Schützenstrassenecke. [Deutsche Schachzeitung Nr.10 Oktober 1892, S.315]
 
14.10.1892 Simultan Walbrodt
Heute spielte Herr A.Walbrodt in der Berliner Schachgesellschaft 29 Partieen gleichzeitig. Er gewann davon 23, verlor 5 Partien und führte 1 zum Remis. [Deutsche Schachzeitung Nr.11 November 1892, S.349]
 
01.11.1892 BSG gegen Leipzig
Heute hat der Korrespondenzwettkampf der Berliner Schachgesellschaft mit Leipzig begonnen. [Deutsche Schachzeitung Nr.11 November 1892, S.349]
 

BSV © 19.07.2007

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